Mediterranes Flair – die besten Reiseziele an der Côte d’Azur

Mediterranes Flair – die besten Reiseziele an der Côte d’Azur

Wunderschöne Strände, malerische Küstenstädte und glasklares Wasser – die Côte d’Azur (übersetzt: azurblaue Küste) ist nicht umsonst eine der beliebtesten Urlaubsregionen Europas. Nicht nur im Sommer hat die Region im Südosten Frankreichs einiges zu bieten. Der Küstenstreifen, der etwa von Cassis bei Marseille bis zur italienischen Grenze reicht, besticht durch seine abwechslungsreiche Landschaft: Das gebirgige Hinterland mit den See- und Voralpen verspricht interessante Touren für begeisterte Wanderer, während die zahlreichen Strände zum ausgiebigen Sonnenbaden einladen. Auch für Klassenfahrten ist die Côte d’Azur ideal – wir stellen die schönsten Ausflugsziele vor.

Nizza

Wer in Südfrankreich Urlaub macht, darf diese Stadt nicht verpassen: Nizza ist mit seinen knapp 350.000 Einwohnern ein echter Touristenmagnet! Die kulturelle Hauptstadt der Côte d’Azur verspricht mit durchschnittlich 300 Sonnentagen pro Jahr einen ganzjährig angenehmen Aufenthalt. Hier kommen Kulturbegeisterte auf ihre Kosten, da Museen wie das Musée Chagall oder das Matisse Museum einen interessanten Aufenthalt versprechen. Typisch für die Hafenstadt sind die vielen schmalen Gassen, die besonders in der Altstadt sehenswert sind. Auch die Cathedrale Sainte-Réparate aus dem Jahr 1699 zieht ihre Blicke auf sich und ist einen Besuch wert.

Bei gutem Wetter ist auch ein Spaziergang auf der Flaniermeile Promenade des Anglais empfehlenswert: Hier sorgen Palmen und der Blick auf das strahlend blaue Meer für echte Urlaubsatmosphäre. Wer Zeit hat, sollte sich außerdem zu dem Burgberg „Colline du Château“ aufmachen: Der rund 100 Meter hohe „Berg“ ist nicht nur geschichtlich gesehen interessant, sondern bietet einen einzigartigen Blick über die Dächer Nizzas. Obwohl dort heute nur noch Ruinen zu besichtigen sind, eignet sich die „Colline du Château“ besonders für einen abendlichen Spaziergang, um den Sonnenuntergang zu beobachten.

Mediterranes Flair: Nicht nur bei Nacht ist die Strandpromenade in Nizza sehenswert.

Feinschmecker sollten sich außerdem auf den Weg zur traditionsreichen Confiserie „Florian“ machen, die kostenlose geführte Touren anbietet. Hier lernen Schüler, wie aus den frischen Früchten der Region süße Leckereien hergestellt werden.

Tipp
 Ein besonderes Highlight sind Veranstaltungen wie der berühmte Karneval im Februar, das Nizza Jazz Festival im Juli oder das Hafenfest „Lou Festin dou Pouort“ im September.

Interessant ist außerdem das mittelalterliche Dorf Èze zwischen Nizza und Monaco, das malerisch auf einem steil ins Meer abfallenden Felsen gelegen ist.

Grasse

Spätestens durch den Roman „Das Parfum“ von Patrick Süskid wurde Grasse weltberühmt. Die malerische Stadt mit knapp 51.000 Einwohnern im Hinterland der Côte d’Azur ist zwar längst nicht so touristisch geprägt wie die Nizza oder Marseille, hat mit seiner langen Tradition als Parfüm-Hauptstadt aber vieles zu bieten. Die malerischen Gassen und die mittelalterlich geprägte Altstadt sind einen Rundgang wert, während kleine Boutiquen zum Stöbern einladen. Entsprechend der Tradition der Stadt darf ein Besuch des Internationalen Museums der Parfümerie nicht fehlen, das einen eindrucksvollen Einblick in die Geschichte der Düfte gibt. Auch ein Besuch der traditionsreichen Parfümfabrik Fragonard gehört zum abwechslungsreichen Programm dazu: Die geführten Besichtigungen der Ateliers und Labors werden in allen europäischen Sprachen angeboten und sind kostenlos.

Wenige Kilometer von Grasse entfernt lockt die Grotte St. Cezaire im kleinen Ort Saint-Cézaire-sur-Siagne. Die 1890 entdeckte Tropfsteinhöhle besticht mit ihrem purpurroten Farbton und ist das ganze Jahr über geöffnet.

Tipp
Für Schüler unter 18 Jahren ist ein Besuch des Parfum-Museums kostenlos.

