Sport ist Mord oder „Ich bin einfach zu alt dafür!“ – #klassenfahrtdiary 2015 – Interview mit Reiseblogger Christoph

Sport ist Mord oder „Ich bin einfach zu alt dafür!“ – #klassenfahrtdiary 2015 – Interview mit Reiseblogger Christoph

Reiseblogger Christoph war mit dem #klassenfahrtdiary 4 Wochen an 4 verschiedenen Orten unterwegs. Im Gepäck hat er nicht nur tolle Souvenirs, sondern auch jede Menge tolle Erinnerungen. Im Interview mit Monique plaudert er aus dem Nähkästchen und berichtet von seinen Eindrücken.

Monique:  Was macht für dich ganz allgemein den Reiz am Reisen aus?

Christoph: Für mich ist das tatsächliche Unterwegssein ein ganz elementarer Teil des Reisens – zu spüren, dass ich mich bewege und hinter jeder Ecke ein besonderer Augenblick warten könnte. Auch dieses Jahr beim #klassenfahrtdiary gab es solche Momente, zum Beispiel als ich mit der 12. Klasse aus Marbach im Bus den Vesuv hochgefahren bin und sich unter uns plötzlich ein Wahnsinnsblick auf Neapel und die Mittelmeerküste auftat – das war der Hammer, und diesen Wow-Moment habe ich auch bei den Schülern gespürt. Unbezahlbar!

Selfie am Krater des Versuv - #klassenfahrtdiary Kampanien

Schlundselfie – Aber klar doch!

Monique: Schön, dass du direkt auf das #klassenfahrtdiary zu sprechen kommst. Du bist jetzt wieder zurück von deinem 4-wöchigen Trip durch halb Europa – welchen Gesamteindruck hast du von diesem Abenteuer?

Christoph: …dass wir auf dem perfekten Kontinent für Klassenfahrten leben. Europa ist toll! Wir setzen uns in einen Reisebus oder ins Flugzeug und landen in wenigen Stunden in einer völlig anderen Welt. Die Schüler in Dublin haben die Tradition des Irish Dance kennengelernt, die Gruppe in Kampanien konnte ihren Sommer noch um eine Woche verlängern – und auch Sachsen und Bayern sind für den einen oder anderen von uns ja durchaus fremde Kulturkreise. 🙂

Monique: Vier außergewöhnliche Klassenfahrten am Stück – ganz ehrlich: Wärst du gern nochmal Schüler?

Christoph: Ich dachte zwischendurch immer wieder: Warum kann Klassenfahrt nicht jedes Jahr sein? Man merkt, wie gut den Schülern so ein Rauskommen tut. Klar, hier und da kommt es vor, dass Referate gehalten werden müssen oder einzelne Schüler über einen kulturellen Programmpunkt stöhnen. Aber insgesamt ist die Stimmung entspannt und man merkt, wie alle auf so einer Tour noch ein Stück näher zusammenwachsen – auch mit den Lehrern übrigens!

Monique: Wie haben die Schüler auf dich gewirkt. Waren die Klassen vielleicht ruhiger oder gar wilder als letztes Jahr?

Christoph: Es war einfach schön zu sehen, wie die Schüler ihr Jungsein genießen, keinen Gedanken an morgen verschwenden, sondern sich mitten in der Nacht noch mit dem süßen Typen aus der Nachbarklasse treffen oder einfach die angesagte Bettruhe ignorieren, um noch ein bisschen mit den Freunden abzuhängen. Und weißt du was? Ich kann sie alle so gut verstehen, ich würd’s genauso machen.

Conny und Maurice genießen die Pause in Dresden - #klassenfahrtdiary

Was es wohl mit Mark Forster auf sich hat?

Monique: Vom KZ-Besuch bis zum Surfkurs habt ihr viel erlebt. Welche Momente haben dich besonders bewegt?

Christoph: Bewegend war tatsächlich der Besuch in Dachau. Das sind die Momente, in denen eine Gruppe ganz still wird, weil sie genau weiß, an was für einem Ort sie gerade ist. Das schönste Panorama hatten wir ohne Zweifel am „Guinness Lake“ in den irischen Wicklow Mountains – und ziemlich beeindruckend war auch das Nachtschnorcheln in Kampanien. Das Meer war tiefschwarz, unter Wasser haben wir Leuchtplankton und fluoreszierende Wesen gesehen. Unglaublich faszinierend und eine tolle Erfahrung!

