Für eine sorgenfreie Reise: Was Sie über Bettwanzen wissen müssen

Für eine sorgenfreie Reise: Was Sie über Bettwanzen wissen müssen

Allen Vorkehrungen zum Trotz finden sich Gäste beim Zubettgehen hin und wieder auf Tuchfühlung mit unerwünschten Winzlingen: Bettwanzen. Doch das ist kein Grund zur Sorge. In diesem Artikel haben wir alle wesentlichen Informationen und Tipps zum Thema Bettwanzen zusammengestellt.

Wie gelangen Bettwanzen ins Bett? 

Tatsächlich sind Bettwanzen äußerst geschickt darin, sich dem menschlichen Zugriff zu entziehen. Als sogenannte Zivilisationsfolger haben sie sich insbesondere auf schlafende Menschen und damit auch das Überleben in deren Lebensräumen spezialisiert.

In die Unterkünfte gelangen die Bettwanzen zum Beispiel durch die Gepäckstücke von Reisenden, da sie sich mitunter in Sitzen verstecken und von dort aus als blinde Passagiere in Koffern und Taschen weiterreisen. Bettwanzen verbreiten sich stets passiv, lassen sich in der Regel also unbemerkt von Ort zu Ort tragen.

Selbst bei perfekter Raumhygiene gelingt es den kleinen Insekten, all jene Möbel und Stellen zu meiden, die täglich gereinigt werden, und sich beispielsweise hinter Steckdosen, in Bilderrahmen oder Fußbodenleisten einer Unterkunft zu verbergen – oftmals also Orten, die zu überprüfen nicht nur das Putzen, sondern das aufwendige Auseinandernehmen des Raums oder seiner Einrichtungsgegenstände erfordern würde.

Bettwanzen sind nachtaktiv, halten sich folglich tagsüber in ihren Verstecken verborgen und kommen erst bei Dunkelheit heraus, angelockt vom CO2-Ausstoß des menschlichen Körpers.

Dabei sind sie nicht wählerisch, was den Standard eines Etablissements angeht, und befallen 5-Sterne-Hotels ebenso häufig wie Hostels.

Wie erkennt man Bettwanzen?

Bettwanzen sind sechsbeinige, flugunfähige Insekten, die eine Körperlänge von etwa 3,8 bis 9 Millimetern erreichen. Abhängig davon, wie weit ihre letzte Mahlzeit zurückliegt, sind sie entweder sehr flach oder rundlich und von roter bis schwarzer Farbe. Ihr birnenförmiger Körper weist eine leichte Behaarung auf.

Wie gefährlich sind Bettwanzen?

Zum Glück gar nicht. Auch, wenn sie nicht gerade sympathisch wirken und ihre Bisse ähnlich wie Mückenstiche jucken können, sind Bettwanzen absolut harmlos: Bislang ist kein Fall bekannt, in dem durch Bettwanzenbisse Krankheiten übertragen wurden.

Was tun, wenn man einen Befall in der Unterkunft bemerkt?

Ein Gutes hat die Unannehmlichkeit, denn wenn man umgehend Bescheid gibt und beweisen kann, dass man es im Bett mit Bettwanzen zu tun bekam, lassen sich Rückerstattung und/oder Umquartierung meist schnell in die Wege leiten.

Bei Verdacht auf einen Befall ist es also wichtig, uns diesen umgehend zu melden, alle Textilien am besten noch vor Ort zu waschen und alle Gepäckstücke auszuklopfen.

Sobald wir einen Hinweis auf das mögliche Vorhandensein von Bettwanzen in einer Unterkunft erhalten, gehen wir diesem sofort nach und holen eine schriftliche Rückmeldung der Unterkunft dazu ein.

Gäste können das Vorhandensein von Bettwanzen z. B. durch die charakteristischen, häufig in einer Reihe angeordneten Bisse nachweisen, durch ein ärztliches Attest darüber, dass es sich um Bettwanzenbisse handelt, oder durch Fotos des Befalls im Zimmer.

Falls der Verdacht auf Bettwanzenbisse sich erst nach der Reise einstellen sollte, heißt es auch hier: Schnell Bescheid geben und ein ärztliches Attest einholen.

Welche Präventionsmaßnahmen kann man gegen Bettwanzen ergreifen?

Beim Betreten des Zimmers kann man den Raum nach Hinweisen auf das Vorhandensein von Bettwanzen prüfen, z. B. Eier (etwa 1 mm groß, hell, leicht transparent) oder kleine dunkle Punkte auf der Matratze oder am Bettrahmen. Auch ein leicht süßlicher Geruch kann ein Indiz sein.

Nach einer Reise sollte man überdies sämtliche Gepäckstücke gründlich über der Dusch- oder Badewanne ausschütteln und alle Kleidungsstücke waschen, soweit möglich bei 60 Grad.

Es gibt also Vieles, was sich unternehmen lässt, um die Wahrscheinlichkeit einer Begegnung mit Bettwanzen zu minimieren. Und sollte es doch einmal dazu kommen, helfen wir sofort.

Foto: Jenna Christina on Unsplash

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Jana Krusch

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