Facebook, Instagram & Co. – Privatsphäre in sozialen Medien

Witzige Katzenvideos ansehen, den Freunden die neue Handynummer schicken oder mal eben nachsehen, wann noch mal die Klassenparty stattfindet: Soziale Medien bieten viele Vorteile und machen es leicht, Kontakt mit vielen Menschen zu halten. Kein Wunder, dass sich vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ein Leben ohne Facebook, Instagram und Co. kaum vorstellen können.
Witzige Katzenvideos ansehen, den Freunden die neue Handynummer schicken oder mal eben nachsehen, wann noch mal die Klassenparty stattfindet: Soziale Medien bieten viele Vorteile und machen es leicht, Kontakt mit vielen Menschen zu halten. Kein Wunder, dass sich vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ein Leben ohne Facebook, Instagram und Co. kaum vorstellen können.
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Doch die Netzwerke haben auch Nachteile – sie sind meist riesige Datenkraken und sammeln viele Details über das Privatleben ihrer Nutzer. Viele User sind sich außerdem nicht bewusst, wie leicht sie im Internet zu finden, wenn sie freizügig mit ihren Daten umgehen. Wir geben Tipps für mehr Privatsphäre in sozialen Medien!

Aufpassen bei der Anmeldung

Lohnt es sich wirklich, dass ich mich auf dieser Seite registriere? Diese Frage sollten sich Nutzer stellen, bevor sie ihre Daten eintragen. Bei sozialen Medien wie Facebook ist man innerhalb weniger Sekunden registriert – die persönlichen Daten werden dafür umso länger gespeichert. Wichtig ist es deshalb, dass sich User die Allgemeine Geschäftsbedingungen, vor allem die Datenrichtlinien, vor der Anmeldung genau durchlesen. Die langen Texte sind zwar alles andere als spannend – doch wer seine Daten aus Faulheit einfach einträgt und die Datenleitlinien ignoriert, erlebt am Ende womöglich eine unliebsame Überraschung.

Die Datenrichtlinien der meisten Unternehmen wie Facebook, Instagram oder Snapchat sind relativ einfach über Suchmaschinen zu finden.

Auch wenn man sich für eine Anmeldung bei Facebook & Co. entscheidet, muss man nicht seine gesamten Daten hinterlassen. Für ein vollständiges Profil verlangen die meisten sozialen Netzwerke zwar den vollständigen Namen, Wohnort und die Schule bzw. den Arbeitgeber – das heißt aber noch lange nicht, dass man auch seine richtigen Daten angeben muss! Wer im Internet nicht sofort gefunden werden möchte, kann sich auch einfach einen Fantasie-(Nach-)namen ausdenken. Solange die eigenen Freunde wissen, wer sich hinter dem Pseudonym versteckt, kann man auch ein anonymisiertes Profil ganz normal nutzen.

Auch bei der E-Mail-Adresse ist Vorsicht geboten: Viele Netzwerke wie Facebook und Instagram gehören zusammen und tauschen Nutzerdaten untereinander aus. Deshalb ist es sinnvoll, nicht die gleiche E-Mail-Adresse bei allen sozialen Netzwerken zu verwenden. Sonst können die Accounts einander zugeordnet werden und die Anbieter wissen deutlich mehr über den Nutzer, als ihm lieb ist.

Privatsphäre-Einstellungen nutzen

Ein Konto ist fix eingerichtet, doch leider sind die Privatsphäre-Einstellungen oft sehr freizügig voreingestellt. Wer nicht aufpasst, teilt alle Beiträge öffentlich und ist sogar in Suchmaschinen wie Google auffindbar. Das lässt sich aber leicht ändern, wenn man sich in Ruhe mit den Konto-Einstellungen beschäftigt. Bei Facebook sind zum Beispiel alle Optionen unter dem Bereich „Einstellungen“ zu finden. Hier können Nutzer bestimmen, ob nur „Freunde“ eigene Posts und Fotos sehen können, oder ob diese öffentlich sichtbar sind. Ein guter Tipp ist es auch, das eigene Profil aus der Sicht anderer anzusehen. Diese Funktion ist unter dem Reiter „Chronik und Markierungen“ -> „Wer kann Inhalte in meiner Chronik sehen?“ -> „Überprüfe, was andere Personen in deiner Chronik sehen“ zu finden. Empfehlenswert ist es, eigene Posts und Bilder nur den eigenen Freunden zu zeigen. Wer öffentlich teilt, muss sich nicht wundern, dass der eigene Chef oder Mathelehrer peinliche Fotos von der letzten Party findet.

