Das Klassenzimmer als Virtuelle Realität: Im Unterricht in andere Welten abtauchen

Das Klassenzimmer als Virtuelle Realität: Im Unterricht in andere Welten abtauchen

Vor zwei Wochen haben wir uns dem Thema der Künstlichen Intelligenz in Schulen gewidmet und dabei bereits die Möglichkeit, Tools, die eine Virtuelle Realität erzeugen, in den Unterricht einzubauen, erwähnt. Mit diesem Beitrag betrachten wir diese Möglichkeiten genauer und schauen uns an, wie mit der erweiterten Realität Unterricht möglichst spannend gestaltet werden kann!

Virtuelle Realität – Wie kommt die erweiterte Realität zustande?

Virtuelle Realität ist den meisten unter dem englischen Begriff der Augmented Reality (kurz AR) bekannt. Teilweise wird im Zusammenhang mit Virtueller Realität auch von erweiterter oder überlagerter Realität gesprochen. Um eine Virtuelle Realität herzustellen, werden elektronische Geräte wie ein Smartphone oder ein Tablet benötigt, mittels denen die tatsächliche Realität um digitale Information ergänzt wird. Die Virtuelle Realität kann dabei entweder eine Erweiterung der physischen Umgebung darstellen oder mittels einer so genannten Virtual Reality Brille komplett in eine Virtuelle Realität eingetaucht werden.

Wie können die Möglichkeiten von Virtueller Realität im Unterricht eingesetzt werden?

Mit VR-Brillen Expeditionen unternehmen!

In ersten Pilotprojekten wurde der Einsatz von Virtual Reality Brillen in Schulen bereits getestet. Mit dem „Fliegenden Klassenzimmer 2.0“ hat Google gemeinsam mit der Stiftung Lesen Expeditionen mit VR-Brillen an Schulen getestet. Mittels eines Tool-Kits, das aus Virtual-Reality-Brillen für Schüler und einem Steuerungs-Tablet für Lehrer besteht, können Klassen virtuelle Expeditionen unternehmen. Je nach Unterrichtsfach können fremde Länder oder Planeten bereist werden oder sogar ein Ausflug in das Innere des Körpers vollzogen werden. Die Lehrer bekommen außerdem Hintergrundinformationen und Fragen zu den jeweiligen virtuellen Welten angezeigt und können dadurch vielfältige Themen mit ihren Schülern diskutieren.

Neben Expeditionen stellt Google gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme die Software Open Roberta her. Durch die Software können Schüler an das Thema Programmieren herangeführt werden und spielerisch die Programmiersprache NEPO erlernen.

Neben großen Pilotprojekten, entstehen Unterrichtseinheiten mit der Virtuellen Realität bereits im Kleinen. Auf Sofatutor wird von einem Unterrichtskonzept, das Josef Buchner, Geschichtslehrer an einem Wiener Gymnasium, entwickelt hat, berichtet.

Vorbereitung auf den Unterricht mit Virtueller Realität

Mit einem Tablet erweiterte Realitäten kreieren!

Um virtuelle Elemente in den Unterricht einzubauen, braucht es in erster Linie die nötige Hardware und somit Smartphones oder Tablets. Entweder werden die Geräte von der Schule gestellt oder die Schüler können ihre eigenen Smartphones verwenden. Sofern die eigenen Geräte verwendet werden, wird auch vom „Bring your own device“ Konzept gesprochen. Mit der Verwendung eigener Smartphones im Unterricht und damit einhergehender Vor- und Nachteile haben wir uns bereits in einem gesonderten Blogbeitrag beschäftigt.

Hinweis
BYOD ist die Kurzfassung für das „Bring your own device“-Prinzip

Neben den Geräten selbst, sollte bestenfalls ein schulweites WLAN zur Verfügung gestellt werden, um zu vermeiden, dass die Schüler zur Verwendung Virtueller Tools ihre mobilen Daten nutzen müssen. Zuletzt benötigt es eine App beziehungsweise eine Software, um über die Geräte in eine Virtuelle Welt einzutauchen. Eine Übersicht bekannter Apps ist auf dem Betzold Blog zu finden.

In der Ausbildung von Lehrern mit Virtueller Realität unterstützen

Nicht nur im Schulunterricht kann Virtuelle Realität dazu beitragen, Begeisterung bei den Schülern sowie deren Lernmotivation zu steigern und Lerninhalte besser verständlich zu machen, auch angehende Lehrer profitieren von der Virtuellen Realität. Ein Beitrag des Bayrischen Rundfunks zeigt, wie angehende Lehrkräfte an der Universität Würzburg mittels Virtueller Realität auf den Lehrerberuf vorbereitet werden. Durch die virtuellen Brillen können die angehenden Lehrkräfte Stresssituationen erproben und durch realitätsnahe Szenarien üben, wie sie auf Handlungen von Schülern reagieren können.

Fotos: Unsplash

Quellen und weiterführende Links

Bayerischer Rundfunk: Lernen in virtueller Realität

Betzold Blog: Augmented Reality in der Schule

Sofatutor: Josef Buchner: „Mit Augmented Reality inspirieren und Interesse wecken“

Stiftung Lesen: „Fliegendes Klassenzimmer 2.0“

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Jana Krusch

Ihre Reiseexpertin für Ski-Klassenfahrten sowie Sport- & Erlebnisreisen.

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