Aktuell: Klassenfahrt-Boykott in Niedersachsen

Sehr lange schon bewegen die Streichungen von Klassenfahrten die Gemüter. Auch wir haben bereits darüber berichtet. In den letzten Wochen wurde auch, aus aktuellem Anlass, das Medien-Echo lauter. Wir werfen erneut einen Blick auf die Problematik.
Sehr lange schon bewegen die Streichungen von Klassenfahrten die Gemüter. Auch wir haben bereits darüber berichtet. In den letzten Wochen wurde auch, aus aktuellem Anlass, das Medien-Echo lauter. Wir werfen erneut einen Blick auf die Problematik.
Blick auf eine Schülergruppe in Budapest
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Aktuell: Schüler in Niedersachsen protestieren

Am 14. Januar gingen in Hannover rund 3.000 und in Stade etwa 1.000 Schüler auf die Straße und setzten sich auf Kundgebungen für ihre Anliegen ein. Der Grund: Sie wollen nicht auf ihre Klassenfahrten verzichten müssen. Mehr als die Hälfte der Gymnasien in Niedersachsen hat angekündigt, keine Klassenfahrten mehr auszurichten.

Ausgangslage: Das sagen die Lehrer

Für das aktuelle Schuljahr hat die niedersächsische Landesregierung die wöchentliche Unterrichtszeit der Gymnasiallehrer von 23,5 auf 24,5h angehoben. Außerdem wurde die versprochene Altersermäßigung gestrichen; davon sind 27.000 Lehrer betroffen. Der Philologenverband und die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) reagierten darauf mit heftigen Protesten. Da Lehrer als Beamte nicht streiken dürfen, reagierte sie mit einer Verringerung bzw. Streichung von Klassenfahrten.

„Stefan Krolle, Schulleiter des Cato-Gymnasiums in Achim, betont, dass es um mehr gehe als nur die eine Unterrichtsstunde. Die Diskussion solle nicht nur auf die Erhöhung reduziert werden.“ – Weser Kurier: „Lehrer halten an Fahrten-Boykott fest„, 16.01.2015

Er weist außerdem darauf hin, dass Lehrer über zehn Jahre hinweg zwei Stunden mehr wöchentlich gearbeitet haben, um das Land zu entlasten. Ein Ausgleich erfolgte nicht und ist durch die beschlossene Arbeitszeiterhöhung nun auch nicht mehr möglich. Und das, obwohl die Landesregierung zugesichert hatte, keine weitere Stundenerhöhung vorzunehmen.

Die niedersächsischen Lehrer betonen, dass zu dem regulären Unterricht auch intensive Vor- und Nachbereitung auch Konferenzen und außerschulische Aktivitäten hinzukommen. Damit sei schnell eine Wochenarbeitszeit von mehr als 50 Stunden erreicht.

Hinzu kommt die nach wie vor problematische Lage der Reisekostenerstattung für Lehrer.

„Klassenfahrten seien für Lehrer auch ein finanzieller Aufwand: „Zwischen 9000 und 12 000 Euro geben die Kollegen in ihrer Laufbahn dafür aus.“ Die Kosten erhielten sie gar nicht oder nur in Teilen erstattet.“ – Weser Kurier: „Lehrer halten an Fahrten-Boykott fest„, 16.01.2015

Ist eine Lösung absehbar?

Schüler sind verständlicherweise unzufrieden mit der Streichung ihrer Klassenfahrten. Jedoch sitzen sie oftmals zwischen den Stühlen.

„[…] die Schüler wollen nicht, dass der Streit auf ihrem Rücken ausgetragen wird. „Wir stehen nicht auf der Seite der Lehrer und nicht auf der Seite des Kultusministeriums“, stellte Daniela Rump vom Landesschülerrat gegenüber NDR.de klar.“ – NDR: „Schüler fordern Ende des Klassenfahrt-Boykotts„

Auch die Elternverbände drängen auf eine gemeinsame Lösungsfindung, die nicht zu Lasten der Schüler ausgetragen wird. Sie sehen auf Grund der festgefahrenen Lage den Weg über eine Schlichtung und fordern eine Runden Tisch mit Beteiligung der Gewerkschaften und der Landesregierung.

„Lehrer dürften nicht weiter überlastet werden und Klassenfahrten müssten im vollen Umfang stattfinden. Kultusministerin Heiligenstadt sei aufgefordert, einen von Lehrern und Eltern akzeptierten Schlichter zu bestellen.“ – NDR: „Schüler fordern Ende des Klassenfahrt-Boykotts„

Klassenfahrten sind ein wichtiger Bestandteil des Schullebens. Sie zu streichen bedeutet einen großen Verlust für alle Beteiligten. Klar ist: eine Lösung dieses Problems kann nur gemeinsam gefunden werden.

Über HEROLÉ

HEROLÉ mit Sitz in Dresden wurde 2002 gegründet und ist heute einer der drei größten Veranstalter von und Spezialist für Klassenfahrten in Deutschland. Dafür sprechen auch über 140.000 Teilnehmer, die jedes Jahr mit HEROLÉ auf Klassenfahrt gegangen sind. Mit der unternehmenseigenen Flotte von 18 modernen Reisebussen werden über 140 weltweite Reiseziele angesteuert.

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