Auf Klassenfahrt mit HEROLÉ: Istrien - am Strand von Pula.

Mittelmeer Mikroplastik Projekt

Ein innovatives Projekt

Unterstützen Sie zusammen mit Ihren Schülern ein innovatives Projekt der Meeresschule Pula, der Universität Graz, der Universität Pula und von HEROLÉ.

Jetzt Teilnehmen

Schüler werden zu Forschern

Ein multinationales Projekt zur Verbindung von Öffentlichkeit, Jugend und Wissenschaft

Zusammen mit der Meeresschule Pula, der Universität Graz und Universität Pula sowie unterstützt durch den WWF Deutschland hat HEROLÉ ein innovatives Projekt ins Leben gerufen, das Schülerinnen und Schüler selbst zu Wissenschaftlern werden lässt!

Werden Sie ein Teil des Projekts und tun Sie der Welt etwas Gutes!

Kooperationspartner und Unterstützung

Plastik – Das Problem des 21. Jahrhunderts

„Plastic is so permanent and so indestructible that when you’ve tossed it, in the ocean or even into a dustbin… it does not go way“

David Attenborough

Die Verschmutzung unserer Weltmeere schreitet immer weiter voran: Insbesondere der steigende Anteil von Plastikmüll stellt ein großes Problem dar. Plastik zersetzt sich nicht, sondern wird durch Witterung und Erosion immer kleiner – es entsteht sogenannte Mikroplastik, die wie ein giftiger Schwamm wirkt.
Darüber hinaus gelangt Mikroplastik über Kleinstlebewesen und Fische bis in die Nahrungskette des Menschen. So wurden Mikroplastikpartikel unlängst im Menschen und dessen Ausscheidungen nachgewiesen. Welche Folgen dies für unsere Gesundheit hat und ob Mikroplastik ggf. krebserregend ist, darüber gibt es bis dato keine Langzeitinformationen.
Auch die Auswirkungen auf marine Ökosysteme sind verheerend, bis dato jedoch kaum erforscht, da Langzeitmessungen und -studien fehlen. Hier setzt unser Projekt an und legt den Fokus auf eine Region Europas, die insbesondere durch den Tourismus stark betroffen ist: das Mittelmeer und den mediterranen Raum.

Unser Beitrag – Die Erforschung des Problems

Jedes Jahr zieht es tausende Jugendliche im Rahmen von Klassenfahrten an meeresbiologische Stationen im gesamten Mittelmeerraum, wo sie die Unterwasserwelt sowie deren Bewohner kennenlernen. Durch einzigartige Erfahrungen und Erlebnisse während der Exkursion beobachtet man bei vielen Jugendlichen eine veränderte Wahrnehmung für die Umwelt und eine Sensibilisierung für das Ökosystem Meer. Diesen Aspekt möchten wir für unser Projekt nutzen. Im Rahmen von MINT-Projekten sollen sich die Jugendlichen mit der Problematik „Müll im Meer“ auseinandersetzen, unter wissenschaftlicher Anleitung standardisierte Sedimentproben nehmen und diese untersuchen.
Um ein umfangreiches Verständnis für die Verteilung von Mikroplastik im Mittelmeerraum zu erreichen, sollen die gesammelten Daten in eine Datenbank fließen und in weiterer Folge analysiert, ausgewertet und veröffentlicht werden. So werden über Jahre hinweg Daten darüber erhoben, welche Arten von Plastik in welchem Umfang und vor allem an welchen Orten im Mittelmeer sowie –raum vorkommen.

Tun Sie der Welt etwas gutes!

Unser Ziel – Ein einzigartiges Projekt

Dieses einzigartige Monitoring-Projekt wirkt über nationale Grenzen hinweg und verfolgt einen innovativen Ansatz, der sowohl didaktische als auch pädagogische Aspekte mit wissenschaftlichen Praktiken verbindet. Nur durch die Einbeziehung von tausenden Jugendlichen ist die Erhebung hochrelevanter Daten in einer nie erreichten Menge möglich, mit dem Ziel Aufmerksamkeit auf eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit zu lenken.

Es wird Zeit aktiv zu werden!

Mit der Teilnahme am Mittelmeer Mikroplastik Projekt werden Ihre Schülerinnen und Schüler selbst zu Wissenschaftlern und leisten einen wertvollen Beitrag zur Forschung zu den Auswirkungen von Mikroplastik für Mensch und Natur. Darüber hinaus werden die Schülerinnen und Schüler in Hinblick auf ihren eigenen Umgang mit Plastik sensibilisiert und können künftig Verhaltensweisen adaptieren, um auch im täglichen Leben die Produktion von noch mehr Plastikmüll zu vermeiden. Das Projekt ist für alle Fachrichtungen geeignet, mit vielfältigen Schwerpunkten (Chemie, Physik, Biologie) im MINT Bereich.

