Urlaub in Bella Italia – Reisetipps für die Toskana

Urlaub in Bella Italia – Reisetipps für die Toskana

Italien ist eines der beliebtesten Reiseziele und kommt auch bei Klassenfahrten gut an. Die Mischung aus Natur, historischen Städten und Stränden verspricht einen abwechslungsreichen Urlaub. Besonders lohnenswert in Bella Italia ist die Toskana in Mittel-Italien, die wie kaum eine andere Region für das kulturelle Erbe Italiens steht. Wir stellen die interessantesten Sehenswürdigkeiten der Region vor, die jede Klassenfahrt zu einem Erfolg machen!

Florenz

Die Hauptstadt der Toskana ist selbstverständlich ein Muss für jeden Urlauber. Dank der großen Künstler, die hier in der Renaissance residierten, ist die Stadt noch heute ein Magnet für Kultur- und Geschichtsfans. Wer in der Metropole gerade angekommen ist, sollte deshalb zunächst durch die historischen Straßen und Gassen flanieren und sich einen Eindruck von der Stadt machen.

Neptunbrunnen von Bartolomeo Ammannati, auf der Piazza della Signoria, Florenz, Italien

Ein erster Anlaufpunkt in Florenz ist der L-förmige Platz vor dem Palazzo Vechhio, der im 14. Jahrhundert zwischenzeitlich als Palast der großen Herrschaftsfamilie Medici diente. Heute ist in dem Gebäude das Rathaus der Stadt untergebracht, doch auch Besucher können viele der historischen Säle besichtigen. Um den Platz herum sind außerdem die Loggia della Signoria mit ihren Statuen, das Tribunale della Mercanzia und das Uffizienmuseum sehenswert. Ein echter Touristenmagnet ist auch die Kopie der David-Statue von Michelangelo, die ein beliebtes Fotomotiv ist. Obwohl die Marmorstatue für das ungeübte Auge täuschend echt aussieht, handelt es sich um eine Kopie des echten „Davids“, der seit dem 19. Jahrhundert in der Galleria dell’Accademia in Florenz steht. Wer allerdings keine Zeit für einen Trip zu Michelangelos Originalstatue findet, sollte hier unbedingt einen Schnappschuss machen!

Galleria dell’Accademia

Die ehemalige Kunstschule Galleria dell’Accademia blickt auf eine beeindruckende Vergangenheit zurück und wurde 1784 von Großherzog Leopold gegründet. Zunächst diente die Accademia als Lagerraum für Kunstwerke, die in anderen Museen keinen Platz mehr fanden. Heute beherbergt sie allerdings eines der berühmtesten Kunstwerke in Florenz: Unter einer lichtdurchfluteten Glaskuppel steht Michelangelos „David“, der zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört. Ergänzt wird dieses bekannte Kunstwerk von weiteren Bildern, die der Großherzog gesammelt hatte, um den jungen Künstlern ihr Studium zu erleichtern.

Uffizien

In der Nachbarschaft des Palazzo Vechhio sind die Uffizien aus dem 16. Jahrhundert gelegen, in der ursprünglich die Ämter von Magistraten, Richtern und Händlern untergebracht waren. Später wurden sie auf Wunsch der Herrscher-Familie Medici zu einer privaten Gemäldesammlung umgebaut, die heute eine der interessantesten Kunstsammlungen der Welt ist. In über 50 Sälen verteilt sind Gemälde aus dem 13. Bis 18. Jahrhundert beherbergt, die viele Schüler bereits aus dem Kunstunterricht kennen dürften: Zu sehen sind unter anderem die „Thronende Madonna“ von Giotto, die „Schlacht von San Romano“ von Paolo Uccello und „Die Geburt der Venus“ von Botticelli.

Das breite Repertoire der Uffizien ergänzen Werke von Raffael, Leonardo da Vinci und Michelangelo, die gerade kunstinteressierte Schüler auf keinen Fall verpassen sollten. Angesichts der Größe des Museums ist es allerdings kaum möglich, alle Werke zu sehen. Daher bietet es sich an, eine geführte Tour zu buchen oder den Schülern die Möglichkeit zu bieten, das Museum auf eigene Faust zu entdecken.

