Für ein frohes neues Jahr – Vorsätze für 2017

Für ein frohes neues Jahr – Vorsätze für 2017

Sport treiben, endlich mehr Zeit mit der Familie verbringen oder weniger Schokolade essen – rechtzeitig zum Jahreswechsel nehmen sich die meisten Menschen gute Vorsätze für das Jahr 2017 vor. Eine Umfrage aus dem letzten Jahr zeigt, dass das sogar für die Mehrheit der Deutschen gilt: Nur 23% der Befragten gaben dabei an, dass sie sich für das Folgejahr nichts vornehmen. Alle anderen hatten nach eigenen Angaben ein Ziel: Besonders beliebt waren der Wunsch, mehr Sport zu treiben (25%) und sich gesünder zu ernähren (25%).

Allgemein werden gute Vorsätze für das kommende Jahr oft belächelt, weil viele Menschen bereits nach kurzer Zeit wieder aufgeben. Das muss aber nicht sein, wenn man sich realistische Ziele setzt und dabei die Unterstützung von der eigenen Familie oder Klassenkameraden hat. Mit Blick auf das zweite Schulhalbjahr haben besonders Schüler und Lehrer jetzt die Chance, aktiv an ihrem (Lern-)Verhalten zu arbeiten. Wir haben zusammengestellt, welche Vorsätze geeignet sind und wie Familien und Klassen gemeinsam mehr erreichen.

Endlich besser lernen: Vorsätze für Schüler

Im neuen Schuljahr wird alles besser? Dieses Ziel stecken sich viele Schüler mit jeder Versetzung. Ist der stressige Schulstart nach dem Jahreswechsel aber erst einmal geschafft, bleiben die guten Vorsätze neben dem Alltag auf der Strecke. Dabei können feste Ziele das Leben und die Schulzeit erheblich erleichtern:

Regelmäßig arbeiten

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Wer sich rechtzeitig für eine Klassenarbeit vorbereitet, vermeidet Misserfolge.

Dieser Grundsatz stimmt leider auch im folgenden Jahr: Die nächste Klassenarbeit oder Klausur kommt bestimmt. Damit vor der Prüfung keine Nachtschicht zum Lernen vonnöten ist, lohnt sich regelmäßige Arbeit, die ganz stressfrei in den Wochenrhythmus integriert werden kann. Eine erste lohnende Maßnahme ist es, Hefte ordentlicher zu führen. Wer seine Unterlagen nicht geordnet hat, wird nämlich nichts wiederfinden und muss vor der Mathe-Arbeit noch mal das gesamte Lehrbuch durchforsten. Aufwendiges Lernen können sich meist auch Schüler sparen, die regelmäßig ihre Hausaufgaben erledigen: Auch wenn dieser Ratschlag nicht sehr attraktiv scheint, können gut gemachte Schulaufgaben viel Arbeit vor der Klausur ersetzen. Weiterer Pluspunkt: Wer gut vorbereitet in die Stunde geht, kann sich häufiger melden und ganz nebenbei eine bessere mündliche Note erzielen. Damit die Aufgaben nicht nach einem langen Tag erledigt werden müssen, sollten Schüler sich allerdings einen Plan machen: Welche Hausaufgaben werden am besten an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit erledigt? Wer dieses Muster einige Wochen lang wiederholt hat, hat schon bald Routine und muss sich keine Gedanken mehr machen.

Tipp
Lerntipps für Schüler haben die HEROLÉ-Reiseexperten in einem weiteren Artikel zusammengefasst. 

