Maritimes Großstadtflair – Sehenswürdigkeiten in Hamburg

Maritimes Großstadtflair – Sehenswürdigkeiten in Hamburg

Hamburg ist die beliebteste Stadt Deutschlands – das hat eine repräsentative Studie des Meinungs- und Marktforschungsinstituts YouGov  aus dem vergangenen Jahr ergeben. Demnach möchte fast jeder Sechste in der Hansestadt leben – 16 Prozent der Befragten gaben an, dass Hamburg ihre Lieblingsstadt sei. Wer trotzdem nicht gleich in die Elbstadt ziehen möchte, kann Deutschlands zweitgrößte Stadt aber auch bei einem Städtetrip kennenlernen: Maritimes Flair und ein spannendes Großstadtleben machen die Stadt zu einem echten Anziehungspunkt, der auch für Klassenfahrten ideal ist. Wir stellen Hamburgs Sehenswürdigkeiten vor.

Speicherstadt

Historisch: Die Speicherstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist ein Muss bei einer Klassenfahrt nach Hamburg.

Wer in Hamburg ist, muss natürlich die Speicherstadt erleben! Das größte Lagerhaus-Ensemble der Welt erstreckt sich auf rund 26 Hektar und wurde zwischen 1883 und dem Ende der 1920er-Jahre erbaut. Heute beherbergen die historischen Backstein-Gebäude, die seit 2015 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, zahlreiche Attraktionen wie das Miniatur-Wunderland und den Hamburger Dungeon. Klassen sollten die historischen Gebäude unbedingt bei einer Hafenrundfahrt erleben, die durch die zahlreichen Fleeten (Kanäle) der Speicherstadt führen. Besonders spannend ist eine solche Fahrt bei Flut mit einer historischen Barkasse, die meist bei den Landungsbrücken in St. Pauli abfahren.

Wer mehr über das historische Viertel erfahren möchte, ist im Speicherstadtmuseum richtig: Im Speicherblock L aus dem Jahr 1888 gibt das Museum Einblicke in die Arbeit der Quartiersleute, die mit Kolonialgütern wie Kaffee, Kakao und Kautschuk gehandelt haben. Besonders spannend für Schüler sind kombinierte Rundgänge durch die Speicherstadt mit Museumsführung, bei der auch thematische Schwerpunkte wie zum Beispiel der Kaffeehandel behandelt werden.

Tipp
Für Schüler kostet der Eintritt ins Museum nur 1,50 Euro.

Miniaturwunderland Hamburg

Wer bereits eine Tour durch die Speicherstadt unternimmt, sollte unbedingt einen Abstecher in das Miniaturwunderland Hamburg unternehmen – die kleine Welt in der Hansestadt gehört nämlich zu den beliebtesten Attraktionen Deutschlands! Hier können verschiedene Abschnitte bestaunt werden – von Ländern wie der Schweiz oder Amerika bis zu den Alpen, Skandinavien und neuerdings einer kleinen Darstellung Bella Italias ist hier alles dabei, was das Herz eines Miniatur-Liebhabers begehrt. Besonders spannend ist natürlich die rund 200 Quadratmeter große Abteilung Hamburgs, in der Bauwerke wie der Michel, das Volksparkstadion und natürlich die Speicherstadt bestaunt werden können. Für Schulgruppen kostet der Eintritt pro Person 6 Euro, pro Klasse hat ein Lehrer kostenfreien Eintritt.

Fischmarkt

Frühes Aufstehen ist bei Schülern in der Regel nicht sehr beliebt – wer ein Hamburger Highlight erleben möchte, muss dennoch früh aus den Federn oder eben lange unterwegs sein: Der traditionsreiche Fischmarkt lockt seit 1703 Frühaufsteher und Nachtschwärmer an die Waterkante des Hafens. Hier kommt alles unter den Hammer, was sich Touristen nur vorstellen können: Taschen voller Wurst, ganze Bananenkisten und natürlich Fischbrötchen wechseln den Besitzer. Geöffnet ist der Fischmarkt immer sonntags von 7-9.30 Uhr (November bis März) und von 5-9.30 Uhr im Sommer (April bis Oktober).