Cannes

Jedes Jahr im Mai wird Cannes zum Hotspot der Côte d’Azur: Die Internationalen Filmfestspiele von Cannes locken die Schönen und Reichen zwölf Tage lang in die Stadt westlich von Nizza. Obwohl das Treffen internationaler Stars für Filmliebhaber spannend sein dürfte, ist in dieser Zeit eine erschwingliche Unterkunft in Cannes nur schwer zu finden. Wer den Trubel lieber meiden möchte, spürt die luxuriöse Atmosphäre des Badeortes auch im Rest des Jahres. Interessant ist ein Rundgang um den Hafen, in dem vor allem im Sommer viele Luxusyachten ankern. Ähnlich wie auch in Nizza ist auch hier die zwei Kilometer lange Flaniermeile am Meer, der Boulevard de la Croisette, empfehlenswert. Die Strandstraße wurde etwa 1850 angelegt und ist heute von Palmen und kleinen Parks gesäumt. Neben vielen Boutiquen ist auch der Palais des Festivals et des Congrès einen Blick wert, in dem neben den Filmfestspielen auch ganzjährig Veranstaltungen stattfinden.

Dem Stadtleben entkommen Urlauber recht schnell vor den Toren Cannes, wo rote Felsenformationen Wanderer anziehen. Nach nur 15-30 Minuten Fahrt mit der Fähre erreichen Urlauber auch die Inselgruppe Îles de Lérins, die gut fünf Kilometer südlich von Cannes liegen. Besonders die beiden größten Inseln, Île Ste. Maguerite und Île Saint-Honrat, sind einen Besuch wert. Berühmt ist auf der Île Ste. Maguerite, die bereits dem Maler Pablo Picasso sehr gefallen hat, das Fort Royal. Sagenumwoben bei dem ehemaligen Staatsgefängnis ist bis heute der im 17. Jahrhundert inhaftierte Mann mit der eisernen Maske, dessen Identität bis heute nicht geklärt ist. Heute beherbergt die Festung das Meeresmuseum, in dem unter archäologische Gegenstände aus dem antiken Rom und der jüngeren Vergangenheit zu sehen sind. Beeindruckend ist auch der Pinien- und Eukalyptuswald, der für die Insel charakteristisch ist.

Etwas kleiner, aber ebenso interessant ist die südlich von Ste. Maguerite gelegene Île Saint-Honorat, die seit dem 5. Jahrhundert von Mönchen bewohnt wird. Noch heute leben etwa 30 Mönche auf der Insel, von deren religiöser Geschichte mehrere Kapellen zeugen.

Tipp
Mit der Côte d’Azur Card ist eine Bootsfahrt nach Saint-Honorat kostenlos. Die Vergünstigungskarte kostet für drei Tage 25 Euro für Kinder und 45 Euro für Erwachsene. Eine Karte für sechs Tage kostet Kinder 35 Euro und Erwachsene 72 Euro.

Marseille

Historisch: Das Palais Longchamp erinnert an den Wassermangel des 19. Jahrhunderts.

Die einwohnerreichste Stadt der Côte d’Azur liegt im Westen der Küstenregion: Marseille darf bei einem Urlaub an der Côte d’Azur nicht vergessen werden. Ein Spaziergang durch den Vieux Port, den alten Hafen Marseilles, ist ein guter Auftakt zu einem spannenden Tag in der wichtigsten Hafenstadt Frankreichs. Hier können Besucher in einem der vielen Restaurants eine frische Bouillabaisse, eine Art Eintopf aus Fisch, genießen. Weiter geht es zur Notre-Dame de la Garde, die auf einem Hügel im Süden thront und einen guten Ausblick auf die Stadt bietet. Ebenfalls beeindruckend ist das Palais Longchamp. Dieses Bauwerk erinnert an die Wasserknappheit in Marseille, die seit jeher ein Problem darstellte. Als der Wassermangel im 19. Jahrhundert zu einem echten Problem wurde, entschied sich die Stadt, einen Kanal mit Wasser aus dem Fluss Durance zu bauen. Um diese Errungenschaft zu feiern, wurde im Jahr 1869 gebaut und macht noch heute Geschichte für Schüler erlebbar.

Wer nach diesen Sehenswürdigkeiten Lust auf eine kleine Shopping-Tour bekommt, ist auf der Prachtstraße Canebière richtig. Die rund einen Kilometer lange Straße hat von großen Kaufhäusern bis hin zu kleinen Boutiquen alles zu bieten. Hier gibt es zum Beispiel die traditionelle Seife aus der Provence, die keine chemischen Zusatzstoffe enthält und entsprechend besonders schonend ist.