Verbündete finden

Allein am eigenen Schreibtisch zu sitzen ist für viele Jugendliche alles andere als spannend. Warum also nicht einfach einmal Schule und Spaß verbinden? Viele Klassenkameraden würden sich mit Sicherheit über einen Lernpartner freuen. Zu zweit oder in einer größeren Gruppe lernt es sich unter Umständen leichter und außerdem können offene Fragen besprochen werden. Vorher sollten sich Schüler aber genau überlegen, was sie bei dem Treffen schaffen möchten: Wer nicht arbeitet und stattdessen die ganze Zeit über quatscht, fühlt sich am Ende zwar besser, hat aber auch die Gelegenheit zum Lernen verpasst. Um das zu vermeiden, kann eine gemeinsame Belohnung hilfreich sein: Wenn ihr euer Tagesziel erreicht habt, könnt ihr zum Beispiel gemeinsam einen Film schauen oder gemeinsam etwas unternehmen.

Ein Praktikum suchen

Was kommt nach der Schule? Diese Frage rückt für vor allem für Jugendliche immer näher, die kurz vor dem Schulabschluss stehen. Natürlich habt ihr noch ein wenig Zeit, um einen Plan fürs Leben zu entwickeln. Trotzdem kann es hilfreich sein, ein Schülerpraktikum zu planen. Gerade kleinere Betriebe freuen sich über das Interesse von Jugendlichen und geben mit Sicherheit Einblicke in ihre Arbeit. Oft lohnt es sich, die Internetseiten von Unternehmen zu durchsuchen oder ganz einfach einmal anzurufen. Auch wenn die Schulferien durch eine Hospitanz kürzer werden: Hinterher könnt ihr euch vielleicht einen bestimmten Beruf für euch vorstellen oder zumindest ausschließen, welche Branche nicht für euch in Frage kommt.

Offline gehen

Eigentlich wolltet ihr lernen, doch ständig blinkt das Handy wegen eingehender Nachrichten. Kein Wunder, dass ihr mit den Hausaufgaben nicht weiterkommt und noch spätabends am Schreibtisch sitzt. Um dieses Verhalten zu verhindern, sollten Schüler auch einfach mal offline gehen und das Handy zumindest für einige Stunden links liegen lassen. Statt in Lernpausen direkt zu schauen, was es auf WhatsApp, Facebook und Co. Neues gibt, lohnt sich ein Spaziergang an der frischen Luft. Das klingt vielleicht altmodisch, macht aber den Kopf frei und gibt neue Energie für den Tag.

Tipp
 Wie Schüler ein neues Hobby finden, erklären die HEROLÉ-Reiseexperten hier

Vorsätze für die ganze Familie

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Mehr Zeit miteinander verbringen: Kinder profitieren davon, wenn Eltern mit ihnen für die Schule üben.

Mit den Noten des eigenen Nachwuchses waren die Eltern in den vergangenen Monaten nicht mehr zufrieden? Dann ist es jetzt Zeit, gemeinsam aktiv zu werden. Gerade Grundschulkindern kann es helfen, gemeinsam die Hausaufgaben zu besprechen und den Stoff anstehender Klassenarbeiten durchzugehen. Doch auch Freizeitaktivitäten sollten nicht fehlen: Vor allem die gemeinsame Urlaubsplanung macht Spaß und garantiert einen schönen Urlaub für alle Familienmitglieder.

Wer sich stattdessen endlich gesünder ernähren möchte, sollte dazu die ganze Familie einspannen: Auch jüngere Kinder können schon beim Kochen helfen und zum Beispiel Gemüse schnippeln. So verbringt die Familie gemeinsam Zeit und der Nachwuchs bekommt einen Sinn für eine gesunde Ernährung.

Gemeinsam besser werden: Vorsätze für die ganze Klasse

Viele Vorsätze lassen sich am besten in der Gemeinschaft bewältigen. In diesem Sinne können sich jetzt Klassen Ziele überlegen, die sie gemeinsam in den kommenden Monaten erreichen möchten.

