Unterwegs lernen: Die besten Schüler-Workshops in Berlin

Unterwegs lernen: Die besten Schüler-Workshops in Berlin

Berlin ist bekanntlich immer eine Reise wert – das gilt besonders für Klassenfahrten. Ob Kultur-, Politikprogramm oder klassisches Sightseeing, die Hauptstadt hat für jede Schulform und Altersstufe geeignete Programmpunkte zu bieten. Inzwischen haben viele Institutionen wie etwa die Staatlichen Museen spezielle Angebote parat, die sich an Schulklassen richten. Wir stellen die besten Workshops für Schüler in Berlin vor!

Safer-Net bei Madame Tussauds

Das Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds ist eine beliebte Attraktion bei Schülern und gehört zum Standard-Programm einer Klassenfahrt nach Berlin. So manches Selfie, das die Jugendlichen mit ihren Wachs-Idols machen, landet später bei Facebook, Instagram oder Snapchat. Grund genug, sich im Rahmen eines Workshops mit den sozialen Medien auseinanderzusetzen.

Seit Kurzem hat Madame Tussauds eine Social Media Lounge abseits der Besuchsräume, in der regelmäßig vor Eröffnung des Kabinetts Workshops für Schüler stattfinden. Nach einer Einführung in das Thema „Safer-Net“ beschäftigen sich die Schüler in Gruppen mit der Problematik „Cybermobbing“ und „Privatsphäre schützen“. Dabei arbeiten sie mit einer intuitiven App und Erklär-Videos zum Thema. Ergänzt wird das Angebot von einem SOS-Kit und nützlichen Tipps für Lehrer.

Weitere Infos zu Madame Tussauds Engagement gegen Cybermobbing gibt es in diesem Video:

Hinweis
Das Bündnis gegen Cybermobbing und das Portal JUUPORT unterstützen Madame Tussauds Social-Media-Workshops. Diese kosten pro Schüler 2,50 Euro zzgl. zum regulären Eintrittspreis. Anmeldungen sind hier möglich.

Wer nach dem Workshop und den Selfie-Sessions mit den Wachs-Stars noch Energie übrig hat, kann noch bis Ende Juni in einem gesonderten Neon-Bereich bei Madame Tussauds abtanzen. Unter dem Motto „Let’s glow – die 90er Jahre Sause“ finden Besucher ganztägig einen leuchtenden Dancefloor mit Lounge-Bar und riesigem Neon-Bällebad. Auch hier warten selbstverständlich Wachs-Stars wie Britney Spears und Justin Bieber geduldig darauf, dass sie Schüler ein Selfie mit ihnen machen.

Workshops bei den Staatlichen Museen zu Berlin

19 Museen, 15 Sammlungen und 4,7 Millionen Objekte zu den Themen Kunst, Archäologie und Ethnologie gehören zu den Staatlichen Museen Berlin. Das Wort „Museum“ löst bei den meisten Schülern zwar keine Begeisterungsstürme aus, doch davon sollten sich Lehrer nicht beeindrucken lassen. Die meisten Museen haben nämlich inzwischen ein breites Spektrum an Ausstellungsgesprächen und kreativen Workshops im Angebot, die den Besuch zu einem interaktiven Event machen.

Die Angebote richten sich an Schüler aller Schulformen von der Primar- bis zur Sekundarstufe II. Sie liefern viele Anknüpfungspunkte für den Kunst-, Biologie- und Geschichtsunterricht, aber auch fächerübergreifende Kunstprojekte. Hier stellen wir einige Workshops vor:

  • #DAS_GLAUBE_ICH: Bei diesem Workshop für Schüler der Sekundarstufe I erkundet die Klasse die Museumsinsel. In den Museen erforschen sie Objekte aus verschiedenen Zeitaltern und finden dabei heraus, was Glaube für sie bedeutet. Ihre Ideen halten sie als Zeichnungen, Fotos und Twitterbotschaften fest.
  • Die Kunst der Nachahmung: In der Schule ist abschreiben zwar verboten, doch abmalen kann regelrechte Kunst sein. Das lernen Schüler der Sekundarstufen in diesem Workshop des Museums für islamische Kunst. Mit Schablonen, Lichtkästen und Kopiergeräten erschaffen sie ihr eigenes Kunstwerk.
  • Aktzeichnen: Bei diesem dreistündigen Workshop in der Gemäldegalerie sind Kunstkurse der Sekundarstufe II gut aufgehoben. Die Schüler sprechen nicht nur gemeinsam über Aktdarstellungen in der Renaissance und im Barock, sondern dürfen sich im zweiten Teil des Workshops auch selbst an einer Aktzeichnung versuchen.

