Fahrt zu der Stadt der Liebe – Sehenswürdigkeiten in Paris

Fahrt zu der Stadt der Liebe – Sehenswürdigkeiten in Paris

Romantische Atmosphäre, kulturelle Highlights und dazu französischer Charme – Paris gilt zu Recht als die Stadt der Liebe. Frankreichs Hauptstadt ist aber nicht nur für frisch verliebte Paare interessant, auch Klassen kommen hier auf ihre Kosten. Wir stellen die Sehenswürdigkeiten vor.

Der Eiffelturm

Der Eiffelturm steht für Paris wie kein anderes Wahrzeichen, immerhin ragt der nach seinem Erbauer Gustave Eiffel benannte Turm 324 Meter hoch in den Himmel und ist nicht zu übersehen. Wer zum ersten Mal Urlaub in Paris macht, darf das Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert daher auf keinen Fall verpassen! Insgesamt drei Aussichtsplattformen sind auf dem Eiffelturm installiert, die oberste befindet sich in einer luftigen Höhe von 276 Metern. Da der Eiffelturm eine der am häufigsten besuchten Sehenswürdigkeiten der Metropole ist, sind die Aufzüge zu den Plattformen entsprechend gut gefüllt. Besucher müssen sich daher darauf einstellen, einige Zeit lang warten zu müssen. Hier gibt es aber einen Trick: Die ersten beiden Plattformen können Touristen zu Fuß erklimmen und so unnötige Wartezeit vermeiden. Zum dritten Aussichtsturm müssen gelangt man allerdings nur mit dem Aufzug – wer dorthin möchte, muss sich ein entsprechendes Ticket kaufen.

Tipp
Schulgruppen erhalten Rabatt auf die Karten. Ein Ticket für die höchste Aussichtsplattform kostet für Schüler im Alter von 12 bis 24 Jahren 13,50 Euro. Eine Fahrt mit dem Aufzug bis zum zweiten Stock ist schon für sieben Euro zu haben. Für die Vergünstigungen sind allerdings Reservierungen nötig.

Avenue des Champs-Elysées

Der womöglich berühmteste Boulevard Europas erstreckt sich von der Place de la Concorde bis zur Place Etoile mit dem Triumphbogen: Die Prachtmeile Champs Élysées ist über 70 Meter breit und neben seinen beeindruckenden Bauten ein echtes Paradies für Modebewusste. Hier sind nicht nur die großen Marken für Luxusartikel ansässig, sondern auch bekannte Labels, die ins Schüler-Budget passen.

Wer bereits auf der Meile flaniert, sollte unbedingt auch zum l’Arc de Triomphe spazieren, der sich in der Mitte der Place Charles-de-Gaulle befindet. Dieses fundamentale Bauwerk gab Napoleon 1806 zur Feier des Siegs in der Schlacht von Austerlitz in Auftrag. Obwohl der selbstgekrönte Kaiser die Fertigstellung im Jahr 1836 selbst nicht erlebte, ist der Triumphbogen ein echtes Muss für alle Paris-Reisenden! Er beeindruckt nicht nur mit seiner Höhe von knapp 50 Metern, sondern wird auch von prächtigen Reliefs und Figuren geschmückt.

Ganz in der Nähe der Prachtstraße findet sich auch der namensgebende Élysée-Palast, der heute der Sitz des französischen Präsidenten ist. Der im frühen 18. Jahrhundert erbaute Palast ist mit seinen 365 Räumen allerdings vor allem den offiziellen Zwecken gewidmet und öffnet nur einmal im Jahr, nämlich am dritten September-Wochenende seine Tore für Besucher. Ein Spaziergang zum Präsidentenpalast lohnt sich aber trotzdem und sorgt für ein hübsches Foto-Motiv für das spätere Paris-Album.

Musée du Louvre

Einen Besuch wert: Das Musée du Louvre ist das größte Museum der Welt.

Kulturbegeisterte Schüler dürfen das Musée du Louvre auf keinen Fall verpassen: Immerhin ist in dem Palast zwischen der Seine und der Rue Rivoli das größte Museum der Welt untergebracht. Neben der berühmten Glaspyramide lohnt sich ein Besuch vor allem wegen der unglaublichen Kunstschätze, die der Louvre beherbergt: Rund 35.000 Ausstellungsstücke sind hier zu sehen, darunter die großen europäischen Meister.

Besonders bekannt ist der Louvre für Sammlungen der griechischen und römischen Antike, der römischen Malerei, Renaissance und der niederländischen und französischen Maler. Das wohl berühmteste Meisterwerk des Museums ist die Mona Lisa von da Vinci, die in einem der vielen Säle des Louvre ihr zurückhaltendes Lächeln zeigt.

Tipp
Der Eintritt in den Louvre ist für Jugendliche bis zum vollendeten 26. Lebensjahr kostenlos.