Der Dom von Florenz

Bereits im Jahr 1296 begannen die Bauarbeiten am Dom von Florenz, der heute dank seiner auffälligen Architektur als Wahrzeichen der Stadt gilt. Charakteristisch für das Gotteshaus, das im 15. Jahrhundert vollendet wurde, ist die auffällige Kuppel nach den Plänen des Bildhauers Filippo Brunelleschi, die einen inneren Durchmesser von 45 Metern aufweist.

Kathedrale Santa Maria del Fiore (auch Dom genannt) in Florenz

Mit der hohen Kuppel und seinen gotischen Formen beeindruckt der Dom noch heute und ist auch für Klassen auf jeden Fall einen Besuch wert. Wer mag, kann die Sightseeing-Tour durch den Dom mit einem Aufstieg der Kuppel krönen. Höhenangst sollten Besucher allerdings nicht haben – die 463 Stufen führen über enge Treppen nach oben und sind als Einbahnstraße angelegt. Umkehren ist also nicht möglich! Dafür werden Besucher aber mit einem grandiosen Blick über die Stadt belohnt.

Medici-Kapelle

Die lange Dominanz der Medici-Familie über Florenz ist noch heute in der ganzen Stadt zu spüren – ein gutes Beispiel ist die Medici-Kapelle aus dem 17. Jahrhundert, zu der auch die Neue Sakristei aus dem 16. Jahrhundert gehört. Besonders sehenswert ist hier Michelangelos Ode an die Medici – die gemeißelten Allegorien Tag und Nacht.

Ponte Vecchio

Nicht nur für seine Geschichte als Stadt der großen Renaissance-Künstler ist Florenz berühmt – auch landschaftlich gesehen hat die Hauptstadt der Toskana viel zu bieten. Ein beeindruckendes Panorama finden Besucher zum Beispiel am Fluss Arno, der mitten durch Florenz fließt. Er gibt bei gutem Wetter nicht nur ein hübsches Postkarten-Motiv ab, sondern ist besonders wegen der Ponte Vecchio sehenswert. Bereits zu Zeiten der Etrusker wurde hier angeblich eine Brücke errichtet. Auch die heutige Brücke ist alles andere als jung und geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Charakteristisch für die 100 Meter lange und 30 Meter breite Brücke sind die vielen kleinen Geschäftshäuser, die auf der Brücke platziert sind. Einzig in der Mitte in der Brückenmitte ist die Fassade durchbrochen und bietet Touristen einen einzigartigen Blick auf den Arno frei.

Gehört zu den Sehenswürdigkeiten von Florenz: Die Ponte Vecchio.

Piazzale Michelangelo

Auf der anderen Seite des Arno wartet mit dem Piazzale Michelangelo ein weiterer wichtiger Ort in Florenz: Der Platz ist auf einem Hügel gelegen und bietet einen Blick über die Dächer der Stadt – auch der Dom ist von hier aus gut in seiner ganzen Pracht zu sehen. Dem Namen entsprechend steht auf dem Platz eine in Bronze gegossene Kopie von Michelangelos „David“.

Tipp
Für Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt zu den Florentiner Museen in der Regel frei. Um lange Warteschlangen zu vermeiden, sollten Touristen ihre Tickets möglichst online buchen.

Siena

Deutlich kleiner als Florenz, aber ebenfalls sehenswert ist die Stadt Siena mit rund 50.000 Einwohnern. Im Gegensatz zum Renaissance-Stil der toskanischen Hauptstadt beeindruckt Siena vor allem durch mittelalterliche Bauten der italienischen Gotik. Sehenswert ist hier zum Beispiel der Dom von Siena, der mit weißen und grün-schwarzen Marmorstreifen dekoriert ist.

Auf dem Hauptplatz Piazza del Campo findet hier jeweils im Juli und August das berühmte Pferderennen Palio di Siena statt, das zu den Highlights der Stadt gehört. Doch auch in der restlichen Jahreszeit ist Siena einen Besuch wert: Besucher sollten einen Spaziergang durch die Altstadt unternehmen, die von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Pisa

Ohne seinen schiefen Turm wäre Pisa wohl nur halb so bekannt, dabei hat die Stadt, die in der Nähe der Arno-Mündung in das Mittelmeer liegt, auch abseits des schiefen Bauwerks viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Wer einen Tag in der Stadt verbringt, wird als erstes natürlich den Pisa-Turm besichtigen. Der weltberühmte Glockenturm gehört gemeinsam mit der Kathedrale, dem Baptisterium und dem Friedhof zum Unesco-Weltkulturerbe.

