Happy New Year! Vorsätze für das Jahr 2020

Zum Jahreswechsel fassen die meisten Menschen gute Vorsätze, mit denen sie ihr Leben verbessern möchten. Oft sind sie jedoch unrealistisch und zum Scheitern verurteilt. Hier haben wir einige gute Vorsätze für Schulklassen zusammengefasst, die sich tatsächlich einhalten lassen – ideal für den gelungenen Start in ein neues Jahrzehnt!
Zum Jahreswechsel fassen die meisten Menschen gute Vorsätze, mit denen sie ihr Leben verbessern möchten. Oft sind sie jedoch unrealistisch und zum Scheitern verurteilt. Hier haben wir einige gute Vorsätze für Schulklassen zusammengefasst, die sich tatsächlich einhalten lassen – ideal für den gelungenen Start in ein neues Jahrzehnt!
Unsere Tipps für gute Vorsätze 2020
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Ein Jahrzehnt voller Herausforderungen

Fällt der Ausdruck „Die Zwanziger Jahre“, denken wir noch immer an die sogenannten Goldenen Zwanziger des 20. Jahrhunderts, die Zeit des großen Umbruchs. Die alte Weltordnung war nach dem ersten Weltkrieg zusammengebrochen und Europa musste sich neu aufstellen. Aus den Ruinen des deutschen Kaiserreichs erstand die Weimarer Republik. Es war die Zeit des Bauhaus und des Swing. Frauen legten die Korsetts ab und schnitten ihre Haare kurz. Berlin stand wie keine zweite Stadt für Lebenslust und Hedonismus. Wie die Zwanziger des 21. Jahrhunderts aussehen werden, weiß heute noch niemand. Doch eines ist klar: Die Welt steht wieder vor großen Herausforderungen. Was können Schulklassen tun?

1. Mehr Nachhaltigkeit im Schulalltag

Klimawandel und Umweltschutz sind die wohl größte Herausforderung der kommenden Jahre. Schulen können einen wertvollen Beitrag leisten. Dazu gehört einerseits, dem Themenkomplex Nachhaltigkeit im Unterricht mehr Platz einzuräumen. Die Vereinten Nationen haben dazu die Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung beschlossen. Speziell für Schulen wurde eine Website mit zahlreichen Hintergrundinformationen, Themen und Materialsammlungen zusammengestellt. Auf der Website „Umwelt im Unterricht“ können sich Lehrer informieren und passende Materialien für den eigenen Unterricht finden.

Schüler können sich dazu auf vielfältige Weise selbst engagieren – unterstützt von ihren Lehrern. Einige Vorschläge für den Unterricht und für Projekttage:

  • Einen Schulgarten anlegen und pflegen
  • Bäume auf dem Schulgelände pflanzen
  • Bewusstere Mülltrennung in der Schule
  • Bewusster Strom sparen an der Schule (z.B. bei der Beleuchtung)
  • Vermeidung von Abfällen und Papierbergen (Tupperdose statt Alufolie für das Pausenbrot, digitale Texte statt Fotokopien)
  • Gesündere Bio-Kost und weniger Fleisch in der Schulkantine
  • Verzicht auf "Eltern-Taxis" und zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen

Sehr empfehlenswert ist darüber hinaus die Gründung einer Umwelt-AG. Hier können sich an Umweltschutz interessierte Schüler regelmäßig treffen und gemeinsame Aktionen planen. Sie können der Schule bzw. der zuständigen Schulbehörde in der Stadt Vorschläge zu mehr Nachhaltigkeit unterbreiten (Energiesparlampen, bessere Dämmung des Gebäudes, etc.) und ihre Mitschüler zu mehr Umweltschutz anregen.

2. Mehr Nachhaltigkeit auf Klassenfahrten

Klassenfahrten und Schulausflüge sind unverzichtbarer Teil der schulischen Bildung. Schulklassen können bewusst Ziele auswählen, bei denen Umweltschutz eine große Rolle spielt. So befassen sich verschiedene außerschulische Lernorte umfassend mit den Themenkomplexen Klimawandel und Umwelt. Einige Tipps für Tagesausflüge oder Klassenfahrten:

  • Klimahaus Bremerhaven 8° Ost
  • Ozeaneum Stralsund
  • JuLab – Das Schülerlabor des Forschungszentrums Jülich (bei Köln)
  • Klima Arena Sinsheim
  • Extavium Potsdam
  • Spectrum Berlin
  • Experiminta Science Center Frankfurt/Main
  • Deutsches Hygiene-Museum Dresden

Dazu sollte sich vor jeder Klassenfahrt die Frage gestellt werden: Muss es wirklich eine Fernreise sein oder kann eine Klassenfahrt mit kürzerer Anreise und weniger CO2-Ausstoß nicht genauso spannend und lehrreich sein?

Forest for Future

Bei allen bei HEROLÉ im Jahr 2020 gebuchten Klassenfahrten sind bereits 75% des CO2-Fussabdrucks durch das Projekt Forest for Future kompensiert. Gegen eine geringe Spende kann die Kompensation auf 100% gesteigert werden: Die eigene Klassenfahrt ist dann vollkommen klimaneutral!

