Erfolgreicher Jobeinstieg – Tipps für Bewerbungen

Erfolgreicher Jobeinstieg – Tipps für Bewerbungen

Brauche ich ein Deckblatt für meine Bewerbung? Muss ich meinen Lebenslauf unterschreiben? Und wie sieht das perfekte Bewerbungsfoto aus? Wer frisch aus der Schule kommt und zum ersten Mal eine Bewerbung schreibt, sitzt oft planlos vor dem Computer. Vielen Bewerbern fällt es schwer, ihre besten Eigenschaften in wenigen Sätzen aufs Papier zu bringen. Dabei ist es leichter als gedacht, ein seriöses und ansprechendes Anschreiben für den Traumjob zu schreiben. Wir geben Tipps für erfolgreiche Bewerbungen auf Papier und per E-Mail!

Informationen über den Betrieb sammeln

Gerade große Unternehmen erhalten täglich Dutzende Bewerbungen. Wer seine Bewerbung an den falschen Ansprechpartner schickt oder per E-Mail an die allgemeine „info@unternehmen.de“-Adresse sendet, fällt bei den Personalern leicht durch das Raster. Sie machen sich oft nicht die Mühe, bei den Bewerbern nachzuhaken, für welche Abteilung die Bewerbung gedacht ist. Deshalb ist es die halbe Miete, sich vor dem Einreichen der Bewerbung gut zu informieren! Die meisten Unternehmen haben auf ihrer Internetseite konkrete Informationen für Interessenten notiert. Dort kannst du nachlesen, wie sich das Unternehmen die Bewerbung wünscht: Per E-Mail oder Post? Große Unternehmen haben mittlerweile sogar eigene Bewerbungsportale, in die man nur seine Daten einträgt und Anhänge hochlädt. Diese Anforderung solltest du unbedingt beachten – oft landen falsch eingereichte Bewerbungen nämlich im Müll oder hinterlassen zumindest einen schlechten Eindruck.

Eine Bewerbung zu schreiben ist leichter als gedacht!

Wenn möglich solltest du auch herausfinden, wer im Unternehmen für Bewerbungen zuständig ist. An diese Person richtest du deine Bewerbung – damit zeigst du, dass du dich informiert hast und keine Standardbewerbung schickst. Wenn du deine postalische Bewerbung z.Hd. (zu Händen) Frau Meier schickst, sind die Chancen höher, dass deine Bewerbung Beachtung findet.

Das Anschreiben

„Sehr geehrte Damen und Herren, mit Interesse habe ich Ihre Stellenbeschreibung gelesen“ – früher haben Schüler oft gelernt, dass sie ihre Bewerbung am besten so beginnen. Diesem Tipp solltest du auf keinen Fall folgen! Personaler haben oft nur wenige Minuten Zeit pro Bewerbung und sind schnell gelangweilt. Der erste Eindruck ist deshalb entscheidend – verschwende deinen ersten Satz besser nicht mit einer Standardformel. Deine Bewerbung wird leserfreundlicher, wenn du dir vor dem Schreiben diese Frage stellst: Warum bin ich der perfekte Kandidat für die Ausbildung/ das Praktikum/ den Job? Lies aufmerksam die Stellenbeschreibung und die Anforderungen durch und überlege anschließend, welche Eigenschaften und Erfahrungen dich auszeichnen. Kannst du besonders gut im Team arbeiten oder dich schnell in komplizierte Themen einarbeiten? Dann solltest du deine Fähigkeiten auch in der Bewerbung erwähnen. Rede nicht lange um den heißen Brei herum, sondern schreibe möglichst präzise auf, warum du perfekt zum Unternehmen passt. Sei dabei selbstbewusst – aber übertreibe auch nicht mit einer überzogenen Selbstdarstellung. Wenn du dich für dein erstes Praktikum bewirbst, erwartet niemand Perfektion von dir. Das Unternehmen sollte den Eindruck gewinnen, dass du motiviert, ehrlich und lernfähig bist. Fasse deine Stärken und die wichtigsten Stationen deiner Laufbahn zusammen. Verzichte aber darauf, deinen gesamten Lebenslauf von der Grundschule an nachzuerzählen – dafür schickst du schließlich den tabellarischen Lebenslauf mit.

Ein Beispiel für eine knappe und präzise Bewerbung gibt zum Beispiel der Spiegel:

Bereits während meines mit 1,0 absolvierten Masterstudiums Wirtschaftsrecht an der Universität Irgendwo habe ich Assistenzfunktionen für die Geschäftsleitung des Berliner Startups Laws & Ordnung GbR übernommen. Insbesondere habe ich die Gesellschaftsgründung juristisch vorbereitet, die allgemeinen Geschäftsbedingungen ausgearbeitet, eine Patentanmeldung verfolgt und durchgesetzt und die gesamte interne Rechtsberatung geleistet.

Falls du die Formulierungen in diesem Beispiel zu knapp findest, ist das kein Problem. Wie genau du dein Anschreiben formulierst, ist immer auch vom Kontext und deinen persönlichen Vorlieben abhängig. Wenn du dich zum Beispiel für eine hippe Werbeagentur in Berlin bewirbst, kommen extrovertierte Ideen und ein ungewöhnliches Layout sicherlich besser an als bei einer Bewerbung für eine Ausbildung im örtlichen Finanzamt.

Tipp
Einen guten Überblick über die notwendigen Bewerbungsunterlagen gibt es auf dem Portal planet-beruf.de der deutschen Arbeitsagentur.