Elbphilharmonie

„Was lange währt, wird endlich gut“ lautet ein bekanntes Sprichwort, das perfekt auf die Elbphilharmonie passt: Nach einer langen und nervenaufreibenden Bauphase ist das Konzerthaus mit seiner aufsehenerregenden Architektur endlich eröffnet. Dennoch dürfte es aktuell schwierig sein, Tickets zu ergattern: Für die gesamte Saison ist die Philharmonie ausgebucht, auch Führungen durch das Gebäude sind aktuell sehr begehrt. Wer rechtzeitig bucht, könnte mit etwas Glück einen Termin ergattern und als einer der ersten den wellenförmigen Bau entdecken.

Tipp
Gruppenführungen können nur per E-Mail gebucht werden.

Reeperbahn

Das wohl bekannteste Vergnügungsviertel Deutschlands ist die Hamburger Reeperbahn, in der sich auf 930 Metern Clubs, Diskotheken und Bars aneinanderreihen. Die als verrucht geltende Meile ist wohl kaum für jede Altersstufe geeignet, doch zumindest ältere Schüler lassen sich einen Spaziergang über die Reeperbahn wohl kaum entgehen. Im Viertel St. Pauli kommen jedoch nicht nur Gruppen auf ihre Kosten, die ein kurzweiliges Vergnügen suchen – regelmäßig wird der Kiez auch zur Fußball-Hochburg, wenn St. Pauli ein Heimspiel bestreitet.

Tierpark Hagenbeck

Ein harmloseres Vergnügen mit ebenso großem Spaßfaktor bietet der Tierpark Hagenbeck, der seit mehr als 100 Jahren auf einer Fläche von 19 Hektar begeistert. Die Parkanlage beheimatet neben einer großen botanischen Vielfalt auch mehr als 1.860 Tierarten aller Kontinente, darunter die größten Elefanten-Herden Europas. Besonders lohnenswert ist ein Besuch im Sommer, wenn der Zoo bis in den späten Abend geöffnet ist und ein buntes Programm bietet. Wer sich für die Meereswelt interessiert, ist außerdem im 8.000 m² großen Tropen-Aquarium richtig, das mehr als 14.300 exotischen Tieren eine Heimat bietet.

Hamburger Michel

Hamburgs Wahrzeichen: Vom Michel aus haben Besucher einen guten Blick über die Stadt.

Was wäre Hamburg ohne seinen Michel? Die Kirche mit ihrer Plattform in einer luftigen Höhe von 106 Metern bietet einen Blick über die Hamburger Dächer und ist allein wegen ihrer Geschichte einen Besuch wert. Das Wahrzeichen Hamburgs wurde zwischen 1647 und 1912 drei Mal erbaut und zwei Mal komplett zerstört. Neben Konzerten und Gottesdiensten, die hier das ganze Jahr über stattfinden, lohnt sich besonders ein Besuch der Krypta: Hier wird ein Film gezeigt, der die Geschichte der Kirche und die mehr als 1000-jährige Historie der Hansestadt erklärt und kommentiert.

Panoptikum

Ein Selfie mit der Queen, ein Erinnerungsfoto mit Udo Jürgens oder andere Schnappschüsse mit Promis: Wachsfiguren-Kabinette sind bei Schülern sehr beliebt. Wer ohne Paparazzi-Anstürme und Gekreische den Stars ganz nahe kommen möchte, macht das in Hamburg am besten im traditionsreichen Panoptikum. Das älteste Wachsfiguren-Kabinett Deutschlands kostet für Schulklassen nur 3,50 Euro Eintritt und ist damit ein echtes Schnäppchen.

Tipp
Speziell für Gruppen werden kostenlose Rallyes angeboten, die für besonderen Spaß sorgen.

