Tipps für erfolgreiche Schulausflüge

Schulausflüge gehören zu den Höhepunkten im Schuljahr für Jugendliche – endlich einmal raus aus dem tristen Alltag! Für Lehrer bedeutet die Organisation des gemeinsamen Ausflugs oft aber Stress. Wir geben Tipps für die Vorbereitung von Wandertagen und Exkursionen!
Schulausflüge gehören zu den Höhepunkten im Schuljahr für Jugendliche – endlich einmal raus aus dem tristen Alltag! Für Lehrer bedeutet die Organisation des gemeinsamen Ausflugs oft aber Stress. Wir geben Tipps für die Vorbereitung von Wandertagen und Exkursionen!
Musikalische Pause auf Wanderfahrt: Schüler singen auf einer Wiese
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Rechtliche Grundlagen

Bevor die Planung des Ausflugs beginnt, müssen sich Lehrer erst einmal mit einem unbeliebten Thema auseinandersetzen: Den rechtlichen Rahmenbedingungen! Im Bildungsföderalismus legt nämlich jedes Bundesland in seinen Erlässen bzw. im Schulgesetz die Regeln für Unterrichtsveranstaltungen außerhalb der Schule fest. In dieser Übersicht haben wir die jeweils geltenden Gesetzestexte der Länder zusammengefasst:

Das Ziel auswählen

Im Alltag werden Ausflüge mit der Schule oft verallgemeinernd Wandertag genannt. Im Informationsblatt Mit der Schulklasse sicher unterwegs unterscheidet die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung allerdings zwischen zwei Arten von Schulausflügen: Wandertage, bei denen das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund steht, und Unterrichtsgängen, bei denen sich die Klasse Unterrichtsinhalte vor Ort ansieht. Der Grund des Schulausflugs ist daher entscheidend für die spätere Planung. Steht bei einem Ausflug der Unterrichtsinhalt im Fokus, ist das Ziel meist schon von Anfang an klar. Lohnenswert sind zum Beispiel Besuche im Theater, im Museum oder anderen Bildungsstätten. Naturwissenschaftliche Kurse können auch in die Natur erkunden, um zum Beispiel Bodenproben für den Unterricht einzuholen.

Wenn stattdessen das Gemeinschaftserlebnis der Schüler im Vordergrund steht, sollten die Jugendlichen in die Planung mit einbezogen werden. Damit das Brainstorming nicht im Chaos endet, sollten die Pädagogen allerdings von Anfang an Richtlinien setzen: Ausflüge in einen Freizeitpark werden wohl kaum von der Schulleitung genehmigt. Außerdem sollte klar sein, dass die Schüler unterwegs zwar in kleinen Gruppen losziehen dürfen, aus pädagogischen Gründen aber auch Zeit mit der gesamten Gruppe eingeplant wird.

Bei vielen Jugendlichen sind Ausflüge mit sportlichen Aktivitäten beliebt: Beim gemeinsamen Klettern, Kanu- oder Skifahren lernen sich die Schüler besser kennen und können ihre eigenen Fähigkeiten austesten. Lohnenswerte Ausflugsziele in der Region haben viele Bundesländer auf ihrer Internetseite zusammengefasst.

Lesetipp

Wie können Ausflüge mit Sportprogramm geplant werden, ohne Schüler mit Handicap auszuschließen? Wir geben Ihnen Tipps!

Neben sportlichen Ausflügen ist auch der klassische Wandertag ein gutes Erlebnis für den Zusammenhalt der Klasse. In der Natur wandern zu gehen klingt zwar besonders für Schüler in der Mittel- und Oberstufe erst einmal langweilig, kann in Kombination mit einem Programm aber dennoch Spaß machen. Am besten erkundigt sich der Lehrer über Wanderwege in der Region und findet heraus, ob diese auch für große Gruppen geeignet sind. Idealerweise sollten sich auch Rastplätz auf dem Weg befinden, damit es sich die Schüler während der Pausen gemütlich machen können. Alternativen sind Radtouren zum Beispiel zu örtlichen Seen oder Nachtwanderungen, die vor allem bei jüngeren Schülern gut ankommen.

