Happy as can Ski! – unser Reiseblogger berichtet

Happy as can Ski! – unser Reiseblogger berichtet

Ein bisschen mulmig war mir schon, als ich hörte, dass der nächste Trip unseres #klassenfahrtdiary eine Skireise werden wird. Warum? Das hat mehrere Gründe.

Ende letzten Jahres bekam ich einen Anruf aus den HEROLÉ-Headquarters in Dresden. Die Frage am anderen Ende der Leitung lautete: „Christoph, kannst du Skifahren?“ – „Öhm, ich war vor 12 Jahren mal Snowboarden“, antwortete ich, gefolgt von der Gegenfrage: „Wieso wollt ihr das wissen?“ – „Ach, nur so. Tschüüüß!“ Aufgelegt.

Wer berichtet hier?
Christoph Karrasch arbeitet seit 2011 als Reisejournalist. Für HEROLÉ begleitet er regelmäßig Klassen während des #klassenfahrtdiary. Dabei stellt er sich und den Schülern immer neue Aufgaben und Herausforderungen, die er in kurzweiligen Videoblogs festhält. 

Ein paar Wochen später flattern Reiseunterlagen für eine Ski-Klassenfahrt ins österreichische Zillertal in mein E-Mail-Postfach. 73 Schülerinnen und Schüler vom Bremer Kippenberg-Gymnasium wollen sich auf eine einwöchige Pistengaudi begeben und ich soll dabei sein, um wie gewohnt Fotos und Videos mit nach Hause zu bringen.

Das wäre vermutlich der passende Moment gewesen, zu erzählen, dass ich vor 12 Jahren nicht nur das erste Mal auf einem Snowboard stand – sondern auch das letzte Mal. Aber da war das Kind schon in den Tiefschnee gefallen (oder wie dieses alte Sprichwort noch mal geht…). Die Reise war gebucht – aus der Nummer komme ich nicht mehr raus.

In den letzten Nächten vor meiner Abreise schlafe ich schlecht: Was soll ich da oben denn ausrichten – auf präparierten Pisten in 2.000 Metern Höhe? Untenherum mit wackeligen Beinen, obenherum mit Fotoapparat und Videokamera, deren Linsen auf der vergeblichen Suche nach 73 Jugendlichen sind. Wahrscheinlich fahren alle seit ihrem fünften Lebensjahr zweimal im Jahr in den Skiurlaub und brausen unentwegt an mir vorbei, ohne dass ich auch nur den Hauch einer Chance hätte, hinterher zu kommen. Warum sonst würde man sich für eine Ski-Klassenfahrt anmelden?

Kurse für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis

Am frühen Nachmittag komme ich im Alpengasthof Kohleralm im Zillertal an. Die 15- bis 19-jährigen sind schon seit dem Morgen auf der Piste unterwegs, Sportlehrer Andreas Simon erwartet mich auf der Hütte. Schon im ersten Gespräch stellt sich heraus, dass die Realität glücklicherweise etwas anders aussieht: Fast die Hälfte der Gruppe stand noch nie auf Skiern und möchte es hier in den nächsten Tagen lernen. Das hört sich doch schon besser an!

Tatsächlich ist es so, dass sich die Gruppe (übrigens die größte, die wir bisher beim #klassenfahrtdiary hatten!) in mehrere kleinere Gruppen unterteilt. Es gibt die Profis, von denen ich in den nächsten Tagen nur die Hinterköpfe zu sehen bekommen werde, zwei Fortgeschrittenenkurse sowie drei Anfängerkurse. An letztere werde ich mich halten.

Während der ersten Abfahrten am nächsten Morgen sind meine Hüften noch reichlich steif. Dennoch bin ich erstaunt, wie schnell ich wieder reinkomme. Ist Snowboarden etwa wie Fahrradfahren, das man nicht mehr verlernt, wenn man einmal weiß wie es geht? Na ja, so weit würde ich wohl erst einmal nicht gehen. Aber der Anfang ist gemacht.

Den Schülerinnen und Schülern geht es ähnlich wie mir: „Alles nicht so einfach mit den Skiern unter den Füßen. Aber absolut machbar“, rufen mir Carlotta und Celina im Vorbeifahren zu. Einige wilde Jungs wie Quentin versuchen bereits die ersten Sprünge auf ihren Brettern – und landen prompt mit dem Hintern im Schnee. „Jetzt weiß ich, was ich später mal werden will“, ruft Quentin. „Stuntman!“

Abends sind alle platt

Im Laufe der nächsten Tage lernen wir einige Teile des Skigebiets kennen. Der Ablauf ist jeden Morgen derselbe: Um 9 Uhr fahren wir mit der Gondel zur Bergstation des Skigebiets Spieljoch, wo wir von unseren Skilehrern Walter, Franz und Co. in Empfang genommen werden. Um halb zehn gehen die Kurse los. Mit dem Tellerlift geht’s rauf auf den ersten Berg, von dem aus wir die blaue (heißt: die einfache) Piste hinunterfahren. Wieder unten angekommen, haben wir die Wahl zwischen einer weiteren blauen und einer roten (heißt: mittelschweren) Piste, die noch weiter Richtung Tal führen. An deren Ende befinden sich Sessellifte, die uns wieder hoch aufs Spieljoch bringen – und der ganze Spaß geht von vorne los.

Nachmittags verabschieden sich viele der Schülerinnen und Schüler zum Après Ski ins Tal. Die DJs in der „Herzalm“ in Fügen haben das Beste aus den aktuellen Schlagercharts im Angebot. Ist wohl eher Geschmackssache, aber die Jugendlichen feiern es!

Am Abend sind wir meistens alle platt und entsprechend früh im Bett: die Höhe, die frische Luft, der Sport, das schweißtreibende Tanzen in Skiklamotten. Und vor allem wollen wir alle am nächsten Morgen wieder rechtzeitig fit sein für die nächste Abfahrt. Es gibt kaum jemanden in dieser riesigen Gruppe, der in dieser Woche keine gewaltigen Fortschritte bei seinen Ski-Skills feststellt. Und auch ich bin mit meinem Snowboard wieder ganz gehörig auf den Geschmack gekommen. Gut möglich, dass ich demnächst mal in den HEROLÉ-Headquarters in Dresden anrufe und frage, wann die nächste Ski-Klassenfahrt ansteht…

Eine wundervolle Ski-Klassenfahrt geht zu Ende – die Highlights im Video:


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Susanne Westbrock

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