Das kulturelle Berlin erleben

Das kulturelle Berlin erleben

Für Schüler mit geschichtlich-kulturellem Schwerpunkt bietet die deutsche Hauptstadt eine wahre Schatztruhe an Sehenswürdigkeiten an, darunter die einzigartigen Ausstellungen auf der Museumsinsel. Sie gehören ebenso zum Weltkulturerbe der UNESCO wie die Schlösser der Hohenzollern in Potsdam. Für eine kulturelle Reise nach Berlin bieten sich vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten – eine Variante stellen wir hier beispielhaft vor:

Ankunft in Berlin

Alexanderplatz

Berlin Alexanderplatz & Fernsehturm

Tag 1:

Je nach Ankunftszeit in der Hauptstadt bietet sich ein geführter Stadtspaziergang in den Nachmittagsstunden zu den größten Sehenswürdigkeiten Berlins an, oder ein Stadtbummel auf eigene Faust in den späteren Stunden des Nachmittags. Ein guter Ausgangspunkt ist der zentrale Alexanderplatz. Mit dem Besuch der Aussichtsplattform des Fernsehturms in 203 Metern Höhe startet die Klassenfahrt mit einem Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes. Der Blick schweift über ganz Berlin und das Umland um bietet einen Vorgeschmack auf die kommenden Tage. Anschließend geht es zu einem längeren Spaziergang durch Berlin-Mitte, vorbei an historischen Sehenswürdigkeiten mit dem Berliner Dom und dem zukünftigen Neubau des Berliner Stadtschlosses, über den Gendarmenmarkt bis zum Brandenburger Tor und dem Reichstag. Zum Abschluss wartet die beeindruckende Architektur des Potsdamer Platzes mit dem Sony Center. Hier finden sich auch günstige gastronomische Angebote für das Abendessen.

Nofretete & Co: Die Berliner Museumsinsel

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Berlin kulturell: Schwerpunkt Geschichte

Tag 2:

Am ersten vollen Tag wartet die berühmte Museumsinsel mit ihren vielen Highlights. Der Eintritt ist für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren frei, für Führungen werden Gebühren erhoben. Aufgrund des enormen Angebotes empfiehlt es sich, vorab im Unterricht Schwerpunkte zu erarbeiten, die dann besucht werden. Die bekannte Sammlung des Ägyptischen Museums mit der Büste der Nofretete befindet sich im Neuen Museum, das die Entwicklung frühzeitlicher Kulturen in ganz Europa zeigt. Ergänzt wird es durch das Pergamon-Museum mit den archäologischen Funden des Orients. Während der Saal mit dem berühmten Pergamon-Altar noch bis 2019 aufgrund großer Sanierungsarbeiten geschlossen sein wird, können weitere Highlights wie das babylonische Ischtar-Tor und das Markttor von Milet weiterhin besucht werden. Die Sammlungen zur altgriechischen und römischen Kunst befinden sich hingegen im Alten Museum, während das Bode-Museum die Skulpturensammlung und die Ausstellungen zur byzantinischen Kunst präsentiert.

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Berlin kulturell: Schwerpunkt Kunst

Liegt der Schwerpunkt der Schüler eher auf Kunst als auf Geschichte ist natürlich die Alte Nationalgalerie die erste Adresse. Hier werden Werke des 19. Jahrhunderts, u.a. von Caspar David Friedrich, Claude Monet, Paul Cézanne und Max Liebermann ausgestellt. Ergänzend dazu zeigt die Gemäldegalerie am Potsdamer Platz die Kunstwerke der alten Meister wie Dürer, Caravaggio, Rubens, Rembrandt und Raffael vom 13. bis 17. Jahrhundert.
Sollen sowohl die Kunstgalerien als auch die historischen Sammlungen besucht werden, ist es sinnvoller, die Besuche auf zwei Tage zu verteilen.