Das Gemeinschaftsgefühl stärken

In Zeiten von Ganztagsschulen verbringen Schüler abseits des Zuhauses nirgends so viel Zeit wie in der Schule. Wichtig ist daher ein gutes Gemeinschaftsgefühl, um in einer positiven Umgebung besser lernen zu können. Wie wäre es zum Beispiel, einen wöchentlichen Termin für Klassenbesprechungen zu finden? Damit Lehrer dabei besser auf die Wünsche ihrer Schüler eingehen können, kann ein Kummerkasten für die ganze Klasse hilfreich sein. Darin dürfen Jugendliche ihre Kritik oder Fragen auch anonym einwerfen und werden so ihre Sorgen los. Gerade zu Jahresbeginn kann auch ein „Thema des Jahres 2017“ gewählt werden, mit dem sich alle schwerpunktmäßig im Schuljahr auseinandersetzen. Damit beschäftigen sich die Schüler und Lehrer während des Schuljahres immer wieder, wenn gerade ein zeitlicher Puffer vorhanden ist.

Gemeinsam Gutes tun

Die Weihnachtszeit ist auch Spendenzeit für wohltätige Projekte. Doch was passiert am Anfang des neuen Jahres? Gerade mit Blick auf das Frühjahr können Schüler und Lehrer jetzt gemeinsam aktiv werden und zum Beispiel einen Spendenlauf organisieren. Weniger Organisationsaufwand bedeutet stattdessen eine Kleidersammlung, die zum Beispiel zugunsten von Flüchtlingsinitiativen gestartet werden kann.

Vorsätze gemeinsam besprechen

Auch in der Grundschule haben schon viele Kinder Wünsche für das neue Jahr. Deshalb macht es Spaß, die Vorsätze gemeinsam zu besprechen und zum Beispiel ein Arbeitsblatt zu diesem Thema auszufüllen. Das motiviert jeden, seine eigenen Ziele einzuhalten und ganz nebenbei lernen sich alle ein wenig besser kennen.

Besser unterrichten: Tipps für Lehrer

Gerade vor dem Abitur haben viele Schüler Bammel. Sie werden es ihren Pädagogen daher danken, wenn sich diese um eine gute Klausurvorbereitung kümmern. Daher lohnt es sich, auf die Bedürfnisse der Jugendlichen einzugehen: Wünschen sie sich, in Lerngruppen eingeteilt zu werden oder möchten sie lieber im Plenum offene Fragen besprechen? Hilfreich ist es auch, die eigenen Lehrmethoden zu überprüfen: Wer einmal während einer Unterrichtsstunde durch die Gänge der Schule geht, wird vor allem Lehrer sprechen hören. Sinnvoll ist es daher, den eigenen Sprechanteil zu überprüfen und diesen gegebenenfalls zu reduzieren – das schont die eigene Stimme und erhöht bei vielen Schülern den Lerneffekt, wenn sie plötzlich selbst mehr zum Unterricht beitragen müssen.

Realistische Vorsätze finden

Drei Mal pro Woche Sport machen, eine Lerngruppe für jeden Tag organisieren und in Mathe nur noch Einsen schreiben? Wer sich so viel auf einmal vornimmt, muss sich nicht wundern, wenn er keinen einzigen seiner Vorsätze einhalten kann. Schüler, Lehrer und Eltern sollten sich deshalb lieber auf ein Ziel fokussieren und dieses gezielt umsetzen. Am besten gelingt das, indem man Erfolge aufschreibt und sich konkrete Ziele steckt: Zum Beispiel können sich Schüler einen Lernplan machen und am Sonntagabend überprüfen, wie viel sie selbst davon eingehalten haben. Außerdem darf eine kleine Belohnung nicht fehlen: Wer wochenlang an seinen Vorsätzen gearbeitet hat und als ersten Erfolg eine gute Note erzielt hat, hat sich zum Beispiel Kinokarten mit den besten Freunden verdient!

Quellen und weiterführende Literatur

Simplify: So fasst man gute Vorsätze für das neue Jahr! 

Zeit Online: Gute Vorsätze fürs neue Jahr

Lehrerfreund: 5 gute Vorsätze für Lehrer/innen zum neuen Jahr 

Bilder: Shutterstock 


 

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Romy Herold

Ihre Reiseexpertin für Deutschland und Dänemark

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