Kleine Freiheitsstatue an der Seine

Wer denkt, es gebe die Freiheitsstatue nur in New York, sollte sich einmal auf den Weg zur Pariser Seine machen. Am südlichen Ende der künstlichen Insel Île des Cygnes in Sichtweite des Eiffelturms thront die Pariser Freiheitsstatue, die in die Richtung ihrer amerikanischen Schwester nach New York zeigt. Drei Jahre nach der bekannten amerikanischen Sehenswürdigkeit wurde das Pariser Gegenstück eingeweiht, das mit einer Höhe von nur 22 Metern im Vergleich zur amerikanischen Statue zwar deutlich bescheidener ist, aber dennoch einen Besuch wert.

Künstlerviertel Montmartre

Eines der wohl bekanntesten Viertel in Paris ist der Montmartre, der als höchster Berg der Stadt über Paris thront. Auf seiner Spitze ist gut sichtbar die berühmte Basilika Sacré-Cœur beheimatet, deren reich geschmückte Architektur häufig als Zuckerbäckerstil beschrieben wird. In jedem Fall ist die katholische Kirche aus dem 19. Jahrhundert einen Besuch wert. Neben dem beeindruckenden Interieur des Gotteshauses lohnt sich ein Aufstieg zur Basilika allein wegen der Aussicht: Vor den Toren der Kirche wartet ein Blick über die Dächer der Stadt, der besonders bei Sonnenuntergang beeindruckt.

Dass der Montmartre zu Zeiten der Belle Époque einmal das Künstlerviertel der französischen Metropole war, ist noch heute zu spüren: Kunstbegeisterte Schüler können hier auf den Spuren Picassos, Renoirs und Matisses wandeln. Noch heute ist das ehemalige Atelier Picassos in dem restaurierten Haus „Le Bateau Lavoir“ zu finden ist, das als Treffpunkt der Künstler Berühmtheit erlangt hat.

Fans des französischen Films „Die Fabelhafte Welt der Amélie“ sind am Montmartre ebenfalls gut aufgehoben: Die Epicerie „Maison Collignon“ findet sich zum Beispiel an der Ecke Rue des Trois Frères/ Rue Garreau und Rue Andouet.

Thront über der Stadt: Die Sacré-Cœur im Künstlerviertel Montmartre.

Ebenso berühmt ist die Moulin Rouge am Fuße des Montmartre: Das ehemalige Theater wurde 1889 eröffnet und ist dank der Cancan-Tänzerinnen weltberühmt. Heute finden in der Moulin Rouge Shows und Konzerte statt, doch auch als reines Fotomotiv ist die rote Mühle sehenswert.

Schloss Versailles

Vor den Toren Paris wartet ein majestätischer Palast auf Besucher aus der ganzen Welt: Wie kein zweites Schloss in Europa steht Versailles für die Zeit absolutistischer Herrscher, die ihre Macht mit architektonischem Prunk demonstrierten. Unter König Ludwig XIII. wurde Versailles als Jagdschloss gebaut, das der „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. in seinen heutigen Maßen umbauen ließ. Diesen barocken Prunkbau, der als Vorbild für Herrscher in ganz Europa diente, sollten Schüler bei einem Trip nach Paris auf keinen Fall verpassen!

Mehr als 1.800 Räume und 288 Wohnungen befinden sich im Schloss, die sich natürlich nicht alle besichtigen lassen. Zu den Highlights gehört aber der Spiegelsaal, der mit 17 bodentiefen Fenstern und 357 Spiegel beeindruckt. Auch das goldene Schlafzimmer Ludwig XIV. gibt eine Vorstellung vom prunkvollen Leben am Hof. Doch nicht nur der Palast selbst zieht die Blicke auf sich, auch der 715 Hektar große Schlosspark darf bei einem Versailles-Besuch nicht außer Acht gelassen werden.

Allein wegen seiner Größe können Besucher im Schlosspark schnell den Überblick verlieren, deshalb sollten sich Urlauber vorher überlegen, welche Teile der Grünanlagen sie besichtigen möchten. Wer den Park genauer erkunden möchte, kann sich in Versailles einen kleinen Golfwagen oder ein Fahrrad leihen. Besonderen Spaß macht auch eine kleine Bootstour auf dem Grand Canal.

Tipp
Für Jugendliche unter 26 Jahren ist der Eintritt kostenlos. Lehrer können ein Ticket online bestellen, um langes Warten vor dem Eingang zu vermeiden.

Jardin de Luxembourg

Eine grüne Oase mitten in Paris ist der Jardin de Luxembourg, der 1612 auf Anregung der Königin Maria de‘ Medici geschaffen wurde. Zwischen dem französischen und englischen Teil des Parks erstreckt sich ein geometrischer Wald und ein großes Becken. Neben Gewächshäusern mit beeindruckenden Orchideen, einem Rosengarten und alten Apfelbaumsorten zählen die im Park verstreuten 106 Statuen sicherlich zu den Highlights der Grünfläche. Wer nach vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten in Paris mal das Bedürfnis hat, sich ein wenig auszutoben, findet im Jardin de Luxembourg Platz für Schach, Bridge und andere Aktivitäten.