Monique: Apropos Kampanien: War das die wahrscheinlich sportlichste Klassenfahrt der Welt?

Christoph : Haha, ja – absolut! Ich habe hier im Blog ja schon einen Beschwerdebrief verfasst, dass ich in meinem Alter für so ein strammes Sportprogramm – Schnorcheln, Windsurfen, Katamaran segeln, Nachtschnorcheln, Volleyball spielen, Fußball spielen, Kajak fahren – nicht mehr in der körperlichen Verfassung bin. Ich bitte euch, beim nächsten #klassenfahrtdiary ein wenig mehr Rücksicht auf mich zu nehmen! 🙂

Monique: Naja, das überlegen wir uns noch. 😉 Gab es neben der körperlichen Ertüchtigung denn auch ordentlich was zu lachen? Was ist die lustigste Geschichte, an die du dich erinnerst?

Christoph: Der größte Running-Gag war ohne Frage die selbstkreierte Kunstfigur „Edward“ auf dem Vesuv. Das dazugehörige Facebook-Video hat inzwischen fast 9.000 Aufrufe. Wir haben uns diese 45 Sekunden immer wieder angeschaut und uns jedes Mal weggeschmissen vor Lachen. Vielleicht muss man dabei gewesen sein, um es so richtig lustig zu finden, aber ich glaube, dass „Edward“ eine große YouTube-Karriere vor sich hat.

Kamera Action in Müncehn - #klassenfahrtdiary

Ganz klar: Ohne meine Kamera sage ich nichts!

Monique: Ja, wir haben hier auch sehr gelacht. Da müssen sich unsere professionellen YouTube-Paten definitiv warm anziehen: Edward is coming! 😉  An welchem der Orte hättest du denn gerne noch mehr Zeit verbracht?

Christoph: Ich stelle gerade fest, dass ich in diesem Gespräch schon viel über Dublin und Kampanien gesprochen habe. Klar, Ziele im Ausland sind immer was Besonderes, nicht nur für die Schüler, auch für mich. Deshalb entscheide ich mich jetzt ganz bewusst für Dresden und München, weil das auch wirklich tolle Tage waren. In Dresden sind wir mit Schlauchbooten über die Elbe gepaddelt, das war wunderbar –und in München hätte ich die Gruppe gerne noch in den Olympiapark und in die Bavaria-Filmstudios begleitet. Das habe ich aber zeitlich leider nicht mehr geschafft.

Monique: Da hast du Recht, die Nahziele werden häufig unterschätzt, dabei liegt das Gute oft so nah.
Hast du vielleicht schon Reisewünsche für das nächste #klassenfahrtdiary?

Christoph: Wenn ich mir Reiseziele fürs nächste Jahr wünschen dürfte, würde ich die Côte d’Azur und eine musikalische Reise nach Liverpool wählen. Oh, ich sehe gerade, dass ihr auch Istanbul im Programm habt. Das wär natürlich der Hammer – eine Klassenfahrt auf einen anderen Kontinent! Aber das Ziel ist eigentlich zweitrangig. Ich habe in diesem Jahr erneut festgestellt, wie toll es ist, mit jungen Menschen zusammen zu sein. 16 bis 18 ist ein wunderbares Alter. Man darf noch unbedarft, sorgenfrei und albern sein – das ist unglaublich erfrischend!

Monique: Naja, du liegst doch mit deinem Alter nur knapp drüber. 😉 Mal schauen, ob wir den ein oder anderen deiner Wünsche erfüllen können. Vielen Dank für das tolle Interview! Möchtest du zum Abschluss noch eine Klasse oder eine besondere Person grüßen?

Die Jungs nach der Irish Dancing Lession in Dublin - #klassenfahrtdiary Dublin

Daumen hoch für die Klassenfahrt nach Dublin!

Christoph: Na, alle natürlich! Danke, dass ich bei euren Klassenfahrten Mäuschen spielen durfte – das hat sehr viel Spaß gemacht!

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Monique Schmieder

Ihre Reiseexpertin für Tschechien.

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