Welche Geschenke dürfen Lehrer annehmen?

Lehrer unterrichten ihre Klasse nicht nur, sie begleiten sie – oft über mehrere Jahre – auf ihrem Weg des Erwachsenwerdens. Schüler und Lehrer erleben Unterricht, Wandertage und Klassenfahrten zusammen und bestreiten gemeinsam schöne sowie stressige Zeiten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass ein großes Gemeinschaftsgefühl entsteht und die Schüler sich, insbesondere zu Schuljahresende, mit einem Geschenk bei ihren Lehrern bedanken wollen. Doch darf der Lehrer dieses überhaupt annehmen?
Lehrer unterrichten ihre Klasse nicht nur, sie begleiten sie – oft über mehrere Jahre – auf ihrem Weg des Erwachsenwerdens. Schüler und Lehrer erleben Unterricht, Wandertage und Klassenfahrten zusammen und bestreiten gemeinsam schöne sowie stressige Zeiten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass ein großes Gemeinschaftsgefühl entsteht und die Schüler sich, insbesondere zu Schuljahresende, mit einem Geschenk bei ihren Lehrern bedanken wollen. Doch darf der Lehrer dieses überhaupt annehmen?
Welche Geschenke dürfen Lehrer annehmen?
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Welche Geschenke dürfen Lehrer bedenkenlos annehmen?

Lehrer sind Beamte im öffentlichen Dienst. Was sie an Geschenken annehmen dürfen, ist streng geregelt und was als nette Geste gemeint ist, kann ein böses Ende nehmen. Das Annehmen von Geschenken bringt Lehrpersonal leicht in den Verdacht der Vorteilsnahme im Amt. So musste eine Lehrerin eines Abiturkurses aus Berlin beispielsweise 4000 Euro Strafe zahlen, da dieser ihr als Dankeschön ein Geschenk im Wert von 200 Euro machte, das sie annahm. Der Vater einer der Schüler zeigte die Lehrerin daraufhin an. Doch wenn es Lehrerinnen und Lehrern nicht erlaubt ist, Geschenke mit einem materiellen Wert anzunehmen, was kann die Klasse ihnen dann schenken?

Diese Geschenke dürfen Lehrer und Lehrerinnen annehmen:

  • Selbstgebasteltes hat nicht nur einen emotionalen Wert, sondern kann ohne Weiteres vom Lehrpersonal angenommen werden. Aber Vorsicht: Auch hier dürfen die Materialkosten nicht zu hoch sein!
  • Spenden-Geschenke sind ebenfalls in Ordnung.
  • Geschenke mit vorwiegend ideellem, persönlichem Wert wie beispielsweise Fotoalben der Klassenfahrt oder Dankeskarten dürfen von Lehrern entgegengenommen werden.
  • Dankesgeschenke wie Blumensträuße sind ebenfalls erlaubt, wenn sie einen Wert von maximal 10 Euro nicht überschreiten. Achtung: Dieser Wert unterscheidet sich je nach Bundesland, sodass Lehrer sich hier vorab informieren sollten, um auf der sicheren Seite zu sein.
Gerade auf Klassenfahrten steigt nicht nur das Gemeinschaftsgefühl unter den Schülern – auch das zwischen Lehrer und Klasse.

Wann muss der Lehrer Geschenke melden?

Die Einzelheiten zur Annahme von Geschenken unterscheiden sich je nach Bundesland. In Nordrhein-Westfalen sind Geschenke von einzelnen Schülern oder Eltern beispielsweise gar nicht erlaubt, wohingegen Gruppengeschenke von geringem Wert angenommen werden dürfen. In Bayern dürfen die Geschenke einen Wert von 5 Euro nicht überschreiten. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte der Lehrer sich also über die Regelung in seinem Bundesland informieren.

Allgemein gilt jedoch, dass Lehrer und Lehrerinnen – so wie andere Beamte im öffentlichen Dienst – keine Geschenke von materiellem Wert annehmen dürfen. Andernfalls gilt der Verdacht der Vorteilsnahme. Das gilt insbesondere, falls die Geschenke vor Prüfungen oder Versetzungsgesprächen gemacht werden. Übersteigt das Geschenk also den Wert den Gegenwert von 10 Euro oder hat der Lehrer das Gefühl, dass Schüler oder Eltern mit dem Schenken eine Absicht verfolgen, sollte der Lehrer oder die Lehrerin das Geschenk besser melden.

Unsere Tipps:

  • Lehrer sollten sich am besten frühzeitig informieren, welche Geschenke sie annehmen dürfen.
  • Danach sollten sie die Klasse oder auch die Eltern informieren, welche Geschenke sie unter welchen Umständen annehmen dürfen und darüber aufklären, wieso sie größere Geschenke nicht annehmen können. Viele Eltern wissen nichts um das Problem der Vorteilsnahme im Amt. So schaffen sie frühzeitig bei den Eltern Verständnis.
  • Da die Eltern der Schülerinnen und Schüler häufig in das Schenken involviert sind, können Lehrer ihnen konkrete Angaben an die Hand geben. So können die Eltern ihren Kindern  beratend zur Seite stehen und der Lehrer läuft keine Gefahr, den Schülern vor den Kopf zu stoßen, weil er ein Abschiedsgeschenk nicht annehmen kann.

Über HEROLÉ

HEROLÉ mit Sitz in Dresden wurde 2002 gegründet und ist heute einer der drei größten Veranstalter von und Spezialist für Klassenfahrten in Deutschland. Dafür sprechen auch über 140.000 Teilnehmer, die jedes Jahr mit HEROLÉ auf Klassenfahrt gegangen sind. Mit der unternehmenseigenen Flotte von 18 modernen Reisebussen werden über 140 weltweite Reiseziele angesteuert.

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