Ferienjobs – Welche Regeln gelten für Schüler?

Ferienjobs – Welche Regeln gelten für Schüler?

Eis verkaufen, bei der Gartenarbeit helfen, Zeitungen austragen – Ferienjobs helfen nicht nur gegen Langeweile, sondern sie bringen auch mehr Taschengeld und ermöglichen nebenbei auch noch einen spannenden Einblick ins Arbeitsleben. Aber es gibt für Schüler dabei auch ein paar Regeln zu beachten. Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wie viel dürfen Schüler arbeiten?

Ferienjobs

Aushilfsjobs im Supermarkt gehören zu den beliebtesten Ferienjobs.

Schüler, die in den Sommerferien arbeiten gehen, sind durch das Jugendarbeitsschutzgesetz geschützt. Dort wird u.a. geregelt, wie viel Kinder und Jugendliche höchstens arbeiten dürfen – denn schließlich sind die Schulferien in erster Linie zur Erholung da.

Wie viele Stunden erlaubt sind, richtet sich nach dem Alter:

  • Kinder, die jünger als 13 Jahre alt sind, dürfen so gut wie gar nicht arbeiten.
  • Kinder zwischen 13 und 15 Jahren dürfen nur mit Genehmigung der Eltern und für höchstens zwei Stunden, in der Landwirtschaft bis zu drei Stunden pro Tag, zwischen 8 und 18 Uhr, arbeiten.
  • Jugendliche unter 18 Jahren dürfen nicht mehr als acht Stunden pro Tag und nicht mehr als 40 Stunden die Woche arbeiten.

Generell gilt: Schulpflichtige dürfen nicht länger als vier Wochen im Jahr in den Ferien jobben. Denn es soll auch noch genug Freizeit übrig bleiben, in denen sie sich vom Schulstress regenerieren können.

Welche Arbeiten sind Schülern nicht erlaubt?

Ferienjobs

Gegen leichte körperliche Arbeiten ist nichts einzuwenden, solange sie im Rahmen bleiben!

Ferienjobs gibt es in vielen Bereichen, aber Schüler dürfen laut Gesetz längst nicht überall arbeiten. Für Kinder und Jugendliche ist es zum Beispiel verboten, schwere körperliche Arbeiten zu verrichten. Natürlich sind auch gefährliche Aufgaben, wie z.B. unbeaufsichtigtes Hantieren mit Chemikalien, oder Akkordarbeit für Schüler unter 18 Jahren Tabu. Unter Akkordarbeit versteht man Arbeit, die besser bezahlt wird, je schneller man arbeitet.

Der Jugendarbeitsschutz möchte durch diese Regeln die körperliche und seelische Entwicklung von Jugendlichen schützen – denn ab und zu gibt es unter den Arbeitgebern auch schwarze Schafe, für die das Wohl ihrer Ferienjobber nicht gerade im Vordergrund steht.

Wo findet man einen Ferienjob?

Ferienjobs

Gut für die Berufswahl: Viele Schüler entdecken beim Jobben echte Talente in sich!

Aber wie kommt man als Schüler überhaupt an eine Arbeit oder einen Ferienjob? Am einfachsten ist es, einmal bei Bekannten oder direkt bei einer Firma nachzufragen, für die man sich schon immer interessiert. Außerdem hilft es meistens, die lokale Zeitung nach Anzeigen durchzuschauen. Auf der Seite „Stellenangebote“ gibt es manchmal sogar eine eigene Rubrik für Neben- oder Ferienjobs . Auch im Internet finden sich Stellenbörsen, die man per Filter auf seinen Wohnort einschränken kann. In jedem Fall sollten Schüler jedoch ihre Eltern um Erlaubnis fragen, bevor sie ein Jobangebot annehmen.

Auch das Berufsinformationszentrum (BiZ) hat in den Sommerferien geöffnet und kann bei der Jobsuche mit Rat und Tat beiseite stehen. Denn schließlich sind Ferienjobs nicht nur kurzfristig gut für’s Taschengeld, sondern können auch bei der späteren Berufswahl nützlich sein. Oft haben Schüler durch Ferienjobs schon unerwartete Stärken in sich entdeckt oder wurden nach der Schule sogar von den Firmen als Azubis übernommen.

Ferienjobs können also auch eine echte Chance sein!

Weitere Informationen

Jugendarbeitsschutzgesetz

DGB Jugend: Dein Job

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW: „take!care.nrw. sicher leben, lernen, arbeiten: Schülermagazin zum Thema Arbeitsschutz

HEROLÉ-Blog: „Sommerferien zu Hause – 50 Ideen gegen Langeweile

Bilder: Shutterstock


 

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Carsten Herold

Geschäftsführer HEROLÉ Reisen

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