„Nicht vor 10 Uhr!“ – Entspannte Tage in Kopenhagen

„Nicht vor 10 Uhr!“ – Entspannte Tage in Kopenhagen

Schon die Anreise deutet an, dass das hier eine besondere Klassenfahrt werden könnte. Genau wie der 12. Jahrgang der Integrierten Gesamtschule Bonn-Beuel sitze auch ich in einem Zug, der in diesem Moment ein Schiff befährt. Ja, ihr lest richtig: Der ICE 1233 aus Hamburg fährt im Hafen von Fehmarn auf eine Fähre, die dann über die Ostsee nach Dänemark übersetzt. Dort fährt der Zug anschließend nach Kopenhagen weiter. Ich habe noch nicht weiter nachrecherchiert, aber von diesem Verkehrsphänomen dürfte es in Europa nicht allzu viele weitere Beispiele geben.

Wer berichtet hier?
Christoph Karrasch arbeitet seit 2011 als Reisejournalist. Für HEROLÉ begleitet er regelmäßig Klassen während des #klassenfahrtdiary. Dabei stellt er sich und den Schülern immer neue Aufgaben und Herausforderungen, die er in kurzweiligen Videoblogs festhält. 

Im Kopenhagener A&O Hostel angekommen, stelle ich im ersten Gespräch mit der Gruppe eine Aufteilung fest, die mir inzwischen von den anderen #klassenfahrtdiarys bekannt ist: Einige Schülerinnen und Schüler reden erst einmal nicht viel, sondern hören gespannt zu, was ich in den nächsten Tagen mit ihnen und meinen Videokameras vorhabe. Andere hingegen geben sich gleich lauthals zu erkennen, um sicherzugehen, dass ich sie auch wahrnehme. Allen voran ein knallblonder Lockenkopf (Natur!), der sich als Tim vorstellt. Ich weiß schon jetzt: Er wird in den kommenden Tagen sehr viele lustige Videos drehen. Schaut ruhig mal auf Facebook nach.

Ein Mädchen namens Esther hat auch eine Frage: „Was dürfen wir denn vor der Kamera alles machen und was nicht?“ Eine gute und berechtigte Frage. Meine Antwort lautet: „Du darfst alles tun, was du schon immer mal im Internet machen wolltest – und solltest lieber nichts tun, womit du ungern im Internet landen möchtest.“ Die Gruppe lacht, das Eis ist gebrochen.

Vier Tage Spaß, bevor der Abiturstress beginnt

Vier Tage Zeit, um Kopenhagen zu entdecken – vier Tage Spaß für die Schülerinnen und Schüler, bevor der Abiturstress losgeht. Mit dabei sind Frau Söhnchen und Herr Ruhnau, mit 30 und 29 Jahren zwei der jüngsten Lehrer, die wir bisher beim #klassenfahrtdiary dabei hatten. Und mal unter uns: So richtig unterscheiden kann man sie von den Schülern nicht. Checkt mal auf dem Gruppenfoto aus, ob ihr sie findet.

Ich bin mir sicher, dass die beiden, deren eigene Schulzeit selbst noch nicht so lange her ist, einen großen Anteil daran haben, dass wir eine sehr entspannte Klassenfahrt in Kopenhagen erleben. Um 8:30 Uhr wird erstmal in Ruhe gefrühstückt, bevor es zwischen 10 und 11 Uhr in die Stadt geht. Die Klassenfahrt eines anderen Bonner Kurses führt gerade parallel nach Rom – und im Whatsapp-Chat der Schüler stellt sich raus, dass der Tag dort in der Regel um 7 Uhr losgeht. Punkt für uns.

Die Hafenrundfahrt, die die Gruppe über Herolé gebucht hat, startet um 11 Uhr am malerischen Nyhavn. Der Hafen ist das perfekte Motiv für die ersten Selfies. Dabei stelle ich fest, dass der Selfie-Stick, dem ich vor zwei Jahren kein sehr langes Leben prophezeit habe, noch immer am Start ist. Herr Ruhnau hat einen besorgt, er wird fortlaufend durchgereicht. Jeder darf ihn mal haben und damit seine ganz persönlichen Selfie-Momente festhalten.

Das Nachtleben gehört dazu

Darüber hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler aber natürlich auch die Stadt, ihre Kultur und Bewohner ein wenig kennenlernen. So steht zum Beispiel eine Stadtrallye auf dem Programm, in der es neben Fragen zur dänischen Königsfamilie auch darum geht, Fotos mit blonden Dänen zu schießen. In der Kunsthalle Ny Carlsberg Glyptotek, in der der Eintritt dienstags übrigens frei ist, ahmt die Gruppe die ausgestellten Skultpuren nach.

Selbstverständlich gehört zur Kultur einer Stadt auch das Nachtleben – und auch das wird von den volljährigen Schülern in den vier Nächten ausgiebig getestet. Frau Söhnchen und Herr Ruhnau sind auch hier stets dabei. Sie sind schließlich noch jung… So spät die Tage morgens losgehen, so spät enden sie abends auch. Frei nach dem Motto: Wann ist man schon mal in Kopenhagen? Schlafen können wir auch zu Hause.

Die Highlights des Kopenhagener Nachtlebens im Video:


 

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Romy Herold

Ihre Reiseexpertin für Deutschland und Dänemark

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