Schulklasse vor dem schiefen Turm von Pisa

Geplant war der schiefe Turm als freistehender Glockenturm für den Dom von Pisa. Schon kurz nach Baubeginn im Jahr 1173 stand der Turm wegen des weichen Bodens aber schief und wurde so zum Wahrzeichen der Stadt. Obwohl er wegen Einsturzgefahr nie läuten durfte, ist das Bauwerk unbedingt einen Besuch und einen Schnappschuss für das Fotoalbum wert!

Wichtig für das Stadtbild ist auch der Domplatz, die Piazza dei Miracoli (Platz der Wunder), der neben dem schiefen Turm auch den Dom, Baptisterium und die Friedhofsanlage Camposanto Monumentale mit einschließt.

Wer dem Trubel der Stadt entkommen möchte, sollte sich außerdem zum Botanischen Garten von Pisa aufmachen. Der Orto Botanico ist rund 450 Jahre alt und wurde unter dem Herrscher Cosimo I. als Universitätsgarten nahe des Domplatzes angelegt. Noch heute wird in der Anlage geforscht, doch auch Besuchern steht die grüne Oase offen.

Montepulciano

Nur 14.000 Einwohner zählt die idyllische Stadt Montepulciano 70 Kilometer südöstlich von Siena, die auf einem rund 600 Meter hohen Hügel liegt. Nicht nur als Weingebiet ist die Stadt bekannt, auch wegen des unvergleichlichen Ausblicks auf die Toskana sollten Klassen dem Städtchen einen Besuch abstatten. Geprägt wird das Stadtbild von der Piazza Grande, in deren Nähe der Palazzo Comunale aus dem 14. Jahrhundert zu finden ist. Hier findet sich auch die Kathedrale Santa Maria Assunta aus dem 17. Jahrhundert, besser bekannt als Dom, die in drei Langschiffe strukturiert ist. Besonders sehenswert ist das Gotteshaus wegen der Kunstwerke, die darin beheimatet sind, darunter die „Liegende Statue“ von Bartolomeo Aragazzi und das Triptychon „Mariä Himmelfahrt“. Wer etwas Zeit mitbringt, sollte auch das Stadtmuseum besichtigen, in dem senesische und florentinische Meisterwerke ausgestellt sind.

Lucca

Eine Zeitreise ins Mittelalter erleben Schüler in der Stadt Lucca, die als eine der klassischen mittelalterlichen Städte der Toskana Geschichte für Jugendliche greifbar macht. Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz liegt etwa 20 Kilometer nordöstlich von Pisa und ist weniger touristisch geprägt als die großen Städte der Toskana. Bekannt ist die Stadt vor allem für ihren berühmten Sohn, den Komponisten Giacomo Puccini, dessen Geburtshaus heute ein Museum mit persönlichen Gegenständen des Musikers beherbergt.

Nicht umsonst wird Lucca das „Freilichtmuseum der Toskana“ genannt: Mittelalterliche Gassen, die Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert und terrakottafarbene Türme und Loggias geben einen Eindruck vom Stadtleben der früheren Jahrhunderte. In die historische Umgebung reihen sich auch die Kathedrale San Martino, die Kirche San Michele und die Basilica di San Frediano ein, die im 12. Jahrhundert erbaut wurden.

Tipp
Abseits der Stadtmauern bietet die Grotta del Vento, die Windgrotte, ein spektakuläres Ausflugsziel: Mit ihren weißen Stalagmiten gehört die Grotte im Norden der Provinz Lucca zu den schönsten Höhlen Italiens.

Wer stattdessen lieber einen Tag an der frischen Luft verbringen möchte, unternimmt am besten eine Rad- oder Wandertour durch die Pinienwälder in Luccas Umgebung.

Toskanische Landschaft

Auch abseits der Städte sehenswert: Die toskanische Landschaft beeindruckt mit sanften Hügeln und Zypressen.