Monaco

Kaum eine Stadt der Welt verspricht so viel Luxus wie Monaco! Der nur knapp 40.000 Einwohner zählende Stadtstaat ist als Wohnsitz der Superreichen bekannt, hat bei einem Tagesausflug aber auch für Touristen einiges zu bieten. Ein Muss ist der Fürstenpalast, der am Ende des 12. Jahrhunderts auf dem Felsen Le Rocher gebaut und vielfach erweitert wurde. Von hier aus können Touristen nicht nur einen beeindruckenden Ausblick auf das Fürstentum genießen, sondern sollten auch eine Tour durch die ehrwürdige Residenz der Fürstenfamilie unternehmen. Für vier Euro können Kinder und Studenten (Erwachsene für acht Euro) unter anderem die italienische Galerie und Fresken aus dem 16. Jahrhundert bewundern. Einen Besuch wert ist auch das Ozeonographische Museum, das von Fürst Albert I. erbaut worden ist und im Jahr 1910 eröffnet wurde. Mit rund 675.000 Besuchern jährlich ist es eine der wichtigsten Attraktionen des Fürstentums und beherbergt in seinen Aquarien rund 6.000 Meeresarten.

Da Monaco als Touristen-Magnet das ganze Jahr über stark besucht ist, kann das Stadtleben auf Dauer anstrengend werden. Abwechslung bieten zahlreiche Wanderwege im Hinterland, die durch größere Waldgebiete und Bergdörfer führen. Großer Beliebtheit erfreuen sich zum Beispiel die Touren zu den Dörfern Peille und Peillon, die auf Felskämmen liegen und daher einen einzigartigen Blick auf die Umgebung bieten.

Hinweis
Der Fürstenpalast  ist vom 1. November bis zum 1. April für Besucher geschlossen. 

Saint-Tropez

Dekadent ist auch das Leben in dem kleinen Hafenort Saint-Tropez, in dem vor allem Besitzer luxuriöser Yachten ihren Urlaub verbringen. Auch für Klassen ist der Ort aber lohnenswert, da hier einer der schönsten Strände Frankreichs zu finden ist: Die Plage de Pampelonne liegt etwa zwei Kilometer außerhalb von Saint-Tropez und gehört zur Gemeinde Ramatuelle. Wer ein begrenztes Budget hat, im vorderen Bereich des Strands das klare blaue Wasser genießen, während der hintere Bereich Luxusclubs und Bars vorbehalten ist.

Neben dem Hafen mit seinen Luxusyachten ist auch die Citadelle de Saint-Tropez lohnenswert. Die ehemalige Festung beherbergt heute das Marinemuseum „Musée d’histoire maritime“, das einen Einblick in die Geschichte der französischen Seefahrt bietet. Bei einem Stadtrundgang sollten Besucher einen Blick in die Kirche aus dem 17. Jahrhundert sowie in die zahlreichen kleinen Kapellen werfen. Auch der Place des Lices ist ein Muss bei einem Besuch des Badeortes: Hier findet zwei Mal pro Woche ein typisch provenzalischer Markt statt, auf dem regionale Produkte verkauft werden.

Natur erleben

Ein Paradies für Sportler: Die Verdonschlucht ist für Wanderer und Wildwassersportler ideal.

Bei einem Urlaub an der Côte d’Azur haben Touristen die Qual der Wahl, welche der vielen sehenswerten Städte sie besuchen möchten. Es lohnt sich aber auch eine Tour abseits der großen urbanen Zentren: 30 Kilometer von Cannes entfernt erstreckt sich zum Beispiel das Massif de l’Esterel, das als eine der schönsten Regionen der gesamten Küstenregion gilt. Das Massif ragt weit ins Meer herein und beeindruckt mit seinen purpurroten Felsen. Etwas weiter im Landesinneren befindet sich außerdem die Verdonschlucht, auf Französisch Gorges du Verdon, die im Stausee Lac de Sainte-Croix mündet. Durch den bis zu 700 Meter tiefen Canyon fließt der türkisfarbene Fluss Verdon, dessen Quelle in den französischen Alpen liegt. Für sportliche Klassen ist die Verdonschlucht ideal, da sie ein Paradies für Wanderer und Wildwassersportler ist.

Mit dem #klassenfahrtdiary an die Côte d’Azur

Eine Woche lang Sommer, Sonne, Strand und Meer – im #klassenfahrtdiary berichten Schüler von ihrer Reise an die Côte d’Azur.

So viel Spaß hatten die Schüler auf einer Yacht auf dem Mittelmeer:

Quellen und weiterführende Literatur:

Herolé-Blog: 10 Städte, die auf Klassenfahrten in Frankreich begeistern 

Frankreich Info: Die schönsten Strände der Côte d’Azur

Côte d’Azur: Côte d’Azur Informationen

Mittelmeerblick: Côte d’Azur: Sehenswertes, Ausflugsziele

 

Fotos: Shutterstock 


 

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Ivonne Friedrich

Ihre Reiseexpertin für Frankreich und Großbritannien

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