CO2-Emissionen – So wird die Klassenfahrt grün

Nicht erst seit kurzem ist Klimaschutz ein wichtiges Thema. Internationale Klimagipfel und weltweite Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien versuchen, im Großen dem Klimawandel entgegen zu wirken. Doch auch im Kleinen, bspw. auf Klassenfahrten, lässt sich etwas für den Schutz der Umwelt tun.
Nicht erst seit kurzem ist Klimaschutz ein wichtiges Thema. Internationale Klimagipfel und weltweite Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien versuchen, im Großen dem Klimawandel entgegen zu wirken. Doch auch im Kleinen, bspw. auf Klassenfahrten, lässt sich etwas für den Schutz der Umwelt tun.
Schülergruppe wandert durch einen Wald
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Klassenfahrten und der CO2-Fußabdruck

Das Umweltbewusstsein ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Vor allem der Sinn und Nutzen von Reisen wird zunehmend hinterfragt. Klassenfahrten sind unverzichtbarer Bestandteil des Schülerlebens: Sie fördern den Zusammenhalt der Klasse und die Selbständigkeit der heranwachsenden Jugendlichen. Sie machen theoretisches Wissen aus dem Unterricht in der Praxis erlebbar und erweitern den Horizont in vielfacher Hinsicht. Auf Klassenfahrten aus Umweltschutzgründen zu verzichten, wäre darum wenig sinnvoll. Viel besser: Darauf zu achten einen Ausgleich für die entstandenen Emissionen zu schaffen.

Verschiedene Verkehrsmittel und ihre CO2-Emissionen

Die Wahl des Verkehrsmittels hat entscheidenden Einfluss auf die Größe des CO2-Fußabdrucks. Der Reisebus führt die Liste der emissionsarmen Verkehrsmittel an, während das Flugzeug die meisten Emissionen freisetzt: Die Daten beziehen sich dabei auf die jeweilige durchschnittliche Auslastung der Verkehrsmittel.

Die Wahl des Verkehrsmittels hat entscheidenden Einfluss auf die Größe des CO2-Fußabdrucks. Die Abbildung verdeutlicht die Unterschiede.

Etwa 52% aller bei HEROLÉ-Reisen gebuchten Klassenfahrten finden mit dem umweltfreundlichen Reisebus statt. Mit der Bahn, die bei den emissionsarmen Verkehrsmitteln auf dem zweiten Platz liegt, verreisen rund 21% der Schüler.

Sauber, günstig und flexibel: Die Vorteile des Reisebusses

Es gibt viele gute Gründe, dass der Reisebus seit vielen Jahren bevorzugtes Verkehrsmittel für Klassenfahrten ist. Der Pro-Kopf-Preis für jeden Teilnehmer ist unschlagbar günstig. Dazu kommt die Bequemlichkeit: Der Reisebus holt die Schüler am Schulhof (oder einem anderen vereinbarten Treffpunkt) ab und bringt sie wieder dorthin zurück. Sorgen um verpasste Züge oder Flüge durch Verspätung der Eltern entfallen.

Am Zielort setzt der Reisebus die Schüler samt Gepäck direkt vor der gebuchten Unterkunft ab. Für den Lehrer entfällt die Sorge, nach der Ankunft am Bahnhof oder Flughafen des Zielortes noch mit der gesamten Gruppe und dem Gepäck zur Unterkunft zu gelangen. Für die Schüler ist die Fahrt meist angenehmer, da sie im eigenen Reisebus etwas lauter sein dürfen, mehr Bewegungsfreiheit haben und bei Bedarf auch einmal eine zusätzliche Pause einlegen können.

Dazu punktet der Reisebus nun mit größerer Umweltfreundlichkeit und geringstem CO2-Fußabdruck. Die wesentlichen Merkmale des Reisebusses:

  • Effiziente saubere Dieselmotoren
  • Geringes Gewicht pro Sitzplatz
  • Meist vollbesetzt, da Busgröße auf Teilnehmerzahl abgestimmt wird
  • Geringer Energieverbrauch pro Person/pro Kilometer

Auf der anderen Seite punktet die Bahn mit nachhaltigem Strom. Seit 2018 sind sämtliche Züge im Fernverkehr mit 100% Ökostrom unterwegs. Dazu ist die Bahn auf längeren Strecken natürlich auch schneller – zumindest solange keine Umsteigeverbindungen oder Zubringerzüge im Regionalverkehr hinzugerechnet werden.

Mobilitätsstudie vom Verkehrsclub Deutschland (VCD)

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) befasste sich in einer Mobilitätsstudie ausführlicher mit dem Vergleich verschiedener Verkehrsmittel. Um die Verkehrsmittel auf der Langstrecke miteinander zu vergleichen, wurde eine Strecke zwischen Berlin und Frankfurt gewählt (siehe Abbildung).

Das Ergebnis fällt eindeutig aus: Der Reisebus setzte die wenigsten Emissionen frei, gefolgt von der Bahn, die ihm gegenüber deutlich schneller war. Danach rangierten das Flugzeug und der eigene PKW. 