Sanfte Hügel, mit Zypressen gesäumte Alleen und einsame Häuser im mediterranen Baustil, die mitten in einem Mohnfeld liegen: Auch für ihre abwechslungsreiche Landschaft ist die Toskana weltberühmt. Südlich von Siena präsentieren sich die Gebiete der Crete Senesi in gelb und ockerfarben, während im Norden der Toskana die Apuanischen Alpen zu sehen sind. Wer die typische Postkarten-Ansicht der Toskana mit ihren grünen Hügel und Zypressen erleben möchte, sollte sich in Richtung des Chianti-Gebiets zwischen Florenz, Siena und San Gimignano aufmachen. Für welche Himmelsrichtung sich Besucher auch immer entscheiden: Wer Ferien in der Toskana verbringt, sollte in jedem Fall auch einen Abstecher in die ländlichen Gebiete unternehmen.

Entspannen am Strand

Für Schüler und Lehrer hat die Toskana kulturell und geschichtlich gesehen viel zu bieten. Doch zumindest ein Tag sollte den wunderschönen toskanischen Stränden gewidmet sein! Gerade in den Sommermonaten ist das Mittelmeer zum Baden nämlich ideal. Wer nicht nur seine Badehose auspacken, sondern auch die italienische Strandkultur erleben möchte, sollte sich in eines der toskanischen Strandbäder aufmachen:

Seebad Viareggio

Direkt am Tyrrhenischen Meer liegt der beliebte Badeort Viareggio, der im 12. Jahrhundert gegründet wurde und heute mehr als 60.000 Einwohner zählt. An der kilometerlangen Promenade finden Besucher viele gemütliche Cafés und kleine Geschäfte, die hübsche Mitbringsel für zuhause anbieten. Am späten Abend ist die Flaniermeile besonders für ältere Schüler ideal, da Urlauber hier den Tag in einer der Kneipen oder Clubs ausklingen lassen können. Neben den kulinarischen Highlights ist Viareggio aber vor allem für seinen kilometerlangen Sandstrand bekannt, der zum Baden und Faulenzen im warmen Sonnenschein perfekt geeignet ist!

Forte dei Marmi

Am Ligurischen Meer gelegen ist der Badeort Forte dei Marmi, der jedes Jahr unzählige Touristen und Prominenz anlockt: Versteckt in den toskanischen Hügel finden sich hier die Villen italienischer Berühmtheiten wie die des Star-Tenors Andrea Bocelli. Doch auch für schmalere Budgets ist Forte dei Marmi geeignet, da hier einem entspannten Strandtag nichts im Wege steht. Typisch für den Badeort ist der ins Meer ragende Kai, von dem aus früher Marmor verladen wurde.

Kulinarische Toskana

Neben den Sehenswürdigkeiten in der Toskana dürfen Besucher natürlich vor allem die Küche der Region nicht verpassen! Die Toskana ist nämlich nicht nur für hervorragenden Wein aus dem Chianti-Gebiet bekannt, sondern auch für ihr reines Olivenöl, das dank der zahlreichen Olivenbäume eine regionale Spezialität ist. Das Öl dient als Grundlage für die toskanische Küche und ist Basis vieler Gerichte. Neben den italienischen Nationalgerichten wie Pizza sollten Klassen deshalb auch die regionalen Spezialitäten kosten. Wer statt Fisch und Fleisch lieber zu Pasta greifen möchte, sollte zum Beispiel Ravioli in Salbeibutter und gefüllt mit Ricotta und Walnüssen probieren. An kühleren Tagen schmeckt auch eine Ribollita, die toskanische Gemüsesuppe, bestens. Ein krönender Abschluss ist natürlich hausgemachtes Gelato, das auf keiner Klassenfahrt in der Toskana fehlen sollte!

Mit dem #klassenfahrtdiary in die Toskana

Was Schüler auf einer Klassenfahrt in die Toskana erleben können, zeigt unser #klassenfahrtdiary:

So könnte eine Stadttour durch Florenz aussehen:

Quellen und weiterführende Literatur

Herolé-Blog: Lehrerinformationsreise in die Toskana

Herolé-Blog: Warum Italien als Reiseziel so beliebt ist 

Toskana Live: Highlights & Sehenswürdigkeiten 

Fotos: Herolé, Shutterstock 


 

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Sindy Jähnig

Ihre Reiseexpertin für Italien.

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