3. Mehr Digitalisierung im Unterricht wagen

Noch immer hinkt Deutschland bei der Digitalisierung des Unterrichts hinterher. Dabei führt die verstärkte Nutzung digitaler Medien zu mehr Nachhaltigkeit im Unterricht: Statt mehrere Seiten 30x zu kopieren und dadurch 200 Blätter Papier, Toner und Strom zu verbrauchen, erhalten die Schüler einen Text in digitaler Fassung. Notizbücher aus Papier werden durch Apps überflüssig gemacht.

Hinkt die eigene Schule noch immer bei der Ausstattung hinterher? Dann sollte der erste große Vorsatz für 2020 lauten: Zuschüsse aus dem Digitalpakt Schule der Bundesregierung beantragen! Wird der Antrag zu Beginn des Jahres gestellt, könnten die Gelder bis zum Beginn des neuen Schuljahres nach den Sommerferien sinnvoll für eine verbesserte digitale Infrastruktur genutzt werden. Insgesamt fünf Milliarden Euro hat die Bundesregierung bereitgestellt. Weitere Informationen zum Digitalpakt Schule gibt es auf der Website des Bildungsministeriums.

Kein Plan, wie die Digitalisierung in der eigenen Schule überhaupt aussehen soll? Das Magazin didacta hat einen umfangreichen Leitfaden für den Medienentwicklungsplan zusammengestellt. Dieser gibt Tipps zu den technischen Voraussetzungen und zu Lizenzierungsmodellen, zur Weiterbildung des Kollegiums und zu Sicherheitsaspekten. Das eMag Didacta Digital steht auf der gleichen Seite kostenlos zum Download bereit.

4. Das Unterrichtsmaterial auffrischen

Werden im Schulunterricht lediglich veraltete Schulbücher und die immer gleichen Unterrichtsmaterialien eingesetzt, bleiben tagesaktuelle Themen schnell außen vor. Warum haben die Briten für den Brexit gestimmt? Warum steht die Regierung dem chinesischen Unternehmen Huawei beim Ausbau des 5G-Mobilfunknetzwerkes skeptisch gegenüber? Wie können Fake News den Wahlkampf beeinflussen? Für diese und unzählige anderen Themen stehen im Internet kostenlose Materialien bereit, die „Open Educational Resources“. Im September 2019 erschien die Broschüre „OER in der Schule 2.0“ mit zahlreichen aktualisierten Informationen. Sie kann als PDF heruntergeladen werden.

Hat ein Lehrer viel Zeit darin investiert, eigene Lehrmaterialien aus unterschiedlichen Quellen offline und online zusammenzustellen und für seine Schüler aufzubereiten, kann er diese selbst der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. So profitieren weitere Schulklassen davon.

5. Referendare besser unterstützen

Referendare sind die Lehrer von morgen. Frisch von der Uni gekommen, stehen sie auf einmal hochmotiviert im Schulgebäude – und scheitern oft schnell an den Realitäten des Schulalltags. Ältere Lehrer können viel dazu beitragen, dass sich die Neulinge wohl fühlen und schnell einarbeiten. In vielen Schulen ist es Usus, dass den Referendaren ein Mentor zur Seite gestellt wird, der sie berät und unterstützt.

Doch auch die Schüler können ihren Teil beitragen. Viel zu oft werden Referendare als „leichte Beute“ wahrgenommen, die sich schnell ärgern und verunsichern lassen. Lehrer sollten den Schülern klar machen, dass auch sie in nicht allzu ferner Zukunft als Berufsanfänger auf das Wohlwollen und die Unterstützung anderer angewiesen sein werden. Hilfreich ist es, die Schüler bei der Ausbildung des Referendars einzuspannen und sie regelmäßig um ihr Feedback zu bitten. So können die Referendare lernen, was bei den Schülern gut ankommt und von ihnen respektiert wird – und was nicht.

Lesetipp

Tipps für einen erfolgreichen Start ins Referendariat haben wir im HEROLÉ Ratgeber ebenfalls aufbereitet.

6. Einfach mal netter sein

Trotz Stress und Notendruck: Ein kleines Lächeln und etwas mehr Geduld im Alltag können viel wert sein. Schüler und Lehrer sollten gleichermaßen darauf achten, einander mit Freundlichkeit, Höflichkeit und Respekt zu behandeln. Dann kann die Schule, insbesondere der Klassenverband, als freundlicher Ort wahrgenommen werden, an dem sich jeder Teil einer Gemeinschaft in diesen turbulenten Zeiten fühlt und Halt findet.

In diesem Sinne wünschen wir allen Lehrern, Schülern und anderen Lesern ein glückliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

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Über HEROLÉ

HEROLÉ mit Sitz in Dresden wurde 2002 gegründet und ist heute einer der drei größten Veranstalter von und Spezialist für Klassenfahrten in Deutschland. Dafür sprechen auch über 140.000 Teilnehmer, die jedes Jahr mit HEROLÉ auf Klassenfahrt gegangen sind. Mit der unternehmenseigenen Flotte von 18 modernen Reisebussen werden über 140 weltweite Reiseziele angesteuert.

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Was Sie erwartet

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  • Fragen zu finanziellen Themen (Fördermöglichkeiten, Kostenerstattungen)
  • Fragen zu rechtlichen Themen (Einverständniserklärungen, Aufsichtspflicht)
  • Elternarbeit (Informationen, Elternabend)
  • Verhaltensregeln
  • Umgang mit besonderen Situationen (Mobbing, Heimweh)
  • Nachbereitung der Klassenfahrten
  • u.v.m.