Und Action! Zum Videodreh in Amsterdam

Und Action! Zum Videodreh in Amsterdam

Vor einigen Wochen begleitete unsere Kollegin Monique Schmieder eine Klassenfahrt nach Amsterdam. Natürlich nicht ganz ohne Grund. Sie begleitete als Reiseexpertin den Videodreh in der niederländischen Hauptstadt. Was hinter und vor der Kamera passiert ist, berichtet sie hier:

Keine reine Objektbesichtigung, sondern ein Videodreh – war das für dich eine große Umstellung?
Es war schon etwas ungewöhnlich, die Besichtigung vor der Kamera durchzuführen. Bei unseren Besichtigungen schauen wir uns alle Hostels genau an, sprechen mit dem Team vor Ort und testen die verschiedenen Programmbausteine um unseren Klassen immer das Beste anbieten zu können und am Telefon optimal beraten zu können. Über die Videos können wir den Zuschauer ein Stück weit mit auf eine Besichtigung nehmen. Bilder sagen einfach mehr und bewegte Bilder erst recht.

Videodreh AmsterdamWar es deine erste ‚praktische‘ Filmerfahrung?
Die zweite! Ich bin schon neben einigen anderen Herolé-Kollegen und unserem Lehrer Herrn Müller im Imagefilm von Herolé zu sehen. Das war auch sehr lustig.

Von der Idee zum Film – wie ist der Entstehungsprozess? Wie intensiv bist du daran beteiligt gewesen?
Bei diesem Film war das eher eine spontane Entscheidung. Ich bin einfach kurzfristig mit unserem Kameramann Erik und Tonassistenten Luc mitgefahren, die unsere Klasse vor Ort filmen sollte. Wir haben improvisiert und uns einfach auf die Stadt und die Klasse eingelassen. Auch ich war zum ersten Mal in Amsterdam und sollte sozusagen vor der Kamera die Stadt entdecken.

Was muss bei einem Videodreh beachtet werden? Worauf hast du dich speziell vorbereitet?
Vorab ist es natürlich wichtig, alles genau mit der Klasse und den Lehrern zu besprechen, d.h. wir erklären genau was wir vorhaben und in welchem Umfang wir Aufnahmen von der Klasse machen dürfen. Es ist wichtig, dass die Klasse sich wohl fühlt und das Kamerateam nicht als Störfaktor betrachtet. Dafür bekommt die Klasse dann am Ende einen professionellen Film ihrer Klassenfahrt – das hat schließlich nicht jeder und ist eine tolle Erinnerung an die gemeinsame Schulzeit.
Auch in den meisten Einrichtungen, wie Museen, etc. kann man nicht einfach drauf losdrehen, sondern man muss vorher eine Drehgenehmigung einholen. Das klappt leider nicht immer, gerade bei offiziellen Gebäuden (Parlament, Regierungssitze etc.)
Ich musste mich eigentlich kaum vorbereiten, d.h. es gab kein Drehbuch, keinen Text o.ä. Wir haben lediglich vorab die Orte ausgewählt, die wir im Film haben wollten und mussten dann sehr spontan sein.

Videodreh Amsterdam NordseeküsteWer ist für den Dreh zuständig?
Wir haben einen ganz tollen Kameramann, Erik Schimschar, der auch unsere tollen Fotos macht und alle unsere Filme bisher zusammen mit echten Klassen vor Ort gedreht hat. Dazu braucht man noch einen Tonassistenten. Hinterher wird der Film dann bearbeitet, d.h. geschnitten, vertont etc.

Was für eine Gruppe wurde während des Drehs begleitet?
Wir haben eine reine Mädchengruppe aus Österreich begleitet, welche Ihre Abschluss fahrt in Amsterdam gemacht haben. Die Mädels waren alle super drauf und hatten viel Spaß in Amsterdam. Auch die beiden Lehrerinnen waren super nett. Noch einmal vielen Dank an die beiden und die Mädchen, dass wir sie begleiten durften und den Film mit ihnen drehen durften. Die Mädels haben uns nebenbei auch noch ein paar österreichische Worte beigebracht.

Welche Ausflugsziele und Programmpunkte hab ihr gefilmt?
Das waren eine ganze Menge: Rijksmuseum, Van Gogh Museum, Grachtenfahrt, Brücken von Amsterdam (z.B. die bekannte Magere Brug), Anne Frank Haus, Amsterdam bei Nacht
Madame Tussauds zusammen mit der Gruppe; einen Besuch auf einem typischen Markt mit der Gruppe (Waffelessen), den Besuch eines Käseladens.
Dann waren wir in Haarlem und sind dort mit dem Fahrrad unterwegs gewesen – haben eine tolle Windmühle gesehen und die Innenstadt von Haarlem.
Wir waren auch kurz in Zandvort an der Nordseeküste.

Videodreh Amsterdam RegenGibt es eine besondere Anekdote, was ‚hinter den Kulissen‘ passiert ist? Gab es lustige Pannen?
Eine große Herausforderung war das Wetter – es hatte zwei Tage lang geregnet und war sehr windig. Wir mussten daher immer die Wolkenlücken abpassen, was gar nicht so einfach war.
Am Lustigsten war der Besuch bei Madame Tussauds mit den Mädels und ihre 1A Karaokeeinlage! Wir hatten auch ein paar „gefährliche“ Szenen dabei, z.B. als wir im Stayokay Hostel in Haarlem einen Bienenstock filmten – unser Kameramann musste sich dafür einen Imkeranzug anziehen. Oder die Szenen auf dem Fahrrad, bei denen unser Kameramann, mit der Kamera in der einen Hand, hinter mir fährt. Aber die holländischen Fahrräder sind zum Glück sehr leicht zu fahren. „Opgepast“ war unser Lieblingswort (holländisch für „Achtung!“).

Ganz besonders möchten wir uns bei Falco Blomendal (Stayokay Haarlem) bedanken, welcher uns Haarlem und die wunderschöne Umgebung per Fahrrad gezeigt hat und sogar als unser Taxifahrer eingesprungen ist. Ohne ihn wäre der Film nur halb so gut geworden.
Meine Top-Tipps für Amsterdam:

  1. Amsterdam per Fahrrad entdecken – das beste und typischste Fortbewegungsmittel. Auch die Umgebung von Amsterdam und die Nordseeküste sind toll für Fahrradtouren.
  2. Stroopwaffles als Mitbringsel – zuckersüß und lecker!
  3. Haarlem – das Stayokay Hostel in Haarlem ist eine echte Alternative zu den Hostels direkt in Amsterdam. Hier ist man genau in der Mitte zwischen der Nordseeküste und Amsterdam und ist dabei herrlich idyllisch im Grünen untergebracht. Nach Amsterdam kommt man bequem und schnell mit dem Zug, welcher mehrmals die Stunde fährt.

Und so sieht der fertige Film aus:

Romy Herold

Ihre Reiseexpertin für Deutschland und Dänemark

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