Lebenslauf

Der tabellarische Lebenslauf ist heute Standard und schnell gemacht: Links schreibst du die Zeitangaben hin, rechts die Fakten. Gut verständliche Stichworte sind vollkommen ausreichend, auf weitere Erklärungen, eine Anrede und Grußformel am Ende verzichtest du besser. Erwähnen solltest du deine persönlichen Daten (Name, Geburtsdatum und -ort, die Anschrift und Kontaktdaten), deine Ausbildung, Berufserfahrung bzw. Praktika und besondere Qualifikationen. Hier kannst du zum Beispiel besondere Sprachkenntnisse einbringen. Wenn du dich für ein Praktikum in der IT-Branche bewirbst, erwähnst du in dieser Rubrik zum Beispiel, dass du seit drei Jahren die Informatik-AG deiner Schule besuchst. Am Ende des Lebenslaufs kannst du deine Interessen notieren. Mitgliedschaften in Vereinen, soziales Engagement oder ungewöhnliche Hobbys können das Interesse der Personaler wecken.

Bei der Reihenfolge der Daten kannst du selbst entscheiden, ob du chronologisch vorgehst oder nach der amerikanischen Variante mit deiner letzten Station beginnst. Wichtig ist nur, dass deine Angaben lückenlos sind. Sonst könnte das Unternehmen denken, dass du eine Lücke in deinem Lebenslauf vertuschen möchtest. Unter den Lebenslauf schreibst du den Ort, Datum und unterschreibst den Lebenslauf.

Deckblatt

Gehört ein Deckblatt zur Bewerbung oder nicht? An dieser Stelle scheiden sich die Geister, eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Deshalb kannst du dir aussuchen, ob du deine Bewerbung mit einem Deckblatt krönen möchtest oder lieber nicht. In jedem Fall gilt auch hier die Regel, dass das Layout schlicht und elegant sein sollte. Am besten klebst du nur dein Foto auf das Deckblatt und schreibst deine Kontaktdaten, die Anlagen und den Betreff deiner Bewerbung (zum Beispiel: „Bewerbung um ein Praktikum in der Marketingabteilung“) dazu. Beispiele findest du hier.

Formalia

Bei allen Dokumenten deiner Bewerbungsmappe solltest du auf ein einheitliches und seriöses Schriftbild achten. Das Layout sollte klar und schlicht sein – wenn du zu viele Fettungen, Linien und Einzüge verwendest, sieht das Schriftbild schnell unruhig aus. Wenn du bei der Formatierung deines Anschreibens unsicher bist, kannst du dich an der Norm DIN  5008 orientieren. Sie gibt für Anschreiben und Geschäftsbriefe genau vor, wie du das Blatt formatieren solltest.

Das Bewerbungsfoto

Um das Foto machen sich Bewerber viele Gedanken, dabei ist es für manche Unternehmen kein Muss mehr. Wenn du deiner Bewerbung ein Foto beilegen möchtest, solltest du es am besten von einem professionellen Fotografen machen lassen. Dieser weiß am besten, wie man Menschen von ihrer Schokoladenseite zeigt. Das Foto sollte  6 x 4 oder 9 x 6 Zentimeter groß sein und nur deinen Oberkörper zeigen. Du positionierst es entweder auf deinem Deckblatt oder die erste Seite deines Lebenslaufs – dort passt es am besten in die rechte obere Ecke. Wenn du einen klassischen Fotodruck aufklebst, solltest du auf der Rückseite deinen Namen notieren – nur für den Fall, dass sich der Kleber löst. Wenn du Fotodatei in dein Word-Dokument einbindest, solltest du beim Druck auf eine hohe Druckqualität achten.

Bewerbungen per E-Mail

„Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung per E-Mail an…“ Dieser Satz findet sich immer häufiger auf den Internetseiten der Unternehmen. Das ist aber kein Problem, denn eine Bewerbung per E-Mail ist nicht aufwendiger als eine klassische Bewerbungsmappe. Deine Unterlagen solltest du am besten zu einer gut strukturierten pdf-Datei zusammenfassen. Personaler haben nämlich meist keine Lust, mehrere Dateien herunterzuladen. Das einheitliche pdf-Format ist außerdem für alle gut zu öffnen und du riskierst nicht, dass dein Word-Dokument in falscher Formatierung beim Unternehmen landet. Ordne deine Dokumente so an, wie du es auch in einer postalischen Bewerbung machen würdest. Die Dateien kannst du auf speziellen Internetseiten schnell und unkompliziert zusammenfügen.

In das Textfeld deiner E-Mail schreibst du am besten eine kurze Zusammenfassung deines Anschreibens. Auch deine persönlichen Daten sollten in der E-Mail nicht fehlen – am besten richtest du eine kleine Signatur ein, damit die Personaler nicht erst nach deinem Lebenslauf suchen müssen. Damit deine E-Mail seriös wirkt, solltest du eine entsprechende E-Mail-Adresse wählen: anarcho2000@xy.de kommt sicherlich nicht gut an. Eine kostenlose Adresse mit deinem Vor- und Nachnamen ist vollkommen in Ordnung.

HEROLÉ wünscht allen Schülern viel Erfolg bei ihren Bewerbungen!

Tipp
Weitere Tipps zu Online-Bewerbungen hat Focus zusammengefasst.

Quellen und weiterführende Links

HEROLÉ-Blog: Abitur und noch keinen Plan? Tipps für Kurzentschlossene

HEROLÉ-Blog: Ausbildungsstart 2017 – So finden Bewerber jetzt noch eine Stelle

Focus Money: Bewerbung per E-Mail: So kommen Sie online zum Traumjob

Karrierebibel: Bewerbungstipps

Karriere Spiegel: Wie bewerbe ich mich denn nun richtig?

Fotos: Shutterstock


 

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Carsten Herold

Geschäftsführer HEROLÉ Reisen

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