Die verschiedenen Workshops sind auch für schmale Klassenbudgets gut geeignet: Im Rahmen des betreuten Unterrichts erhalten Schüler grundsätzlich freien Eintritt zu den staatlichen Museen Berlin. Für die Workshops zahlen Klassen eine Pauschale von 90 Euro. Buchungen sind auf der Internetseite der Staatlichen Museen möglich.

Projekttage in der Landesmusikakademie Berlin

Wer sich lieber mit Musik als mit Geschichte und Kunst beschäftigt, ist an der Landesmusikakademie Berlin richtig. Diese bietet Projekttage für Klassen an, die unter Anleitung qualifizierter Dozenten musizieren möchten. Je nach Vorlieben der Schüler und dem Schwerpunkt des Unterrichts stellt die Akademie ein individuelles Programm zusammen. Möglich sind zum Beispiel Themen-Workshops zu Opern, Tanz oder Trommeln. Besonders beliebt ist auch der Workshop zu brasilianischer Percussion von Samba bis Cajón. Während sich die Schüler an Tambourin, der rasselnden Caixixis oder der großen Trommel „Surdo“ auf die brasilianischen Rhythmen einstellen, arbeiten sie ganz automatisch an einem besseren Gemeinschaftsgefühl.

Selbstvertrauen gewinnen mit der Dungeon Acting School

Viele Schüler werden von Prüfungsangst geplagt. Diese können sie schnell verlieren – und zwar mit einem Workshop der Berlin Dungeon Acting School! Das gruselige Ambiente des Dungeon ist perfekt geeignet, um Schülern der Jahrgangsstufen 7-12 auf lustige Weise das Grauen vor dem nächsten Referat zu nehmen. Professionelle Schauspieler aus den Tiefen der Dungeons zeigen den Jugendlichen, wie sie selbstbewusst vor Gruppen auftreten und mit Körpersprache, Mimik und Rhetorik überzeugen.

Im Berliner Dungeon gruseln sich die Schüler ordentlich – und gewinnen dabei Selbstvertrauen!

Der Workshop kostet pro Person 5 Euro zusätzlich zum regulären Eintrittspreis und muss mindestens sechs Wochen im Voraus gebucht werden. Je nach Größe der Schülergruppe erhalten ein oder mehrere Lehrer freien Eintritt.

Projekttage in der Zentral- und Landesbibliothek

Spätestens bei der Vorbereitung der Facharbeit müssen Schüler der Sekundarstufe II lernen, mit Fachliteratur umzugehen. Dabei helfen ihnen die spannenden Workshops und Projekttage der Zentral- und Landesbibliothek Berlin:

  • Projekttage zu Berlin: Bei diesen Projekttagen beschäftigen sich Schüler einzeln oder in Gruppen mit der Geschichte und Gegenwart der Hauptstadt. Dabei arbeiten sie mit verschiedenen Medien wie etwa Büchern, Tageszeitungen und Stadtplänen.
  • Workshop Sozialgeschichte: Schüler mit dem Schwerpunkt Geschichte verbinden die soziale Frage meist mit der Bismarckschen Sozialgesetzgebung und der Industrialisierung. In diesem Workshop erweitern sie ihre Perspektive auf die soziale Geschichte und lernen mehr über soziale Probleme in Berlin.
  • Workshop Protestgeschichte: In den 1950er-Jahren war Berlin ein Ort des Protests in beiden Hälften der geteilten Stadt. Damit setzen sich die Schüler im Rahmen dieses Workshops auseinander und setzen sich auch mit den dunklen Seiten der Protestgeschichte auseinander.
Tipp
Berlin bietet viele Bildungsprogramm-Punkte. Für eine gelungene Mischung sollten Lehrer aber auch nicht das Sightseeing vergessen. Weitere Infos dazu gibt es hier.

Fotos: Niccolò Caranti/ Wikimedia, Dungeon Deutschland


 

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Jana Krusch

Ihre Reiseexpertin für Ski-Klassenfahrten sowie Sport- & Erlebnisreisen.

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