Nachhilfe: So besiegen Schüler ihren Lernfrust

Nachhilfe: So besiegen Schüler ihren Lernfrust

Manchmal haben Schüler damit zu kämpfen, den Anschluss an ihre Klassenkameraden nicht zu verpassen. Unter Leistungsdruck geraten sie z.B. dann, wenn sie kurz davor sind, ihren Schulabschluss zu machen oder wenn sich der Lernaufwand beim Übertritt von der Grundschule auf das Gymnasium plötzlich drastisch erhöht. Temporäre Lernprobleme können grundsätzlich jedoch in jedem Alter und in jeder Schulform auftreten und sind kein Grund zur Panik. Aus dem Lernfrust finden einige Schüler von selbst wieder heraus, indem sie ihr Lernen neu organisieren.

Tipp
Im Blog geben wir Schülern 20 effektive Lerntipps, die dabei helfen, die schulischen Leistungen wieder zu verbessern.

Andere Schüler lernen besser, wenn sie die Möglichkeit haben, einer anderen Person außerhalb des stressigen Schulalltags Fragen zu stellen. Für sie ist oft Nachhilfe die richtige Lösung. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, Nachhilfestunden zu organisieren. Als Hilfestellung stellen wir die häufigsten Formen des Nachhilfeunterrichts vor und geben einen ungefähren Kostenüberblick zu jeder Variante (Schätzung ohne Gewähr).

Privater Einzelunterricht

Nachhilfe

Beim Unterricht zuhause können Schüler all die Fragen stellen, die sie in der Schule nicht loswerden konnten.

Lernen mit einem privaten Lehrer ist die üblichste Form der Nachhilfe. „Private Nachhilfe“ bedeutet in der Regel Einzelunterricht beim Schüler zuhause. Der Schüler erfährt so also eine individuelle und intensive Betreuung in seiner vertrauten Umgebung.

Oft sind die Nachhilfelehrer keine ausgebildeten Pädagogen, haben jedoch nachweislich Kenntnisse im entsprechenden Fachgebiet (sind z.B. studierte Mathematiker o.ä.). Wenn sich in der Familie oder im Freundeskreis kein solcher Nachhilfelehrer findet, geht der Weg oft über Annoncen in Lokalzeitungen oder am schwarzen Brett. Hier bieten z.B. Studenten ihre Dienste an, die noch in Ausbildung, aber im entsprechenden Fachbereit bereits qualifiziert sind. Andersherum inserieren viele Familien auch selbst ein Gesuch und werden so fündig.

Die Vergütung wird in der Regel individuell verhandelt und richtet sich u.a. nach den Qualifikationen des Nachhilfelehrers. Da es sich bei der privaten Nachhilfe jedoch um Einzelunterricht handelt, der vorbereitet werden muss, ist eine Bezahlung von bis zu 15 Euro pro Stunde nicht unüblich. Wenn der Nachhilfelehrer einen komplizierten Anfahrtsweg hat, wird manchmal zusätzlich eine Fahrtkostenerstattung ausgehandelt.

Hinweis
Manche Schüler geben auch selbst Nachhilfe, um sich etwas zum Taschengeld hinzu zu verdienen. Mehr Informationen zum Thema „Schülerjobs“ sind hier zu finden.

Einzelunterricht mit Fachpersonal

Auch offizielle Nachhilfeagenturen oder – institutionen bieten Einzelunterricht an. Der Vorteil für Schüler und Eltern ist hier, dass sie sich in der Regel darauf verlassen können, dass das Personal pädagogisch geschult und erfahren ist. Dieses kann die individuellen Lernbedürfnisse des Schülers oft sehr gut einschätzen und anhand dessen einen strukturierten Lernplan erarbeiten.

Auf der anderen Seite fallen für professionellen Einzelunterricht jedoch auch mehr Kosten an. Die Preise unterscheiden sich je nach Ort und Konditionen, können aber bis zu 35 Euro pro Stunde betragen. Manchmal fallen zusätzlich einmalige Anmeldepauschalen in der Institution an.

Anbieter für professionelle Nachhilfe gibt es in allen größeren Städten in ganz Deutschland, bekannt sind z.B. die Schülerhilfe oder der Studienkreis.

Gruppenunterricht über eine Agentur

Nachhilfe

Nachhilfe in Gruppen kann für Schüler durchaus motivierend sein – schließlich sind sie in ihrem Lernfrust nicht alleine!

Wem das zu teuer ist, wer gleichzeitig aber auf die pädagogische Erfahrung des Nachhilfepersonals nicht verzichten will, für den ist Gruppenunterricht bei professionellen Nachhilfeagenturen eine echte Alternative. Unterrichtet wird hier meist in Kleingruppen von drei bis fünf Schülern, die einen ähnlichen Leistungsstand aufweisen. Neben der Hausaufgabenbetreuung führt das Personal hier Übungen mit den Schülern durch, die dem Lehrplan folgen.

Die Kosten für professionelle Nachhilfe in Kleingruppen liegt je nach Leistung bei etwa 10 Euro pro Stunde. Dies ist somit eine der günstigsten Nachhilfevarianten.

Onlinekurse für Zuhause

Eine ganz neue Variante, sich verpassten Lernstoff außerhalb der Schule anzueignen, sind Onlinekurse, die von vielen professionellen Nachhilfeunternehmen (z.B. Studienkreis) angeboten werden. Digital aufbereitete Übungen und Online-Lernbibliotheken ermöglichen es dem Schüler, einen frischen und individuellen Zugang zum Thema zu finden. Dabei wird der Schüler zusätzlich zu flexiblen Terminen regelmäßig über Webcam und Mikrofon vom Nachhilfepersonal begleitet.

Tipp
In unserer Serie „Digitale Medien in der Schule“ umreißen wir mehrere Postionen rund um den Einsatz von Technologien im Unterricht und beim Lernen.

Diese Variante ist besonders dann sinnvoll, wenn es keine Nachhilfeschule in der Umgebung gibt oder die Eltern keine Zeit haben, den Schüler zur Nachhilfe zu fahren und abzuholen. Allerdings setzen Onlinekurse auch ein gewisses Maß an Selbstdisziplin voraus und eignen sich meist eher für ältere Schüler mit Computerkenntnissen.

Online-Nachhilfe ist außerdem nicht ganz günstig. Eine Stunde kostet hier je nach Anbieter und Buchungspaket etwa 27 Euro.

Die Wahl der richtigen Nachhilfeform hängt also sehr stark von Budget, Zeit für die Anfahrt und Persönlichkeit des Schülers ab. In manchen Fällen sind auch Kombinationen eine sinnvolle Erwägung, z.B. regelmäßiger Privatunterricht zuhause zusätzlich zu einem flexibleren Onlinekurs.

Bilder: Shutterstuck


 

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Sabine Roitsch

Ihre Reiseexpertin für Berlin

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