Bei Instagram lässt sich ein Profil leicht privat schalten. Eine Anleitung dafür gibt es hier.

Vorsicht bei der Bildauswahl

Die letzte Party war feucht-fröhlich – aber sollen das wirklich alle 587 Facebook-Freunde sehen? Gerade beim Posten von Fotos im Internet sollte man daran denken, dass das Internet nie vergisst. Andere Nutzer können leicht einen Screenshot machen, das Foto herunterladen und weiterverbreiten. Es spricht nichts dagegen, auch mal ein lustiges Selfie mit seinen Freunden zu teilen – wenn man sich bewusst ist, dass es sehr viele Menschen sehen werden. Damit man nicht ungewollt auf Fotos von Freunden auftaucht, ist ebenfalls ein Blick in die Privatsphäre-Einstellungen sinnvoll. Dort kann man einstellen, dass man Chronik-Markierungen vorher überprüfen möchte.

Lesetipp

Peinliche Bilder zu verschicken ist manchmal nicht nur ein Witz unter Freunden, sondern kann in Mobbing ausarten. Infos und Tipps zum Thema Cybermobbing gibt es hier und auf dem HEROLÉ-Blog.

Das Konto schützen

Dass das eigene Passwort sicher sein sollte, klingt erst einmal logisch. Schließlich möchte niemand Kriminelle dazu einladen, die Zugangsdaten zu knacken. Trotzdem lautete 2016 das beliebteste Passwort der Deutschen „hallo“. Wer seine Daten sichern möchte, sollte sich eine kreativere Variante ausdenken. Am einfachsten ist es, sich einen Satz zu überlegen und daraus eine Buchstaben- und Zahlenkombination zu machen. Aus „Meine dicke Katze frisst gerne drei Mal am Tag Katzenfutter!“ wird zum Beispiel das Passwort „MdKfg3MaTKf!“.

Die Sicherheit eines Passworts kann man auf dieser Internetseite überprüfen.

Den eigenen Namen googlen

Suchmaschinen wie Google finden innerhalb von einer Sekunde viele Informationen über uns, die auch jeder andere Mensch finden kann. Deshalb ist es sinnvoll, seinen Namen immer mal wieder zu googlen. Dabei merkt man auch, ob die eigenen Profile in der Liste mit den Suchergebnissen angezeigt werden. Google verlinkt zum Beispiel auf das Facebook-Profil? Kein Problem, das lässt sich auch ganz leicht in den Einstellungen ändern. Einfach unter „Privatsphäre“ ->“Wer kann mich suchen“ -> „Möchtest du, dass Suchmaschinen außerhalb von Facebook dein Profil anzeigen?“ „Nein“ anklicken.

Es lohnt sich, seine Privatsphäre in sozialen Medien zu schützen. Was passieren kann, wenn man zu freizügig mit seinen Daten umgeht, zeigt dieses lustige Video der Initiative Netzdurchblick:

Bildnachweis

Über HEROLÉ

HEROLÉ mit Sitz in Dresden wurde 2002 gegründet und ist heute einer der drei größten Veranstalter von und Spezialist für Klassenfahrten in Deutschland. Dafür sprechen auch über 140.000 Teilnehmer, die jedes Jahr mit HEROLÉ auf Klassenfahrt gegangen sind. Mit der unternehmenseigenen Flotte von 18 modernen Reisebussen werden über 140 weltweite Reiseziele angesteuert.

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