„Kennst du Mark Forster?“ – #klassenfahrtdiary Dresden

„Kennst du Mark Forster?“ – #klassenfahrtdiary Dresden

Dresden, 14. bis 18. September 2015

Es ist schon dunkel, als auf der anderen Seite der Fensterscheibe die ersten Ausläufer des Dresdner Stadtgebiets zu erkennen sind. Die tollen Momente in München mit der 10. Klasse aus Dortmund habe ich in den vergangenen sechs Bahnstunden in mehreren Videoclips und einem Blogpost verarbeitet. Jetzt fährt der Zug im Hauptbahnhof ein, ich klappe den Laptop zu und schließe damit das erste Kapitel des #klassenfahrtdiary 2015. Zeit für ein neues Abenteuer!

Am nächsten Morgen treffe ich die 10. Klasse der IGS Mühlenberg aus Hannover in der Lobby unseres Hostels. Eines der Mädels singt „Au Revoir“ von Mark Forster, ein paar andere fangen an zu kichern. Dabei denke ich mir zunächst nichts weiter – ist halt ein üblicher Ohrwurm, wenn man sich die Charts der letzten Monate anschaut.

Start mit Gruppenbild in Dresden - #klassenfahrtdiary

Ein Gruppenfoto am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen!

Die Stimmung ist gut: Heute steht ein etwas anderer Programmpunkt auf dem Plan. Dafür setzen wir uns am Hauptbahnhof in die S-Bahn nach Pirna.

Direkt am Elbufer warten drei große Schlauchboote auf uns, wir werden damit in den nächsten Stunden flussabwärts zurück nach Dresden paddeln. Die Strömung ist recht ordentlich, das dürfte eine entspannte Angelegenheit werden. Conny und ein paar andere Mädels stimmen erneut an: „Es gibt nichts, was mich hält – au revoir…“ Ich schaue zu ihnen rüber, dann fangen sie wieder an zu lachen. Seltsam, denke ich. Was hat es denn mit diesem Lied auf sich?

Bei der Wahl meines Bootes habe ich Glück: Nathalie, Adrian, Vivien, Marvin, Jorel, Kim und Herr Bargheer sind ein spitzenmäßiges Team. Sie singen zusammen Seemannslieder und feuern sich gegenseitig an, um die Spitzenposition zu erlangen – was ihnen auch prompt gelingt. Anschließend schippern wir entspannt über die Elbe bis zum pompösen Schloss Pillnitz, wo wir eine Grillpause mit Würstchen und Ketchup einlegen.

Ich setze mich zu Conny und Moris, die gerade mit dem Essen fertig sind. „Was wir dich noch fragen wollten“, setzt Conny an. „Kennst du Mark Forster?“

„Ja, klar“, sage ich und grinse. „Ihr singt ja die ganze Zeit seine Lieder. Warum eigentlich?“„Och, nur so“, sagt Moris und guckt dabei verschmitzt.

Conny und Maurice genießen die Pause in Dresden - #klassenfahrtdiary

Was es wohl mit Mark Forster auf sich hat?

Für die zweite Etappe mischen wir die Bootbesatzungen neu, mein Team war einfach zu stark, eines der anderen Boote hingegen fiel zu Beginn sehr weit zurück. Und wir wollen doch lieber alle nebeneinander paddeln, um das große Finale gemeinsam zu erleben – denn die schönste Strecke steht uns erst noch bevor. Am Ostufer der Elbe erspähen wir ein paar beeindruckende Elbschlösser aus vergangenen Jahrhunderten, dazwischen befinden sich kleine Weinberge.

Wir fahren unter dem Blauen Wunder hindurch und nähern uns langsam aber sicher unserem Ziel: der Altstadt von Dresden. Noch eine letzte Kurve, dann schiebt sich die imposante Skyline mit Frauen- und Hofkirche vor unsere Linsen, wir sind am Ziel angekommen. Etwas geschafft aber zufrieden ziehen wir die Schlauchboote aus dem Fluss und legen sie am Elbstrand trocken. „Ich hätte nicht gedacht, dass das so viel Spaß bringt“, stellen Adrian und Marvin fest, und die anderen stimmen zu. Trotzdem: Für den Rest des Tages steht nur noch Chillen auf dem Programm, das haben sich die Zehntklässler auch redlich verdient.

Der Blick auf das Elbufer in Dresden - #klassenfahrtdiary

Herrliche Aussichten bei der Bootstour.

Auf dem Weg zurück ins Hostel will ich es endlich wissen. „Was hat es denn nun eigentlich mit Mark Forster auf sich?“ frage ich die Mädels. Sie fangen erneut an zu kichern. „Also, als wir dich heute morgen zum ersten Mal gesehen haben“, fängt Conny an zu erzählen, „dachten wir, du wärst Mark Forster. Du siehst ihm voll ähnlich… Ist das dein Bruder oder so?“ Jetzt muss auch ich lachen – und habe für den Rest des Tages einen Ohrwurm.

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Christoph Karrasch

Reiseblogger und Abenteurer.

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