Die Reisezeit hängt natürlich von vielen weiteren Faktoren unterwegs ab. So kann der Reisebus von einem Stau auf der Autobahn ausgebremst werden.  Auch bei der Bahn und im Flugverkehr kommt es häufig zu Verspätungen. Die Fernbusse von Flixbus veranschlagen beispielsweise etwa 7 Stunden Fahrzeit zwischen Berlin und Frankfurt und damit fast drei Stunden weniger als der Reisebus im VCD-Vergleich.

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Klimaschädling Flugzeug? So einfach ist es nicht

Das Flugzeug ist in letzter Zeit ins Gerede gekommen. Flugscham war ein Modewort des letzten Sommers. Dabei macht der Luftverkehr nur 2,69% der gesamten CO2-Emissionen weltweit aus. In Deutschland hat der innerdeutsche Luftverkehr sogar nur 0,3% Anteil an den hierzulande erzeugten CO2-Emissionen. Da das Flugzeug weit größere Distanzen in kurzer Zeit zu günstigen Preisen bewältigt, macht es viele Ziele für Klassenfahrten überhaupt erst möglich und eröffnet jungen Menschen die Welt. Rund 28% der bei HEROLÉ-Reisen gebuchten Klassenfahrten finden bereits mit dem Flugzeug statt. Das wichtigste Argument für das  Flugzeug ist die Zeitersparnis. Ein Beispiel: Die britische Hauptstadt London gehört zu den gefragtesten Zielen für Klassenfahrten überhaupt. Eine Anreise aus dem Raum Frankfurt dauert per Flugzeug etwa sechs Stunden „von Tür zu Tür“:

  • Fahrt der Eltern zum Flughafen Frankfurt (ca. 30 min)
  • Zeit am Flughafen mit Check-In, Sicherheitskontrolle etc. (90 min)
  • Reine Flugzeit Frankfurt – London (90 min)
  • Gepäckausgabe etc. am Zielflughafen (30 min)
  • Fahrtzeit mit der U-Bahn ins Zentrum (60 min)

Eine Anreise mit dem Bus würde mehr als doppelt so lange dauern:

  • Fahrt mit dem Reisebus von Frankfurt zum Fährhafen Calais (ca. 7-8 Stunden)
  • Wartezeit in Calais vor der Einschiffung (30 min)
  • Fährüberfahrt Calais – Dover (90 min)
  • Wartezeit in Dover bei der Ausschiffung (15 min)
  • Fahrt mit dem Reisebus von Dover bis Zentrum London (3-4 Stunden)

Selbst beim günstigsten (geringsten) Verkehrsaufkommen wäre die Schulklasse noch immer über 12 Stunden unterwegs, um ihr Ziel zu erreichen. Dies reduziert die eigentliche Aufenthaltsdauer in London enorm. Da es sich bei diesen Fahrten zumeist um Nachtfahrten handelt, kommen die Schüler überdies oft in den Morgenstunden übernächtigt an und sind am ersten Tag kaum aufnahmebereit.

CO2-Emissionen kompensieren und mit gutem Gewissen fliegen

Wissenschaftler forschen schon länger nach Möglichkeitn das unverzichtbare Fliegen umweltfreundlicher zu machen. Das eRay-Hybridflugzeug der TU München würde beispielsweise 65% weniger Sprit verbrauchen als aktuelle Flugzeuge. Auch Biosprit, Wasserstoffantrieb, leichtes Plastik statt Aluminium und andere Möglichkeiten werden erforscht.

Bis es so weit ist, können Fluggäste die beim Flug verursachten CO2-Emissionen zumindest kompensieren: Beträgt der CO2-Fußabdruck einer per Flugzeug angetretenen Klassenfahrt beispielsweise zwei Tonnen Kohlendioxid, können die Schüler die entsprechende Summe an eine Umweltschutzorganisation wie Wilderness International spenden. Diese nutzt die Kompensationszahlung zum Aufkauf von Wäldern in Kanada, die wiederum CO2 in gleicher Höhe binden.

Unter dem Motto „Eine Klassenfahrt – Ein Klassenzimmer Regenwald“ wollen wir bei HEROLÉ Reisen im Jahr 2020 insgesamt 250.000 Quadratmeter Regenwald in schützen. Sofern Sie Ihre Klassenfahrt bei uns buchen, werden bereits 75% der entstehenden Emissionen kompensiert. Mit nur weiteren 15 Euro können 100% der Emissionen kompensiert werden. 

Weitere Informationen zum HEROLÉ Forest For Future und zu den Möglichkeiten der Spende gibt es HIER.

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Lesen Sie in unserem Ratgeber Beitrag "HEROLÉ Forest For Future" mehr über die Kooperation von HEROLÉ mit Wilderness International!

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Über HEROLÉ

HEROLÉ mit Sitz in Dresden wurde 2002 gegründet und ist heute einer der drei größten Veranstalter von und Spezialist für Klassenfahrten in Deutschland. Dafür sprechen auch über 140.000 Teilnehmer, die jedes Jahr mit HEROLÉ auf Klassenfahrt gegangen sind. Mit der unternehmenseigenen Flotte von 18 modernen Reisebussen werden über 140 weltweite Reiseziele angesteuert.

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