Cap San Diego

Typisch für Hamburg ist natürlich das maritime Flair, das sich zum Beispiel auf der Cap San Diego genießen lässt. Auf dem größten fahrtüchtigen Museums-Frachtschiff der Welt aus den 1960er-Jahren entwickeln Schüler ein Gefühl für das enge Leben an Bord, von dem auch 45 ehrenamtlich tätige Seemänner im Ruhestand gerne erzählen. Für Schülergruppen ab 14 Jahren kostet der Eintritt pro Person vier Euro.

Internationales Maritimes Museum Hamburg

Wer auf der Fahrt nach Hamburg die Geschichte der Seefahrt näher kennenlernen möchte, ist im Internationalen Maritimen Museum richtig. 3.000 Jahre Seefahrtsgeschichte stehen hier auf dem Programm und werden anhand von historischen Globen und Seekarten vermittelt. Ein besonderes Highlight des Museums ist ein Exemplar des „Atlantis Majoris“ aus dem Jahr 1657, der als der erste gedruckte Meeresatlas gilt.

Tipp
Schulklassen melden sich am besten online an und zahlen pro Schüler lediglich 3 Euro Eintritt. Auf der Internetseite des Museums können Lehrer auch Museumsführungen mit speziellen Schwerpunkten buchen.

Hamburger Kunsthalle

700 Jahre Kunstgeschichte warten auf Besucher der Hamburger Kunsthalle. Hier kommen besonders Schüler auf ihre Kosten, die sich für die Entwicklungen der Kunst interessieren: Rund 700 Werke sind ständig zu sehen, die von wechselnden Ausstellungen ergänzt werden.

Zu den Schwerpunkten der Kunsthalle gehören die norddeutsche mittelalterliche Architektur mit den Altären von Meister Bertram und Meister Francke, doch auch Gemälde von Künstlern wie Caspar David Friedrich, Philipp Otto Runge und Max Liebermann sind zu sehen.

Tipp
Die Hamburger Kunsthalle ist perfekt für Klassen mit kleinem Budget geeignet, da der Eintritt hier für Minderjährige frei ist.

Jungfernstieg

Er gilt vielen Hamburgern als das Herzstück ihrer Stadt und sollte bei keiner Klassenfahrt fehlen: Der Jungfernstieg verbindet die Binnenalster, Geschäfte und Sehenswürdigkeiten und ist deshalb ein guter Anlaufpunkt für alle Neulinge in der Stadt.

Maritime Flaniermeile: Der Jungfernsteg bietet einen tollen Blick aufs Wasser.

Der Name der Flaniermeile beruht auf der Vergangenheit: Hier spazierten früher Familien her, die ihre unverheirateten Töchter („Jungfern“) ausführten. Auch heute noch können Besucher das besondere Flair mit Blick aufs Wasser genießen.

Hamburg kulinarisch

Grundsätzlich ist die Stadt im Norden leider kein sonderlich günstiges Pflaster. Wer ein wenig sucht, findet dennoch günstige und gemütliche Restaurants und Cafés, die gutes Essen zum kleinen Preis anbieten. Besonders beliebt sind natürlich die Bars mit maritimen Flair wie die Strandperle am Elbstrand. Hier finden Hungrige kleine Snacks aus der Imbissküche wie hausgemachte Fischfrikadellen, Würstchen mit Kartoffelsalat, die im Sommer besonders in den heiß begehrten Liegestühlen schmecken!

Ähnlich beliebt ist der AHOI Strandkiosk, in dem sich Touristen und Einheimische treffen, um kleine Bio-Leckereien mit Blick auf die Elbe zu genießen. Wer es lieber deftig mag, ist bei Currypapa richtig: Hier werden Klassiker wie Burger, Currywurst und Co. verkauft, die kein schlechtes Gewissen auslösen müssen: Sorgfältig ausgewählte Zutaten, Currysauce ohne Geschmacksverstärker und kreative Kombinationen machen die Gerichte zu einem preisgünstigen und gesunden Vergnügen.

Tipp
Guten und günstigen Restaurants in deutschen Großstädten haben die Herolé-Reiseexperten einen eigenen Blogbeitrag gewidmet.

 

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Stephanie Döring

Ihre Reiseexpertin für Deutschland

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