Musée d’Orsay

Gegenüber dem Jardin des Tuileries wartet das Musée d’Orsay in einem ehemaligen Bahnhofsgebäude, das für die Weltausstellung 1900 in seiner heutigen Form errichtet wurde. Heute stellt das Kunstmuseum Werke aus den Jahren 1848 bis 1914 aus und ist für kunstinteressierte Schüler eine gute Anlaufadresse in Paris. Die Sammlung impressionistischer Kunst und Werke von großen Künstlern wie Manet, Van Gogh und Cézanne ist in jedem Fall einen Besuch wert!

Tipp
Auch das Musée d’Orsay ist für unter 26-Jährige kostenlos. Erwachsene können ihr Ticket hier online erstehen.

Bootsfahrt auf der Seine

Eine Bootsfahrt, die ist schön: Bei einer rund einstündigen Fahrt über die Seine sehen Urlauber zum Beispiel die Notre-Dame.

Paris lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden – eine Bootsfahrt auf der Seine sollte aber auch unbedingt mit ins Programm eingeplant werden! Entlang des Flussufers finden sich einige der schönsten Gebäude der Stadt – zu sehen sind natürlich der Eiffelturm, aber auch der Louvre und die Kathedrale Notre-Dame de Paris. Empfehlenswert ist zum Beispiel eine einstündige Rundfahrt mit den „Bateaux Parisien“-Booten, die am Ufer des Eiffelturms starten und in Richtung Île de la Cité fahren. Neben dem schönen Ausblick dürfen sich Besucher besonders auf die informativen Audio-Erklärungen an Bord freuen. Um lange Warteschlangen zu vermeiden, empfiehlt sich eine Online-Reservierung.

Tipp
Die gotische Kathedrale Notre-Dame de Paris ist die meist besuchte Sehenswürdigkeit ganz Frankreichs und gehört ebenfalls zum Pflichtprogramm in Paris. Für Jugendliche unter 26 Jahren ist der Eintritt kostenlos, Begleitpersonen zahlen allerdings zehn Euro Eintritt.

Paris kulinarisch

Wo könnte man besser schlemmen als in Paris? Die französische Hauptstadt bietet auch für kleine Budgets viele Köstlichkeiten. Besonders die landestypischen Spezialitäten sollten Besucher hier natürlich auf keinen Fall verpassen – ein frisches Baguette aus einer kleinen Boulangerie gehört zum Beispiel unbedingt mit auf die Speisekarte. Auch Crêpes und Galettes, die herzhafte Variante aus Buchweizen-Mehl, sind lecker und für wenige Euro zu haben. Zu den traditionellen Leckereien gehört auch das Mandelgebäck Macarons, das in seinen zarten Pastellfarben ein tolles Mitbringsel ist und zum Beispiel von dem Traditionsunternehmen Ladurée angeboten wird. Abseits der Touristenpfade gibt es auch einige Restaurants, die gutes Essen zum kleinen Preis anbieten. Für Schüler bietet sich zum Beispiel das Selbstbedienungsrestaurant Flunch an.

Disneyland Paris

Paris hat mit seinen vielen kulturellen Möglichkeiten viel zu bieten – besonders Schüler freuen sich aber auch auf eine Attraktion 30 Kilometer außerhalb der Stadtgrenzen: Das Disneyland Paris  lockt jedes Jahr Millionen Besucher aus der ganzen Welt an. Zu der Anlage gehört unter anderem der Walt Disney Studios Park, in dem Besucher die Welt des (Zeichentrick-)Films kennenlernen. Das Herzstück ist aber ohne Zweifel der Disneyland Park mit seinem Wahrzeichen, dem Märchenschloss. Der Park ist in verschiedene Bereiche wie dem Fantasyland unterteilt, in dem Besucher zum Beispiel ein Selfie mit Mickey Mouse machen können und den Helden der Disney-Filme begegnen!

So könnte Ihre Klassenfahrt nach Paris aussehen

Paris gehört zu den Top-Reisezielen von HEROLÉ. Eindrücke von einer Schulfahrt nach Paris gibt es hier:

Wie könnte eine Unterkunft bei einer Klassenfahrt in Paris aussehen? Hier gibt es einen Eindruck vom Ibis Budget Porte de Montmartre:

Quellen und weiterführende Literatur:

Herolé-Blog: Paris gratis entdecken! – 10 Tipps für kleine Budgets

Herolé-Blog: Klassenfahrt nach Paris: Ein Reisebericht 

Herolé-Blog: 10 Städte, die auf Klassenfahrt in Frankreich begeistern

Paris: 10 Orte in Paris, die Sie gesehen haben müssen

Fotos: Shutterstock


 

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Ivonne Friedrich

Ihre Reiseexpertin für Frankreich und Großbritannien

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