In den Abendstunden sollte Entspannung auf dem Programm stehen, um die vielen Eindrücke in Ruhe zu verarbeiten. So können die Schüler nach dem Besuch der Ausstellungen Freizeit genießen und auf eigene Faust umher bummeln, ehe sich abends alle zur Grillparty auf dem Gelände des Hostels oder zu einem gemeinsamen Abendessen im trendy Viertel Kreuzberg treffen.

Ein Tag in Potsdam

Tag 3:

Weißer Saal im Schloss Sanssouci

Weißer Saal im Schloss Sanssouci

Für den Besuch der Potsdamer Schlösser wird am besten ein ganzer Tag eingeplant. Nach der Ankunft in Potsdam wartet als erstes das berühmte Schloss Sanssouci auf die Schulklasse. Auf Wunsch kann eine Führung durch das Schloss des „Alten Fritz“ arrangiert werden, bei der die Schüler alles über den berühmten Preußenkönig und die Familie der Hohenzollern erfahren. Anschließend bummeln die Schüler durch den schönen Park von Sanssouci und entdecken Highlights wie das chinesische Teehaus. Bei schönem Wetter kann das Mittagessen in Form eines Picknicks im Park eingenommen werden. Anschließend geht es weiter mit einem Besuch des prächtigen Neuen Palais mit seinem Galerien, Sälen und dem barocken Theater. Am Schloss Charlottenhof und den römischen Bädern vorbei geht der Weg dann zurück zum Bahnhof und nach Berlin.

Für den Abend könnte ein Theaterbesuch auf dem Programm stehen, zum Beispiel im Berliner Ensemble, das einst von Bertolt Brecht gegründet wurde und noch heute regelmäßig seine Werke spielt. Für Schüler werden besonders günstige Tickets angeboten, sowie die Möglichkeit zu Publikumsgesprächen mit den Darstellern und Regisseuren, Theaterführungen und die Bereitstellung von Unterrichtsmaterial.

Urban Art oder ab in die Unterwelt

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Berlin Mauer & Street Art

Tag 4:

An diesem Tag kann das Programm des ersten Tages mit weiteren Besichtigungen fortgeführt werden. Als spannende Alternative für kunstinteressierte Schüler könnte dagegen eine Urban Art-Tour angeboten werden. Wurden zuvor die alten Meister und Impressionisten im Museum bewundert, geht es nun auf einen geführten Stadtspaziergang zu den schönsten Graffitis, Murals und Stencils der modernen Street Art-Bewegung.  Dabei erfahren die Schüler alles über diese neue Kunstform und die kreativsten Köpfe der Berliner Szene.

Für geschichtsinteressierte Schüler bietet sich dagegen ein Ausflug in die jüngere Geschichte Berlins an, zum Beispiel ein Besuch der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße und eine Führung durch die Berliner Unterwelt. Der Verein Berliner Unterwelten e.V. bietet verschiedene Touren mit unterschiedlichen Schwerpunkten an, z.B. durch die Bunker des Zweiten Weltkriegs oder zu den Fluchttunneln, die während der deutsch-deutschen Teilung von der DDR in den Westen führten.

Nach einer Mittagspause steht der Rest des letzten Tages zur freien Verfügung. Viele Schüler möchten sicher einen Shoppingbummel in der Hauptstadt unternehmen oder aus dem Fernsehen vertraute Orte wie das Szeneviertel Friedrichshain-Kreuzberg mit der Oberbaumbrücke erkunden. Vielleicht steht auch eine sportliche Unternehmung an, zum Beispiel eine Paddeltour auf der Spree oder bei schlechtem Wetter der Besuch einer Bowlinghalle. Daneben bietet Berlin natürlich auch noch viele weitere tolle Programmpunkte wie das aufregende Gruselkabinett „Berlin Dungeon„, in dem Schauspieler und Spezialeffekte für wahrhaftig schaurige Erlebnisse sorgen.

Am Abend geht die Klassenfahrt mit einer tollen Abschiedsparty zu Ende. Die ideale Location dafür ist natürlich die Schülerdisco D-Light in Kreuzberg.


 

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Sabine Roitsch

Ihre Reiseexpertin für Berlin

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