Klassenfahrt nach Istrien mit Teilnahme am Projekt

Im Rahmen einer Klassenfahrt nach Pula (Istrien) haben Sie die Möglichkeit selbst Teil des Projektes zu werden.

Das erwartet Sie:
6-stündiger Projekttag „Mikroplastik“ in der Meeresschule Valsaline

  • Einführung in das Thema
  • Probensammlung und -auswertung am Strand
  • Besprechung der Ergebnisse

Preis 30 Euro p. P.

Wir haben Ihr Interesse geweckt?
Dann fragen Sie jetzt Ihre Klassenfahrt mit dem Schwerpunkt Mikroplastik an!

Teil I : Inhaltliche Vorbereitung
  • Wechselwirkungen Mensch & Meer
  • Biologie von Küstenlebensräumen
  • Vernetzung der terrestrischen und marinen Lebensräume
  • Energie- & Stoffkreisläufe vom Land bis ins Wasser
  • Müllproblematik im Mittelmeer sowie den Weltmeeren
  • Kunststoffe: Von der Produktion über die Verwendung bis zur Zersetzung
  • Möglichkeiten der nachhaltigen Nutzung von natürlichen und künstlichen Ressourcen
  • Das Konzept Citizen Science
Teil II: Feldarbeit am Meeresstrand
  • Aufnehmen abiotischer und biotischer Faktoren des Strandes: Expositionsgrad und Küstenöffnungswinkel, Strandprofile, Fauna und Flora, Küstenmorphologie (Strandvermessung) Sedimentzusammensetzung, Korngrößenfaktoren, biologische Spuren
  • Vorversuche zur Mikroplastik-Extraktionsmethode (Verhalten von verschiedenen Kunststoffen in flüssigen Medien unterschiedlicher Dichte)
  • Gezielte Entnahme von Sedimentproben
  • Extraktion von Mikroplastik aus den Sedimentproben mit dem Extraktor
  • Sammlung und Bestimmung Makroplastik
  • Aufbereitung der Proben (Reinigung und Betrachtung der Proben mit dem Feldmikroskop)
Teil III: Laborarbeit
  • Mikroskopische Analyse der Probe
  • Makroplastikuntersuchungen
  • Demonstration der IR-Spektroskopie
  • Auswertung der Proben mittels IR-Spektroskopie

Vielfältige Schwerpunkte für die MINT-Fächer

Das Projekt ist für alle Fächer und Klassenstufen geeignet und setzt vielfältige MINT-Schwerpunkte, unter anderem:

Biologie:
Die Schüler lernen das Ökosystem Meer und die Vernetzung terrestrischer sowie maritimer Lebensräume kennen. Die Wechselwirkung zwischen Mensch und Meer spielt dabei eine zentrale Rolle. Im Feld werden unter anderem biotische und abiotische Faktoren bestimmt sowie gezielt Proben entnommen und diese unter dem Mikroskop untersucht.

Chemie:
Den Schülern wird Schritt für Schritt die Methodik der Mikroplastikextraktion näher gebracht, unter anderem durch Vorversuche zum Sink-, Schwebe- oder Auftriebsverhalten von Kunststoffen in Lösungen unterschiedlicher Dichte.

Physik:
Die Schüler lernen die Funktionsweise des für die Messung speziell entwickelten Extraktors kennen, zum Beispiel wird durch einfache Handversuche die Überlaufmethode gezeigt. Darüber hinaus wird das Sediment vor Ort analysiert und eine Korngrößenbestimmung durchgeführt.

Eine innovative Messmethode

Die Datenerhebung vor Ort erfolgt direkt durch die Schülerinnen und Schüler. Dafür wurde eine spezielle und dennoch einfache Lehrmethode entwickelt: eine transportable Messeinheit. Darin sind alle Gegenstände enthalten, die für die Messung und Bestimmung der Proben benötigt werden. Die Anwendung ist sehr einfach und so konzipiert, dass sie von Schülerinnen und Schülern aller Altersklassen unter fachkundiger Anleitung durchgeführt werden kann. Ein weiterer Vorteil der mobilen Messeinheit: Sie kann auch an Strandabschnitte mitgenommen werden, die schwer erreichbar sind.