
Transparenz bei HEROLÉ
Wirkungsbericht 2026
Mit dem Wirkungsbericht 2026 beantworten wir zum ersten Mal eine Frage, die unsere bisherigen Berichte nicht gestellt haben: Was bleibt von einer Klassenfahrt, wenn der Bus wieder zu Hause ankommt?
Der Bericht beschreibt, was junge Menschen auf unseren Klassenfahrten lernen, was davon im Unterricht weitergeht und woran sich das heute schon erkennen lässt. Und er sagt ebenso deutlich, was wir noch nicht wissen.
Warum aus dem Sachbericht ein Wirkungsbericht wird
Bisher haben wir vor allem eine Frage beantwortet: Wie viel CO₂ verursacht unser Unternehmen? Die Antwort darauf bleibt wichtig. Über das, was auf einer Klassenfahrt passiert, sagt sie allerdings wenig aus.
Genau dort setzt unsere eigentliche Arbeit an. Auf einer Klassenfahrt verlassen Schüler:innen den Klassenraum, organisieren sich als Gruppe, treffen Menschen, die anders leben als sie, und merken an vielen kleinen Stellen, dass sie selbst etwas bewegen können. Solche Erfahrungen lassen sich nicht in eine CO₂-Bilanz pressen. Beschreiben lassen sie sich trotzdem.
Der Wirkungsbericht 2026 tut genau das. Er zeigt, welche Impulse unsere Bildungsprogramme und die Angebote für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) anstoßen sollen, was wir bisher beobachten und wo unsere Zahlen an Grenzen stoßen.
Hier geht es zu unseren früheren Sachberichten: 2020/2021 · 2022 · 2023.
Was der Wirkungsbericht zeigt
Wirkung lässt sich selten in einer einzelnen Kennzahl abbilden, aber sie wird greifbar, wenn man ins Detail geht. Der Bericht blickt auf das Jahr 2025 zurück und macht an drei Beispielen deutlich, was sich bewegt hat: wie viele Schüler:innen erreicht wurden, welche Themen besonders gefragt waren und was unser gemeinsamer Beitrag konkret bewirkt.
Lernorte, die den Unterricht ergänzen
2025 haben rund 6.950 Schüler:innen an einem BNE-Programm teilgenommen, 26 Prozent mehr als im Jahr davor. Der Bildungsanteil einer Fahrt lässt sich dabei konkret benennen: Workshop, Führung oder Projekttag, entwickelt mit außerschulischen Lernorten und Fachleuten vor Ort.

Themen, die mehr Zeit brauchen, als der Stundenplan hergibt
Am stärksten nachgefragt waren Formate zu Demokratieförderung, BNE-Stadtführungen und Umweltprojekten. Ein Workshop zu demokratischem Zusammenleben in Berlin arbeitet beispielsweise mit konkreten Situationen zu Diskriminierung und Ausgrenzung, knüpft an die Lebenswelt der Schüler:innen an und hält Widerspruch aus. Externe Partner bringen dabei Fachwissen und eine andere Rolle mit als die eigene Lehrkraft, was diese wiederum spürbar entlastet.

Ein Euro, der weiterarbeitet
Aus jeder gebuchten Klassenfahrt fließt automatisch 1 Euro pro Teilnehmer:in in die Bildungsprojekte von uzinzo. Die Bildungsinitiative wurde von HEROLÉ ins Leben gerufen. 2025 kamen so 80.000 Euro zusammen. Daraus entstand unter anderem ein Schulgebäude in Qhogi Village in Südafrika, in dem seit Anfang 2026 42 Kinder unterrichtet werden.

Was wir nicht behaupten
Reichweite ist noch kein Wirkungsnachweis. Dass mehr Klassen ein BNE-Programm buchen, zeigt zunächst nur, dass die Angebote genutzt werden. Ob ein Impuls im Unterricht nachhaltig weiterwirkt, hängt von der Nachbereitung, der Dynamik der Gruppe und der Lehrkraft ab. Das können wir heute noch nicht sauber messen und genau so steht es im Bericht. Ab 2026 bauen wir unsere Datengrundlage gezielt aus, um künftig noch fundiertere Aussagen treffen zu können.
Sie haben Fragen, Feedback oder Anregungen zu unserem Wirkungsbericht? Schreiben Sie unserem Nachhaltigkeitsteam unter nachhaltigkeit@herole.de
