Durch Grachten & Hinterhausverstecke in Amsterdam

Durch Grachten & Hinterhausverstecke in Amsterdam

8.-9. September 2014

Herole-Amsterdam-1
Am Montag ging es für mich früh morgens in die zweite Runde des #klassenfahrtdiary: Um kurz nach 8 in Shiphol gelandet, machte ich mich nach einer kurzen Inspizierung des Stayokay Hostels am Vondelpark im Südosten des Stadtzentrums erst einmal allein auf den Weg in die Stadt, denn die drei 12. Klassen der Gesamtschule Schwelm sollte erst gegen Nachmittag mit dem Herolé Bus einschippern.

Ich lief schon einmal zu Fuß die Kanäle rauf und runter, trank einen Kaffee am Noordermarkt Flohmarkt und aß eine Appeltart, bevor ich gegen 15 Uhr mit offenen Armen von Schülern und Lehrern empfangen wurde.Herole-Amsterdam-2 Los ging es zur Grachtenfahrt und auf dem Weg dorthin prasselten auch schon die ersten Fragen auf mich ein: „Was macht man denn so als Reiseblogger?“, „Was ist das für ein Gebäude?“ und „Hast du auch Youtube?“ waren nur drei davon.

Viele der über 50 Schüler waren schon einmal in Amsterdam gewesen und kannten sich schon ein bisschen aus, dennoch war die Bootsfahrt bei strahlendem Sonnenschein ein schöner Start um sich einen Überblick über die Stadt zu verschaffen. Die Schüler bewunderten die vielen schönen Hausboote und pittoresken Grachtenbauten und schossen unzählige Selfies. Zum Abendessen ging es zurück in die Jugendherberge und bei von allen hoch gelobter Tomatensuppe und Gulasch wurden erste Resümees geschlossen. Anschließend verschwanden die Schüler schnell auf ihre Zimmer und in Grüppchen ins Amsterdamer Nachtleben, dass sie zumindest bis zur auferlegten Nachtruhe um 22 Uhr ein bisschen ungestört auskosten wollten.

So sahen wir uns erst am nächsten Morgen vor dem Anne Frank Haus. In zwei aufgeteilten Gruppen gingen wir durch die Räume, die die berühmte Tagebuchautorin mit 7 weiteren Familienmitgliedern und Freunden zwei Jahre lang als Versteck vor den Nazis galten. Auszüge aus dem Tagebuch an den Wänden, originalgetreue Modelle, Interviews mit Zeitzeugen und ausgestellte Schriftstücke veranschaulichten das Leben hinter der Bücherregal Geheimtür. Herole-Amsterdam-4

Am Ende ist das Feedback der Schüler ähnlich zu meinem eigenen Eindruck: Viel zu voll. „Man konnte die Räume gar nicht richtig sehen, weil zu viele Leute drin standen“. Außerdem stahl ein ganz anderes Spektakel dem Museum die Show: Ein Trompeter auf einem der vielen Schiffe in der Prinzengracht hatte sich zusammen mit dem Glöckner der benachbarten Westerkerk ein musikalisches Battle geliefert. Als ich mit der zweiten Gruppe aus dem Museum trat, bekam ich leider nur noch den Applaus der Menschen in der Schlange vor dem Museum mit. An dieser Stelle hieß es für mich schon wieder Abschied nehmen. Während es für mich in Windeseile weiter zum Flughafen ging, brachen die Schüler zu einer von Herolé organisierten Stadtrallye auf.

Tot ziens, Amsterdam!

Nina Hüpen-Bestendonk

Reisebloggerin & Grafikdesignerin

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