Bilingualer Unterricht – Training für das Gedächtnis Ihrer Schüler

Bilingualer Unterricht verbessert nicht nur die Sprachkompetenzen der Schüler in Englisch, Französisch oder Spanisch, sondern trainiert ganz allgemein die kognitiven Fähigkeiten der Kinder. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie aus Bayern gekommen, an der insgesamt 21 Schulen und rund 900 Schüler teilgenommen haben. Wir verraten Details zur Studie und zum bilingualen Unterrichten.

Bilingualer Unterricht – Training für das Gedächtnis Ihrer Schüler

Bilingualer Unterricht verbessert nicht nur die Sprachkompetenzen der Schüler in Englisch, Französisch oder Spanisch, sondern trainiert ganz allgemein die kognitiven Fähigkeiten der Kinder. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie aus Bayern gekommen, an der insgesamt 21 Schulen und rund 900 Schüler teilgenommen haben. Wir verraten Details zur Studie und zum bilingualen Unterrichten.
Jugendliche hält einen Globus in der Hand
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Bilingualer Unterricht – Interkulturelle Kompetenzen fördern

Fremdsprachenkenntnisse gewinnen in der heutigen Arbeitswelt immer mehr an Bedeutung. Dementsprechend setzen viele Schulen inzwischen auf ein breites sprachliches Angebot. Neben dem klassischen Unterricht in diesen Sprachen bieten vor allem Gymnasien, aber auch Real- und Grundschulen bilingualen Unterricht (oder auch: Content and Language Integrated Learning – CLIL) an. Die unangefochtene Nummer 1 ist noch immer Englisch, gefolgt von Französisch und Spanisch. An manchen Schulen findet der Unterricht zudem in Sprachen statt, die regional wichtig sind. Dazu gehören beispielsweise Dänisch, Niederländisch, Italienisch, Spanisch und Russisch.

Grundsätzlich könnte der bilinguale Unterricht in allen Fächern stattfinden. Meist bevorzugen Schulen jedoch geisteswissenschaftliche Fächer wie Politik, Geschichte und Erdkunde. In diesen Fächern lernen die Schüler nicht nur das entsprechende fachspezifische Vokabular kennen, sondern werden auch in interkulturellen Kompetenzen geschult. Sie beschäftigen sich im Unterricht zwar mit den gleichen Inhalten, wie sie es auch im deutschsprachigen Unterricht tun würden.

Der Unterschied ist jedoch, dass sie sich bewusst mit der Perspektive des Landes ihrer Unterrichtssprache (beispielsweise Großbritannien) auseinandersetzen. Auf der Seite des nordrhein-westfälischen Schulministeriums heißt es daher, dass der multiperspektivische Ansatz die Schülerinnen und Schüler befähige, als Mediatoren und Kulturmittler im europäischen und internationalen Ausland zu fungieren.

Neue Studie: Bilingualität als Gedächtnistraining

Dass bilingualer Unterricht die Fremdsprachenkenntnisse schult, ist unbestritten. Dem steht jedoch der weit verbreitete Vorwurf entgegen, dass die Schüler geringere Fachkompetenzen in den Sachfächern entwickeln würden. Dem widerspricht ein groß angelegter Modellversucht aus dem Freistaat Bayern, an dem derzeit 900 Schüler von 21 Schulen teilnehmen. Die verantwortlichen Wissenschaftler rund um den Studienautor Heiner Böttger von der Katholischen Universität Eichstätt haben inzwischen erste Ergebnisse veröffentlicht und nennen diese „sensationell“.

 

Der Unterricht in den zufällig ausgewählten Grundschulklassen findet nach dem Prinzip „Lernen in zwei Sprachen“ mal auf Deutsch, mal auf Englisch statt – je nachdem, wie es thematisch passt. Die Lehrer verzichten grundsätzlich auf Erklärungen und Übersetzungen. Sie waren mehrheitlich keine Muttersprachler, mussten aber sehr gut Englisch sprechen, um am Versuch teilnehmen zu können.

Wie wirkte sich die Zweisprachigkeit auf die Entwicklung der Kinder aus? Um das herauszufinden, nahmen die Kinder in der zweiten und dritten Klasse an standardisierten Tests teil. Wie erwartet, zeigten die Schüler beeindruckende Leistungen im Fach Englisch und waren am Ende des dritten Schuljahres auf dem Niveau anderer Schüler in der vierten Klasse. Sie erzielten jedoch auch „gleich gute bis signifikant bessere Ergebnisse in den Fächern Mathematik und Deutsch“, wie die Wissenschaftler in einer Vorabveröffentlichung der Studie betonten. Dieses überraschende Ergebnis erklären die Studienleiter mit den hohen kognitiven Anforderungen der Zweisprachigkeit, die das Kindergehirn länger flexibel halte und wie ein Muskeltraining funktioniere. Die teilnehmenden Lehrer und Eltern sprachen sich daher fast einstimmig dafür aus, den bilingualen Unterricht fortzusetzen.

Bilingual unterrichten

Um selbst bilingual unterrichten zu dürfen, müssen Lehrer in der Regel entsprechende Fremdsprachenkenntnisse nachweisen und sich zusätzlich qualifizieren. Einige Universitäten bieten  inzwischen Lehrangebote zu interkulturellem oder landeskundlichem Lernen sowie Themen des bilingualen Lehrens und Lernens im Rahmen der fachdidaktischen Seminare. Referendare können sich oftmals an ihren Studienseminaren entsprechend fortbilden. Weitere Informationen sind auf den Internetauftritten der Landesschulministerien zu finden:

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