Vorbereitung

Wenn das Ausflugsziel bestimmt ist, beginnt die konkrete Planung. Die Lehrer sollten möglichst früh einen Termin festlegen, damit die Exkursion nicht mit anderen wichtigen Terminen wie zum Beispiel Klassenarbeiten kollidiert. Entsprechend den Erlassen des jeweiligen Bundeslandes reicht in den meisten Fällen eine Genehmigung durch die Schulleitung aus; in besonderen Fällen wie zum Beispiel Großveranstaltungen können weitere Genehmigungen nötig sein. Wichtig für die Planung ist auch der Kostenrahmen. Oft hat die Schulkonferenz eine Kostenobergrenze festgelegt, an die sich Lehrer halten müssen.

Ist der Weg zum Ausflugsziel nicht weit, kann die Klasse meist den Öffentlichen Nahverkehr nutzen. Dazu sollte sich der Lehrer im Vorfeld beim Verkehrsunternehmen erkundigen und sicherstellen, dass genügend Plätze in Bus oder Bahn verhanden sind. Bei längeren Fahrten lohnt es sich meist, Angebote von Busunternehmen einzuholen.

Wenn der genaue Zeitplan für den Ausflug fertig ist, sollten die Eltern informiert werden. Am besten bereiten die Lehrer ein Informationsblatt vor, auf dem das Ziel des Ausflugs und das Programm festgehalten werden. Falls die Schüler besondere Kleidung wie zum Beispiel Wanderschuhe benötigen, sollten die Eltern darauf ebenfalls hingewiesen werden. Außerdem sollten die Lehrer eine Genehmigung der Eltern einholen, damit die Schüler unterwegs in Kleingruppen losziehen dürfen.

Bei jüngeren Schülern ist es zudem sinnvoll, eine Telefonliste der Eltern einzurichten. Falls sich die Gruppe verspätet, kann der Lehrer die Eltern entsprechend informieren.

Die Pädagogen sollten rechtzeitig sicherstellen, dass alle Schüler an dem Ausflug teilnehmen können. Falls ein Schüler die Klasse aus irgendwelchen Gründen nicht begleiten kann, muss als Ersatz der Unterricht in einer Parallelklasse sichergestellt werden.

Aufsichtspflicht

Die Aufsichtspflicht ist für viele Lehrer ein unbeliebtes Thema, das bei Ausflügen wegen der gesetzlichen Unfallversicherung aber besonders wichtig ist. Schon bei der Planung sollten Pädagogen berücksichtigen, wie gut sie die Aufsichtspflicht am Zielort wahrnehmen können. Abhängig von Alter und charakterlicher Reife sollten ein oder zwei Erwachsene die Klasse begleiten. Sie sollten die Klasse bereits vor der Abreise über angemessenes Verhalten informieren und unterwegs sicherstellen, dass kein Schüler verloren geht.

Lesetipp

Das Thema „Aufsichtspflicht auf Klassenfahrten“ beleuchten wir in diesem Artikel ausführlich.

Bei einem Ausflug soll natürlich möglichst alles glatt gehen. Lehrer sollten trotzdem für den Ernstfall vorbereitet sein: Besonders bei Wanderungen sollten sie einen vollständig ausgestatteten Erste-Hilfe-Koffer bei sich haben.

Fragen rund um das Thema Erste Hilfe beantworten wir in diesem Artikel.

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Über HEROLÉ

HEROLÉ mit Sitz in Dresden wurde 2002 gegründet und ist heute einer der drei größten Veranstalter von und Spezialist für Klassenfahrten in Deutschland. Dafür sprechen auch über 140.000 Teilnehmer, die jedes Jahr mit HEROLÉ auf Klassenfahrt gegangen sind. Mit der unternehmenseigenen Flotte von 18 modernen Reisebussen werden über 140 weltweite Reiseziele angesteuert.

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